Balingen Regionalliga: TSG spielt wieder nur unentschieden

Auswärts ist die TSG Balingen in der Regionalliga weiter ohne Sieg. Am Sonntag kamen die Eyachstädter im Aufsteigerduell beim SC Hessen Dreieich nicht über ein 1:1 hinaus.
Auswärts ist die TSG Balingen in der Regionalliga weiter ohne Sieg. Am Sonntag kamen die Eyachstädter im Aufsteigerduell beim SC Hessen Dreieich nicht über ein 1:1 hinaus. © Foto: Eibner
Balingen / Marcel Schlegel 13.08.2018
Das Aufsteigerduell zwischen der TSG Balingen und Dreieich am vierten Spieltag der Regionalliga endete 1:1.

Ralf Volkwein muss das Spiel seiner TSG Balingen beim SC Hessen Dreieich am Sonntag ein bisschen wie ein Déjà-vu vorgekommen sein. Wie schon gegen Hoffenheim 2 (0:0) kam die TSG nicht über ein Unentschieden hinaus.

1:1 endete die Viertliga-Partie im schmucken Hahn-Air Sportpark. Und wie schon gegen die Sinsheimer stellten die Balinger Fußballer im Hessischen die bessere Mannschaft, hätten sich einen Sieg verdient gehabt. Dreieich, das damit seinen ersten Viertliga-Punkt holte, hatte außer dem Ausgleich von Uwe Hesse (63. Minute), den die Gastgeber erst unter der Woche verpflichtet hatten, und einem anschließenden Lattenkopfball (68.) wenig nennenswerte Szenen. Doch waren es eben auch diese beiden gefährlichen Situationen, die die TSG um einen mehr als verdienten Punkt hätten bringen können – auch dies erinnerte an das Hoffenheim-Spiel.

Volkwein urteilte daher, dass die Schwaben zufrieden seien mit dem Remis, wenngleich mehr drin gewesen sei. „Wir sind gut in die Partie gekommen und auch verdient in Führung gegangen“, meinte der TSG-Trainer. Nach dem Balinger 1:0, das Kapitän Manuel Pflumm mit einem sehenswerten, aus zentraler Position verwandelten Freistoß in der 24. Minute erzielte, habe seine Elf mehrfach die Chance zum zweiten Treffer gehabt, in der Summe allerdings zu oft die „falsche Entscheidung“ getroffen. „Entweder verpassten wir den entscheidenden Querpass oder agierten vor dem gegnerischen Tor nicht entschieden genug“, suchte Volkwein die Gründe dafür, dass die TSG abermals, trotz überlegenem Auftritt, nur einen statt drei Zähler einfuhr – und dafür, dass sie beim SC Hessen nicht schon vor der Pause den Sack zumachte. Denn Möglichkeiten hatten die Württemberger genug.

In der fünften Minuten wehrte Pierre Kleinheider nach einem Freistoß von Kaan Akkaya einen Schuss von Patrick Lauble ab; zwei Minuten später war der SC-Keeper bei einem Kopfball von Matthias Schmitz nach Akkaya-Freistoßflanke zur Stelle. Kurz vor der Pause klärte Kleinheider aus spitzem Winkel gegen Lauble, ehe Stefan Vogler den Dreieicher Schlussmann mit einem Schuss aus der Drehung prüfte (40.).

„Die Balinger waren im ersten Durchgang besser“, meinte Hessen-Coach Rudi Bommer nach einer hitzigen zweiten Hälfte. „Wir hatten Glück, dass die TSG die Partie nicht schon vor der Pause entschied, daher können wir mit dem Remis gut leben.“ Bommer stellte nach der Pause um, ließ seine Elf den Gegner früher attackieren. Die taktische Maßnahme des langjährigen Bundesliga-Profis zeigte Wirkung. „Dann waren wir im Spiel“, meinte Bommer.

Denn nach dem Seitenwechsel gestaltete Dreieich das Aufsteigerduell offen und kam zu einigen Halbchancen, gefährlicher blieben aber noch die Gäste – etwa als Vogler in der 47. Minute einen Linksschuss übers Tor der Hausherren drosch. Dann die 54. Minute: Flanke Lauble, Kopfball Akkaya, wieder war Kleinheider da. Kurz drauf scheiterte Pflumm aus kurzer Distanz (62.).

Mit dem Ausgleich kamen die Dreieicher stärker auf und spätestens ab der 70. Minute, nach dem 1:1, stand die Begegnung auf Messers Schneide. Beide Teams spielten auf Sieg – dies vor einer mit 625 Zuschauern insgesamt dürftigen Kulisse. Für Stimmung sorgten vornehmlich die rund 100 mitgereisten Balinger Fans.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel