Mit elf Punkten beenden Kapitän Nils Schuon & Co. das Jahr 2020, in dem bereits drei Rückrundenspiele stattfanden. Wenn es dann Ende Februar wieder weiter geht, warten nur noch 14 von 34 Partien, um den drohenden Abstieg zu verhindern.

„Wir haben überhaupt nicht schlecht angefangen, ich fand uns in der ersten halben Stunde sogar besser“, gab Patrick Lauble zu Protokoll und hatte damit nicht Unrecht.

Mangelhafte Chancenverwertung

Immer wieder liefen die Eyachstädter ihre blau gekleideten Gegenspieler früh und aggressiv an. Die Folge waren Ballgewinne im letzten Spielfelddrittel, die nicht selten zu großen Möglichkeiten oder aussichtsreichen Freistoßsituationen führten. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann war es die mitunter klägliche Chancenverwertung.

So geschehen bei der ersten Torannäherung der TSG. Ein Freistoß aus dem Halbfeld führte aber nicht zu einer klaren Möglichkeit, obwohl die Walldorfer das Spielgerät erst im dritten Anlauf klären konnten (10. Minute).

Binanzer verhindert Gegentor

Auf der anderen Seite hätte es nach 14 Minuten 1:0 stehen müssen. Giuseppe Burgio lief alleine auf Balingens Torhüter Marcel Binanzer zu, der mit einem starken Reflex den Rückstand verhinderte. Ein Querpass auf den mitgelaufenen André Becker wäre in diesem Fall die bessere Entscheidung gewesen.

Die beste Gelegenheit zur Führung bot sich Lauble in der 29. Minute, als ihm vier Meter vor dem Tor der Ball vor die Füße fiel. Balingens Stürmer versuchte es mit Gewalt, Walldorfs Linksverteidiger Luca Stellwagen warf sich in den Schuss und klärte spektakulär zur Ecke.

Führung vor der Pause

Kurz vor der Pause glückte den Gastgebern ein Pass durch die Schnittstelle der Abwehr, der die Grundlage zum 1:0 bildete. Dieses Mal bediente Andreas Müller Minos Gouras, der frei vor dem Torhüter die Übersicht bewahrte und den mitgelaufenen Becker bediente, der ohne Probleme einschob (39.).

Hausherren am Drücker

Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm Walldorf das Heft in die Hand. Balingen reagierte zumeist nur, folgerichtig stand es fünf Minuten später 2:0. Gouras setzte einen 20-Meter-Schuss an den Pfosten, den Abpraller verwertete Jimmy Marton humorlos.

Keinesfalls geschlagen gab sich die TSG. Der eingewechselte Denis Ep- stein traf aus zehn Metern den Außenpfosten (67.). Im letzten Moment klärte Walldorfs Torhüter Nicolas Kristof gegen Lauble, der von Lukas Foelsch exzellent in Szene gesetzt wurde (75.). „Die Winterpause wird uns guttun, um den Reset-Knopf zu drücken und mit frischen Kräften in die Vorbereitung zu starten“, sagte Lauble hinterher im Kabinengang.

Becker legt nach

Im Gegensatz zu den einmal mehr abschlussschwachen Balingern, schlugen die Gastgeber in der Schlussphase eiskalt zu. Zuerst bereitete Gouras auch das dritte Tor vor, zum zweiten Mal an diesem Nachmittag für Becker (79.).

Kurz darauf ließ Müller zwei Gegenspieler stehen und bediente Becker, der sein 17. Saisontor zum 4:0 folgen ließ (82.).

Rippenbruch bei Schmitz

Mehr als gelegen kommt die Winterpause für Matthias Schmitz. Der Innenverteidiger hatte sich in einem Zweikampf nach rund einer Stunde im Anschluss an eine Ecke unglücklich einen Rippenbruch zugezogen und musste umgehend ausgewechselt werden. Bei einem normalen Heilungsverlauf sollte er zum Vorbereitungsstart wieder zur Verfügung stehen.