FC 07 Albstadt - SV Mietingen 4:1 (2:0).

Der Albstädter Landesliga-Auftakt ist gelungen. Vor heimischer Kulisse waren die Blau-Weißen mit 4:1 (2:0) über den SV Mietingen erfolgreich. Dennoch: Der FC07 muss sich markant steigern – und zwar schnell.

Gegen den Aufsteiger setzte Alexander Eberhart auf eine arrivierte Achse: Sieben verbandsligaerfahrene Akteure bildeten das Gerüst der Nullsiebener, ergänzt von den externen Neuzugängen Denis Banda, Kevin Schneider und Richard Titer. Der frühere U 23-Torhüter Chris Leitenberger trat die Aller-Nachfolge an.

FC 07-Neuzugang trifft zum 1:0

Erwartungsgemäß generierten die Blau-Weißen lange Ballbesitzzeiten – wirklich zwingend waren die Albstädter Aktionen allerdings in Durchgang eins nur selten. Stark kombinierte sich der FC 07 über die rechte Seite durch, doch Hakan Aktepe verfehlte den Kasten von Dominik Gertler nach einer Banda-Flanke deutlich (4. Minute). Machtlos war der Mietinger Keeper in der achten Minute. Wiederum machte die Eberhart-Elf mächtig Tempo. Schneider passte präzise auf Banda. Der Montenegriner netzte flach aus zehn Metern.

Klug von FC 07-Kapitän Armin Hotz in Szene gesetzt, traf Hakan Aktepe aus zehn Metern. Pech, dass Hotz nach einer feinen Ballstafette den dritten Albstädter Treffer verpasste.

Eberhart: „ein Arbeitssieg“

Chancenlos war der SVM-Torspieler gegen einen Schneider-Kopfball aus kurzer Distanz (49.). Überlegt flankte Sebastian Schetter in die Box, wo der bullige Angreifer völlig frei stand.

Eine kurzzeitige Orientierungslosigkeit der Albstädter Abwehr bestrafte der Aufsteiger. Noah Gnandt traf aus sieben Metern (62.). Mietingen war präsenter, wirkte frischer. Doch Albstadt machte den Deckel drauf. Einen Lukovnjak-Eckball wuchtete Didar Muhedeen per Kopf in die Maschen (82.). „Ein Arbeitssieg“, bilanzierte Alexander Eberhart und sein Gegenüber Reiner Voltenauer ergänzt: „Das Ergebnis fühlt sich höher an, als es war.“

FC 07 Albstadt: Leitenberger; Dahlke, Akbaba, Hakan Aktepe (63. Muhedeen), Endriß (74. Lukovnjak), Akin Aktepe, Schetter, Banda (46. Odradovic), Schneider, Armin Hotz, Titer.

Tore: 1:0 Banda (8.), 2:0 H. Aktepe (35.), 3:0 Schneider (49.), 3:1 Gnandt (62.), 4:1 Muhedeen (82.).

Schiedsrichter: Tobias Burger (Ehingen).

Zuschauer: 230.

TSV Trillfingen - SV Ochsenhausen 2:3 (2:0).

Bei der Landesliga-Premiere reichte es für den TSV Trillfingen nicht für Zählbares. Der Aufsteiger erwischte gegen den SV Ochsenhausen zwar einen guten Start, verspielte dann aber die Führung.

Trillfingen gelingt Start nach Maß

Den Aufstieg in die Landesliga schafften die Trillfinger in der Vorsaison vor allem dank einer starken Rückrunde – und eines erfolgreichen Relegationsmarathons. Nun wartete unter dem neuen Spielertrainer Dennis Söll der erste Auftritt in der Landesliga. Dabei gelang dem Neuling tatsächlich ein Start nach Maß: Nach 17 Minuten brachte Söll seine Farben mit dem ersten Landesliga-Tor der Trillfinger Vereinshistorie mit 1:0 in Front.

Ochsenhausen wusste mit dem Ballbesitz nichts anzufangen und verrannte sich oft in der gut stehenden TSV-Defensive. Nach etwas mehr als einer halben Stunde folgte dann der umjubelte zweite Streich der Söll-Truppe: Kai Krause brachte einen Eckball scharf nach innen, Ochsenhausens Thilo Denzel fälschte den Ball ins eigene Gehäuse ab – 2:0 (35. Minute).

Die Gastgeber hatten gar noch die Chancen, weiter zu erhöhen, ehe kurz vor dem Seitenwechsel die kalte Dusche folgte. Manuel Mohr netzte zum 1:2-Anschlusstreffer ein (45.).

