Zollernalbkreis Regionalliga: Balingen mit nur einem Zähler

In Durchgang eins hatte die TSG Balingen am Sonntag in Mainz ein klares Chancenplus. Allerdings ließen Stürmer Daniel Seemann (Mitte) und seine Mitspieler viele Möglichkeiten ungenutzt.
In Durchgang eins hatte die TSG Balingen am Sonntag in Mainz ein klares Chancenplus. Allerdings ließen Stürmer Daniel Seemann (Mitte) und seine Mitspieler viele Möglichkeiten ungenutzt. © Foto: Eibner
Zollernalbkreis / Marcel Schlegel 26.11.2018
Die TSG Balingen wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg. Am Sonntag gab es für die Kreisstädter ein 2:2 gegen die U23 des FSV Mainz.

Der erste Auswärtserfolg schien am Sonntag bei der U23 des 1. FSV Mainz zwar in Reichweite. Doch die Balinger verpassten es, nach dem Seitenwechsel das zweite Tor nachzulegen. Stattdessen lief es gar nicht mehr rund.

Denn nach der Pause und der verdienten 1:0-Führung gab die TSG nicht nur ihre Führung aus der Hand. Sie geriet – in Überzahl – sogar in Rückstand. Am Ende rettete Matthias Schmitz seinem Team mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke in der 85. Minute einen Punkt, nachdem Fabian Fecker in der 73. Minute noch den Pfosten getroffen hatte.

Die Balinger Führung hatte zuvor Stefan Vogler in der 30. Minute erzielt. Er nahm einen langen Ball in die Spitze aus vollem Lauf direkt und düpierte damit Mainz’ Keeper Finn Dahmen. Die Mainzer hatten im ersten Durchgang mit dem druckvollen Auftreten des Aufsteigers ihre Probleme. Die Balinger liefen die Nullfünfer von Beginn an hoch an und unterbanden so nicht nur das Kurzpassspiel des FSV, sondern kamen auch zu zahlreichen Ballgewinnen.

Nach der Pause stellte sich die Truppe von Trainer Bartosch Gaul besser auf die Balinger Taktik ein. Das 1:1, laut TSG-Trainer Ralf Volkwein die erste Mainzer Chance, markierte Karl-Heinz Lappe nach Breitenbach-Flanke in der 51. Minute per Kopf. Das zwischenzeitliche 2:1 machte Jannik Mause, der in der 75. Minute an allen Balingern vorbeizog und traf.

War es nun ein verdienter oder aufgrund des späten Ausgleichs doch ein glücklicher Punktgewinn der TSG, zumal die Nullfünfer in den Schlusssekunden noch eine Großchance auf ein mögliches 3:2 vergaben? Oder haben die Schwaben gestern nicht viel eher einen möglichen Sieg aus der Hand gegeben? Volkwein jedenfalls fiel es nach dem Spielende schwer, das 2:2 in Mainz richtig einzuordnen. Und dies konnte man bei diesem Hin und Her durchaus verstehen. „Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, das Spiel für uns zu entscheiden“, sagte Balingens Trainer.

„Andererseits müssen wir am Ende froh sein, dass wir überhaupt noch mit etwas Zählbarem nach Hause fahren dürfen.“ Angepeilt hatte die TSG, die ohne Kapitän Manuel Pflumm – der zog sich im Training einen doppelten Nasenbeinbruch zu – auskommen musste, jedenfalls drei Punkte. „Am Ende steht ein Remis, das wohl beiden Mannschaften nicht so recht weiterhilft“, fand Volkwein, der ein Spiel mit „viel Feuer“ gesehen hatte. „Es war ein aggressives Duell. Beide Teams wussten, worum es geht – es war ein richtiges Kellerduell.“ Der württembergische Aufsteiger ist nach dem ersten Spiel der Rückrunde vom neunten auf den zehnten Tabellenplatz zurückgefallen.

Gaul merkte seiner U 23 in der Anfangsphase „die Verunsicherung an“, sagte er. „Ich glaube, dass diese leichten Fehler, die meine Jungs zunächst gemacht haben, in unserer aktuell schwierigen Situation absolut menschlich sind“, meinte der Mainzer Coach, dessen Elf nun seit neun Spielen ohne Sieg ist. Dennoch habe seine Truppe, der zuletzt zuweilen eine fehlende Einstellung vorgeworfen wurde, Moral gezeigt, habe gekämpft und sich den Punkt nach Rückstand und in Unterzahl – Charmaine Häusl hatte in der 66. Minute die Ampelkarte kassiert – redlich verdient. „Ich kann meinen Jungs nur ein Kompliment machen: Sie haben sich voll reingeworfen. Das war mehr als 100 Prozent.“

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