Balingen TSG Balingen geht ein hohes Tempo

Am Samstag startet die TSG Balingen gegen Sandhausen U 23 in die (Rest-)Rückrunde der Oberliga. Mit einem 9:1-Erfolg im Test gegen das klassentiefere Tübingen tankten die Eyachstädter nochmals Selbstvertrauen.
Am Samstag startet die TSG Balingen gegen Sandhausen U 23 in die (Rest-)Rückrunde der Oberliga. Mit einem 9:1-Erfolg im Test gegen das klassentiefere Tübingen tankten die Eyachstädter nochmals Selbstvertrauen. © Foto: Moschkon
Balingen / Marcel Schlegel 12.02.2018
Die Strukturen beim Oberligisten sollen weiter professionalisiert werden – unabhängig von einem möglichen Aufstieg.

Die TSG Balingen hat am Samstag das letzte Testspiel vor dem Start in die zweite Halbserie in der Fußball-Oberliga in beeindruckender Manier gewonnen: mit 9:1 gegen den Verbandsligisten TSG Tübingen.

Schon zur Pause hatte die Mannschaft von Trainer Ralf Volkwein mit 6:0 geführt. Überragend: Lukas Foelsch, der vier Tore erzielte. Die weiteren Treffer machten Patrick Lauble (2), Kaan Akkaya, Hannes Scherer und Matthias Schmitz, der den zu weit vor seinem Tor stehenden Tübinger Keeper in der 40. Minute mit einer gut gezielten Bogenlampe von der Mittellinie überraschte.

„Das war ein Testlauf für Sandhausen und so sind die Jungs diesen auch angegangen“, sagte Volkwein. „Sie sind ein hohes Tempo gegangen, haben sich einige Chancen herausgespielt – das war in Ordnung“, so der Coach weiter, der vom Gegner „mehr Gegenwehr“ erwartet hätte: „Was ein solcher Sieg wert ist, sehen wir diesen Samstag im Punktspiel.“

Trotz des Kantersiegs – die wesentliche Nachricht des Wochenendes war eine andere: Die Verantwortlichen des Kreisstadt-Klubs arbeiten im Hintergrund an der Modernisierung und Professionalisierung der Strukturen der Fußballabteilung. Und sie haben sich auf einen entscheidenden, ja historischen Schritt geeinigt: Zur neuen Saison soll ein hauptamtlicher Geschäftsführer installiert werden – unabhängig davon, ob dem Oberliga-Tabellenführer am Saisonende der Sprung in die Regionalliga Südwest gelingen sollte oder nicht.

Für die Stelle, die bereits offiziell ausgeschrieben ist und nach Möglichkeit schon zum 1. April besetzt werden soll, gibt es bereits erste Bewerber. Das verriet Abteilungsleiter Uwe Haußmann. Die Aufgaben eines neuen potenziellen Geschäftsführers: die Vereinsführung zu entlasten und sodann Sponsoren an Land zu ziehen, um den Verein wirtschaftlich noch potenter aufzustellen und die TSG auch strukturell auf die finanziell schwierige Regionalliga vorzubereiten – sollte es denn mit dem Aufstieg klappen. Sollte dieser scheitern, wollen die Balinger die neue Position dennoch begründen, erklärte Haußmann.

Zehn Jahre, nachdem den Kreisstädtern 2008 der Aufstieg in die Oberliga gelang und sie im gleichen Jahr die Position eines hauptamtlichen Jugendkoordinators etablierten, folgt nun der nächste Akt der Professionalisierung. Dass man sich nun dazu entschlossen habe, hänge mit dem starken Auftreten der Fußballer zusammen. Die Einführung des Jugendkoordinators jedenfalls stellte sich als eine Entscheidung heraus, die die TSG zum ambitionierten Ausbildungsverein und zum etablierten Oberligisten führte – und die deswegen bis heute Früchte trägt.

Klar dürfte sein: Rund um die Balinger Bizerba-Arena stehen die Zeichen auf Regionalliga. Das Stadion weist schon jetzt weitgehend die Kriterien auf, der Verein wird sich um die Regionalliga-Lizenz bewerben, über deren Chancen und Gefahren sich die Funktionäre auch bei anderen Klubs umgehört haben. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass mit der McArena eine weitere Trainingsfläche gebaut wird – und sportlich spielt der Oberliga-Primus seine bisher beste Saison. Die Rückrunde kann also kommen.

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