Nusplingen Steinhofens Kelsch macht den Unterschied

Dreifach Grund zum Jubeln hatte der FC Steinhofen um Spielertrainer Dionis Mavraj (rechts) in Nusplingen. Nach einer schwachen Anfangsphase siegten die Gäste verdient mit 3:2.
Dreifach Grund zum Jubeln hatte der FC Steinhofen um Spielertrainer Dionis Mavraj (rechts) in Nusplingen. Nach einer schwachen Anfangsphase siegten die Gäste verdient mit 3:2. © Foto: Moschkon
Nusplingen / Matthias Zahner 18.05.2018
Die zehnte Saison-Niederlage hat der TSV Nusplingen kassiert. Gegen den FC Steinhofen setzte es eine Heimschlappe.

Während die anderen Spitzenteams punkteten, hat sich der TSV Nusplingen im Kampf um die vorderen Plätze einen Ausrutscher geleistet. Gegen den FC Steinhofen verloren die Hausherren verdient mit 2:3.

Die erste Torannäherung verbuchte Nusplingen nach acht Minuten: Steinhofens Schlussmann Denis Sakat war zu weit aus seinem Tor gekommen, bei Christian Butz' Lupferversuch aber auf dem Posten. Im direkten Gegenzug zog Nexhat Bajraktaraj zwei Gegenspieler auf sich und brachte den Ball zum mitgelaufenen Dennis Ruiz-Vogt, dessen Schuss die TSV-Abwehr blockte (9. Minute). In der Folge wurden beide Teams mutiger. Nusplingens Tino Butz schickte Manuel Roth, der lief Karsten Karrer davon und tunnelte Sakat etwas glücklich zum 1:0 (12.). „Ein blödes Gegentor durch einen Konter“, meinte FC-Spielertrainer Dionis Mavraj und fuhr fort: „Die ersten 15 Minuten haben wir schon ein wenig verpennt.“

Der Gegentreffer rüttelte die Gäste aber wach: Ruiz-Vogts Schuss – bei dem Sebastian Moser im TSV-Tor zur Stelle gewesen wäre – verfehlte in der 16. Minute sein Ziel. Diese Chance gab Steinhofen Auftrieb. Das Team von Spielertrainer Thomas Essigbeck, der das Spiel zunächst von der Bank aus mitverfolgte, ließ dem Gegner zu viel Raum. Den nutze der FC und war klar tonangebend. Anton Kelsch nahm es in der 27. Minute mit der TSV-Hintermannschaft auf, ging zu Boden und hätte gerne einen Elfmeterpfiff gehört, der blieb aber aus. Florian Mosers Linksschuss im Gegenzug war kein Problem für Sakat (28.). Bajraktaraj probierte es mit einer Direktabnahme – drüber (30). Benjamin Heidemann hatte Pech, als sein Schuss aus rund 18 Metern nur an die Latte klatschte (34.). 60 Sekunden später belohnte sich FC für seine Bemühungen: Ruiz-Vogt setzte sich auf der rechten Seite durch und passte in die Mitte, wo Mavraj zum hochverdienten 1:1-Ausgleich einschob (35.). Steinhofen schnürte nun den Tabellensechsten in der eigenen Hälfte ein. Nusplingen tauchte erstmals in der 42. Minute wieder vor dem Gäste-Tor auf: Tino Butz flankte auf den Kopf von Jonas Henne, der zu zentral abschloss. Bajraktaraj war schneller als Nusplingens Innenverteidiger und verfehlte die Führung um Zentimeter (43.). Sakat ließ Tino Butz‘ Distanzschuss abklatschen, ein TSV-Abnehmer fand sich aber nicht (45.). Stattdessen lag Steinhofen kurz darauf in Front. Ruiz-Vogt flankte auf Kelsch, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:1 einköpfte (45.+2). „Beide Tore waren sehr gut herausgespielt“, musste auch Essigbeck anerkennen.

Kurz nach der Pause holte Sakat einen Weitschuss von Christian Butz aus dem Winkel (46.). Nusplingens Innenverteidiger Markus Braun wehrte Sekunden später eine Hereingabe fast ins eigene Netz ab – und Heidemanns Kopfball nach der darauffolgenden Ecke war nicht minder gefährlich (47.). Florian Moser hatte danach die Chance auf den Ausgleich und Tino Butz fand anschließend wieder seinen Meister in Sakat (51., 52.). Der TSV war nun drauf und dran, den Spielstand zu egalisieren. Martin Horn hätte nach einem Pass von Essigbeck das 2:2 erzielen müssen, sein Abschluss kam allerdings direkt auf den FC-Keeper, der nun richtig auf Betriebstemperatur war (60.). Die Hausherren gingen mehr Risiko, was den Gästen Raum zum Kontern gab. Den Platz nutze der wieselflinke Kelsch zum 3:1 (63.). Kelsch hätte nur zwei Minuten später alles klar machen können, Sebastian Moser hielt sein Team mit einer Doppelparade aber im Spiel (65.). Christian Butz prüfte 60 Sekunden später erneut Sakat, der für die Nusplinger allmählich zum Albtraum wurde. Bei Brauns Kopfball in der 78. Minute war wieder der FC-Keeper Sieger. Danach schwand bei Nusplingen die Kraft und auch der Glaube, noch zum Ausgleich zu kommen. Steinhofens Paul Götte traf in der 83. Minute nur das Quergebälk. Der 2:3-Anschlusstreffer durch Henne nach einem Essigbeck-Freistoß kam zu spät (89.).

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