Die Partie wurde mit Spannung erwartet, der Letzte empfing den Vorletzten. Doch am Ende war es eine klare Sache für die Gäste aus Weingarten, mit 4:0 fertigten sie die Wollensack-Kicker aus Trillfingen ab.

Schwaches Zweikampfverhalten

Spielertrainer Dennis Söll war privat verhindert und so übernahm sein Co Rico Müller das Kommando. „Uns war eigentlich die Bedeutung der Partie bewusst“, so der ehemalige Erlaheimer. Doch aller Optimismus wurde bereits nach 30 Sekunden zerschlagen: Vom Anspiel weg, kam der Ball bei Weingartens Patrick Onuoha an, und der brachte die Gäste prompt in Führung. „Dann gehen natürlich die Köpfe erst mal runter, vor allem in der Situation, in der wir uns gerade befinden“, weiß Müller.

Das spiegelte sich auch beim 0:2 wider, „da ist dann einfach das Zweikampfverhalten schwach“, monierte der 27-Jährige. Erneut war Onuoha zur Stelle und ließ Andre Krause im TSV-Kasten keine Chance. Im Anschluss rafften sich die Trillfinger nochmals auf, „wir hätten ein Tor verdient gehabt und haben uns zwei, drei gute Chancen herausgespielt“. Aber anstatt den Vorsprung zu verkürzen, lief die Müller-Elf kurz vor der Halbzeit in einen Konter. Onuoha war an diesem Nachmittag nicht zu bremsen und markierte einen lupenreinen Hattrick.

Erneurt in den Konter

Nach Wiederanpfiff bot sich dasselbe Bild, die Gäste aus Weingarten hatten das Geschehen im Griff – und kamen folgerichtig in der 68. Minute zu ihrem nächsten Treffer. Der Torschütze war wieder Patrick Onuoha. Erneut liefen die Trillfinger in einen Konter, SVW-Kapitän Martin Bleile war frei durch und bewahrte vor dem Kasten den Überblick, legte quer für den Mann des Tages. Dieser hatte natürlich leichtes Spiel und drückte den Ball zwei Meter vor dem Kasten lässig über die Linie. Nun spielte es Weingarten souverän herunter und ließ nichts mehr anbrennen, sammelte somit den ersten „Dreier“ in der laufenden Saison ein, während die Trillfinger nach wie vor punktlos sind.

Kehlen steht unter Zugzwang

Rico Müller wollte sich nach der Partie dennoch nicht aufgeben: „Die Mannschaft hätte es einfach mal verdient, für die Mühe belohnt zu werden. Aber wir werden weitermachen und nächste Woche in Kehlen versuchen, das Punktekonto aufzustocken.“ Denn auch Kehlen steht gehörig unter Zugzwang, hat ebenfalls erst zwei Punkte auf der Habenseite. Dominik Volk

TSV Trillfingen: Andre Krause; Reto Kolb, Adrian Stehle, Wütz, Levi Kolb (75. Bogenschütz), Heller, Kai Krause, Dürr (85. Illi), Müller, Schneider (63. Schumacher), Philip Stehle.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Onuoha (1., 16., 44., 68.).

Schiedsrichter: Soner Celkin (Nürtingen).

Zuschauer: 200.