Straßberg/Balingen Landesliga: Straßberg souverän, Balingen 2 verliert

Trotz bereits gesichertem Klassenerhalt gab Straßberg auch gegen Eschach alles und belohnte sich mit einem 4:1-Erfolg. Im letzten Saisonspiel geht es nun noch zum Absteiger TSV Heimenkirch.
Trotz bereits gesichertem Klassenerhalt gab Straßberg auch gegen Eschach alles und belohnte sich mit einem 4:1-Erfolg. Im letzten Saisonspiel geht es nun noch zum Absteiger TSV Heimenkirch. © Foto: Moschkon
Straßberg/Balingen / Matthias Zahner/Michael Schneider 04.06.2018

Weiter auf dem sechsten Tabellenplatz steht der TSV Straßberg nach dem Wochenende. Durch den 4:1-Heimsieg gegen den TSV Eschach hat die Elf von Trainer Oliver Pfaff nun 43 Punkte auf dem Konto.

„Aufgrund des Spielverlaufs war der Sieg auch in der Höhe verdient“, analysierte Pfaff, der gegen den Tabellenletzten und nun feststehenden Absteiger offensiver als sonst agieren ließ. Seine Mannschaft schaltete von Beginn an in den Angriffsmodus. Die Gäste klärten den Ball vor die Füße von Franz Hahn, der beförderte die Kugel aber übers Tor (3. Minute). Holzmann bediente zwei Minuten später Marcel Kosic, dessen Schuss zunächst am Pfosten und dann bei Raffael Keinath landete. Der traf trocken zur 1:0-Führung.

Ausgangspunkt der ersten Gäste-Chance war ein zu kurzer Rückpass von Marc-Philipp Kleiner. Tobias Weiß' Schuss rettete Lucas Beyer auf der Linie (6.). In der zwölften Minute hatte Kosic wieder Aluminium-Pech, im Gegenzug prüfte Benedikt Böning Christopher Kleiner aus der Distanz. Straßberg hatte das Spiel im Griff, war aber etwas zu passiv. Ein Fernschuss von Weiß nahm kurz vor Kleiner eine tückische Richtungsänderung. Der TSV-Keeper konnte den Ball nicht festhalten und Böning staubte zum 1:1 ab (23.). „Ein Tor aus dem Nichts“, meinte Pfaff. 60 Sekunden später hätte Kosic den alten Abstand wiederherstellen müssen. Straßberg war nun weiter am Drücker. Nach Pass von Hahn war Keinath frei durch, wollte es aber zu schön machen und legte noch mal quer auf Kosic, der den Ball zwar diesmal im Tor unterbrachte – aber im Abseits stand (28.).

Nun nahm Straßberg etwas den Fuß vom Gas. Dadurch kamen die Gäste besser ins Spiel und hätten durch Alexander Höss um ein Haar die Führung erzielt. Nach einem Eckball strich sein Versuch aus kurzer Distanz am Pfosten vorbei (34.). Das gab dem TSV Eschach, dem nur ein Sieg im Rennen um den Klassenerhalt weitergeholfen hätte, Mut – doch Straßberg blieb bei Kontern stets gefährlich, spielte die aber nicht präzise genug zu Ende. „Das Entscheidende heute war, dass wir nach der Halbzeit zügig das 2:1 und dann das 3:1 gemacht haben“, resümierte Pfaff. Kosic sorgte in der 49. Minute im Liegen für das 2:1. Nur sechs Minuten danach war das Spiel gelaufen, nachdem Hahn einen Foulelfmeter souverän verwandelte. Die Gegenwehr der Gäste war nun gebrochen. Kaan Altinsoy, Mario Vonthron und Benedikt Maisch hätten auf 4:1 erhöhen können. Doch Altinsoy setzte zu hoch an (58.), Vonthron scheiterte an Patrick Rebstock im Eschacher Tor (62.) und Maisch traf aus der Drehung nur den Pfosten (80.). Aber auch die Gäste vergaben zwei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Besser machte es Hahn in der 89. Minute und erzielte das 4:1.

Trotz eines 0:2 gegen den FV Ravensburg 2 darf Balingens U23 im Abstiegskampf weiter hoffen.

Eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den vorherigen Partien sorgte für erfreute Gesichter im Lager der Balinger Oberliga-Reserve, Kommandogeber Alexander Schreiner meinte nach dem 0:2 gegen den FV Ravensburg 2: „Unser Spiel war eine Klasse besser als gegen den TSV Berg. Nur hätten wir unsere Chancen nutzen müssen.“ Die Möglichkeiten nutzten schließlich die Ravensburger durch Jonas Klawitter, der sich in beiden Halbzeiten zu später Stunde hellwach zeigte und jeweils in den Nachspielzeiten zum 0:1 und zum 0:2 traf. Allzu lange hielt sich Schreiner an der Pleite nicht auf: „Glück im Unglück. Dank der Konkurrenz. Jetzt kommt es zum Endspiel am nächsten Wochenende.“

Mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt ist die Niederlage für die Balinger wahrlich kein Beinbruch, eher ein blaues Auge. Die Oberliga-Reserve ist Zwölfter, punktgleich mit dem 13. SV Weingarten, dem 14. SV Mietingen und dem 15. TSG Ehingen. Der TSV Eschach und der TSV Heimenkirch sind abgestiegen, ebenso Weingarten, das schon alle Spiele absolviert hat. Drei Absteiger stehen schon fest, bleiben demnach noch der vierte direkte Absteiger und der Teilnehmer der Abstiegsrelegation. „Wir haben es noch in der Hand, da von der Verbandsliga kein Absteiger zu uns in die Liga kommt“, erklärt Balingens Interimstrainer Schreiner. Die Zahl der Direktabsteiger verringert sich also von fünf auf vier. Die Eyachstädter liefern sich im Saisonfinale demnach ein Fernduell mit Mietingen und Ehingen.

Aller Voraussicht nach kann das Perspektivteam im Finale nicht mehr auf die Torjägerqualitäten von Stefan Vogler zurückgreifen. In Ravensburg stand der 27-Jährige der U 23 zur Verfügung und warf nach langer Verletzungspause alles in die Waagschale. „Fit ist er“, attestierte Schreiner Vogler, der in den vergangenen zwei Oberliga-Spielzeiten wegen einer Knieverletzung lediglich zu 14 Einsätzen kam. Zwischenzeitlich rückte Vogler aufgrund seines Ausfalls und seiner sportwissenschaftlichen Kenntnisse gar ins Trainerteam, ehe er sich sukzessive ins Oberliga-Team zurückkämpfte und im Mai drei Treffer erzielte und ein Tor vorbereitete. „Leider hat er am Wochenende bereits einen Termin“, bedauert Schreiner Voglers Ausfall. „Ich bin ihm dankbar, dass er ausgeholfen hat.“

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