Corona macht bekanntlich vor dem Fußball nicht halt, und auch die Liga spielt dabei gar keine Rolle. Egal, ob Bundesliga oder Kreisliga: Vom größten bis zum kleinsten Verein sind alle betroffen. Nicht CR 7 (na? klar: Cristiano Ronaldo), sondern Covid-19 heißt der neue Gegner auf dem Spielfeld.

Schon vor dem offiziellen deutschlandweiten Kontaktverbot gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am 13. März 2020 die Unterbrechung der Bundesliga bekannt, denn auch unter den Spielern häuften sich die Infizierungen und damit die einhergehenden Quarantänen ganzer Clubs. Was also zunächst mit Spielen ohne Fans und damit verbundenen leeren Tribünen anfing, endete in der Einstellung des gesamten Spielbetriebs.

Die laufenden Kosten bleiben ja

Von Menschenmassen gefüllte Tribünen und Sportplätze – das ist in einer von Corona regierten Welt absolut nicht denkbar. Der Fußball liegt platt im Schrank, die Spieler bleiben zuhause – 1:0 für das Coronavirus. Ein extrem befremdlicher, aber lebensrettender Verhaltenskodex, der leider sein muss – da sind sich alle einig. Und so herrscht nicht nur in den Stadien statt inbrünstiger Hymnen und Parolen gähnende Stille, sondern auch auf den Vereinskonten eine beängstigende Leere.

Ein leer gefegtes Spielfeld bedeutet ausbleibende Einnahmen, und das ist angesichts laufender Kosten eine Herausforderung sondergleichen – gerade auch für einen lokalen Verein wie den FV Bisingen. Joachim Hausmann, Kommunikationsvorstand beim FVB, bringt es auf den Punkt: „Das ist bisher noch nie dagewesen. Das ganze Vereinsleben ist zum Erliegen gekommen.” Die aktuelle Situation erfordert deshalb nicht nur vorübergehende Umstrukturierungen und Einsparungen, sondern vor allem die Hilfe von außen.

In den Kassen klafft ein tiefes Loch

Finanzvorstand Dietmar Heinz machte unlängst klar, was das Coronavirus auch für den FV Bisingen bedeutet: „Der wochenlange Ausfall von Spielen verursacht auch in unserer Kasse ein großes Loch – und die laufenden Kosten bleiben trotzdem unverändert – Platzpflege, Unterhalt und Instandhaltung des eigenen Vereinsheims etc..“ Um dieses Loch auffangen zu können, verkaufen die Kuhlochkicker nun im Internet Eintrittskarten für Geisterspiele und virtuelle Würstchen und Getränke.

Wann wird wohl wieder gespielt?

Denn: Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf, ist bislang unklar. Es wird sicherlich eine Zeit nach dem Virus geben, aber bis sich alles wieder normalisiert hat, wird noch eine Weile ins Land ziehen. Das weiß auch der FV Bisingen und bittet daher um tatkräftige Unterstützung durch den Kauf von virtuellen Tickets, Bier und Roter Wurst.

Info Geisterspieltickets für den FV Bisingen sind unter www.geisterspieltickets.de/fv-bisingen1919 erhältlich.

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Jeder kann mitmachen


Die Idee Der TC Freisenbruch aus Essen war auf die Idee für die Seite www.geisterspieltickets.de gekommen, die ein Angebot an alle Vereine ist, um finanzielle Unterstützung bei den Fans zu werben. Jeder Verein kann sich kostenlos anmelden – und zwar völlig unabhängig von der Größe und der betriebenen Sportart. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Individuell und kreativ füllt sich ein virtueller Warenkorb, für den es als Gegenleistung das Gefühl von Zusammenhalt in der Corona-Krise gibt. Hier macht die Spende noch richtig Spaß, denn einen faden Überweisungsschein gibt es nicht. Wenn es also darum geht, dem Lieblingsverein in der Krise zu helfen: www.geisterspieltickets.de/fv-bisingen1919 bietet dafür eine Plattform.