Gegen den Nord-Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf-Langreder feierte die TSG Balingen am Sonntag einen 4:2 (2:1)-Erfolg. Der Testspielsieg im Trainingslager im spanischen Cambrils war auch in dieser Höhe verdient.

Für die Württemberger trafen Daniel Seemann und Hannes Scherer vor der Pause zur 2:0-Führung. Nach dem Seitenwechsel gelang Stefan Vogler zunächst das 3:1, ehe Pascal Schoch für das 4:2 sorgte. „Es war ein guter und engagierter Auftritt in einem intensiven Spiel“, sagte Abteilungs-Vize Ralph Conzelmann, der die Mannschaft des Südwest-Regionalligisten gemeinsam mit einigen anderen Funktionären nach Katalonien begleitet hat.

„Wir haben hier blendende Trainingsbedingungen“, so Conzelmann. „Auch wenn es kälter ist, als wir das erwartet haben.“ Der Aufenthalt in Spanien ist die Siegesprämie für den Gewinn des Erdinger Meister-Cups 2018.

An der Costa Dorada bereits mit von der Partie ist Neuzugang Enis Küley, welchen die Schwaben erst vor Wochenfrist verpflichteten. Den 21-Jährigen wechselte Volkwein zur zweiten Hälfte ein, er zeigte eine ansprechende Leistung. Küley, ein 21 Jahre alter Angreifer, war zuletzt vertragslos und hatte zuvor für die Stuttgarter Kickers und den SSV Ulm gespielt.

Letztlich sei der Tipp, sich um den Deutsch-Türken zu bemühen, vom früheren Balinger und aktuellen U 19-Coach des VfB Stuttgart, Nico Willig, gekommen, sagte TSG-Spielleiter Egon Welther. „Wir hatten Enis schon eine Weile auf dem Schirm, aber es war nicht leicht, mit ihm Kontakt aufzunehmen.“

Jan Lindenmair von jener Stuttgarter Agentur, die sich bei der TSG ums Marketing und Sponsoring kümmert, habe in seiner Funktion als Spielerberater mit Küley das Gespräch gesucht, Küley kam ins Mannschaftstraining und überzeugte Volkwein.

„Sein Vertrag läuft zunächst bis Saisonende – mit der Option, diesen um zwei Jahre zu verlängern“, sagte Welther über den schnellen Flügelspieler. Bei Küley handelt es sich derweil nicht um jenen Spieler, mit dem sich die TSG für die neue Saison offenbar schon einig ist, dessen Namen Welther & Co. aber weiter nicht nennen wollen.

Nicht mit ins Trainingslager geflogen sind Kevin Keller, Carlos Konz und Lukas Foelsch, die nach langen Verletzungspausen noch individuell trainieren. Aus privaten Gründen konnte Matthias Schmitz nicht mitreisen. Beruflich verhindert ist Keeper Marcel Binanzer, auch er blieb in der Heimat.

Bitter für Binanzer: Da sich Volkwein bekanntlich nicht auf eine etatmäßige Nummer eins festlegt, könnte das Fehlen Binanzers nun dessen Konkurrenten im Tor, Julian Hauser, in die Karten spielen. Maximilian Pfau, der vor der laufenden Saison vom FC Schonach als dritter Keeper verpflichtet wurde, riss sich auf dem glatten Balinger Kunstrasen neulich das Kreuzband, er fällt mindestens ein halbes Jahr aus.

Noch bis Freitagvormittag weilt die TSG im Trainingslager in Katalonien. Am kommenden Montag testen die Eyachstädter dann gegen den Oberligisten SSV Reutlingen (11. Februar, 18.30 Uhr, in Belsen) und schließlich beim österreichischen Erstligisten SCR Altach (16. Februar, 15 Uhr, Cashpoint-Arena).