TSV am Ende mit leeren Händen

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff bekamen die Gäste einen Strafstoß zugesprochen. Burak Kesici ließ sich nicht zweimal bitten und glich zum 2:2 aus (55.). Letztlich war es SV-Akteur Halil Ayhan, der das Spiel mit seinem Tor zum 3:2 endgültig drehte (70.). Die Trillfinger versuchten, mit einer Schlussoffensive noch mal zu kontern – hatten an diesem Tag aber nicht mehr die richtige Antwort parat. So stand man trotz einer achtbaren Premiere mit leeren Händen da.

TSV Trillfingen: Niklas Krause; Reto Kolb, Wütz, Levi Kolb, Heller, Kai Krause, Dürr (67. Jan Schumacher), Tim Schumacher (78. Bogenschütz), Müller, Söll, Philipp Stehle (52. Rauscher).

Tore: 1:0 Söll (17.), 2:0 Denzel (35./Eigentor), 2:1 Mohr (45.), 2:2 Kesici (55./Elfmeter), 2:3 Ayhan (70.).

Schiedsrichter: Stefan Kohler (Lehr).

Zuschauer: 200.


FV Bad Schussenried - TSV Nusplingen 5:1 (2:0).

Fünf Chancen, fünf Tore so lautete die effektive Bilanz des FV Bad Schussenried. Der Zollern-Meister TSV Nusplingen hielt zwar gegen sein Pendant aus dem Bezirk Donau gut mit, machte aber zu viele Fehler, um Punkte aus Oberschwaben mitzunehmen.

Elfmeter nach 90 Sekunden

90 Sekunden waren gespielt, als Nusplingens Innenverteidiger Andreas Mauch im eigenen Strafraum seinem Gegenspieler in die Beine lief und Schiedsrichter Michael Hilebrand auf den Punkt zeigte. FV-Torjäger Felix Bonelli nahm das Elfmeter-Geschenk dankend an und verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (3. Minute). „Das Spiel ging schlecht los. Nach dem Gegentor sind unsere Köpfe erstmal nach unten gegangen“, berichtet TSV-Trainer Enrico Sisto.

Sein Team brauchte ein paar Minuten, um den Schock zu verdauen, und hatte in der zehnten Minute die Chance auf den Ausgleich: Nach einem Eckball von TSV-Kapitän Christoph Mengis köpfte Jonas Henne auf Tino Butz, der aus kurzer Distanz FV-Torwart Florian Harsch direkt in die Arme schoss.

Schussenried erhöht auf 2:0

Statt 1:1 stand es in der 18. Minute 2:0: Bonelli legte quer auf Sebastian Wildenstein und brauchte „aus stark abseitsverdächtiger Position“ (O-Ton Sisto) nur noch einzuschieben. Die Gäste spielten in der Folge gefällig, hatten auch lange Ballbesitzzeiten, alleine die Durchschlagskraft in der Offensive fehlte.

Auch nach der Pause waren die Heuberger aktiver, Henne verzog aus spitzem Winkel nur knapp (53.). 120 Sekunden später verloren die Rot-Weißen den Ball in der Vorwärtsbewegung, Schussenried schaltete schnell um und Wildenstein erzielte das 3:0. „Wir müssen unsere Fehler schleunigst abstellen“, konstatierte Sisto. Nach Vorarbeit von Tino Butz brachte der eingewechselte Christian Butz den TSV per Kopf auf 1:3 heran (67.), sodass bei Nusplingen nochmals Hoffnung aufkeimte.

Sisto: verdient, aber zu hoch

Doch Bonelli machte mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 den Deckel auf die Partie (73.). „Danach war die Luft raus“, erzählt der TSV-Trainer. Mengis traf kurz drauf nur die Latte (80.). In der Schlussphase erhöhten die Hausherren sogar auf 5:1 (86.). „Es war ein verdienter Sieg für Bad Schussenried, weil sie eiskalt ihre Chancen genutzt haben. Allerdings ist er zu hoch ausgefallen“, resümierte Sisto.

TSV Nusplingen: Sebastian Moser; Villing (78. Ritter), Frech (58. Siber), Mauch, Strobel, Henne, Schmieder, Tino Butz, Mengis, Decker (64. Dreher), Walz (58. Christian Butz).

Tore: 1:0 Bonelli (3./Elfmeter), 2:0, 3:0 Wildenstein (18., 55.), 3:1 C. Butz (67.), 4:1 Bonelli (73.), 5:1 King (86.).

Schiedsrichter: Michael Hilebrand (Kressbronn).

Zuschauer: 200.

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