Wie erwartet hat die Leitung der Regionalliga die Saison abgebrochen und nach der Quotientenregel gewertet: Der 1. FC Saarbrücken steigt in die 3. Liga auf. Weil der Abstieg ausgesetzt wird, hält die TSG Balingen als Tabellenvorletzte die Klasse.

Entscheidung am Dienstagabend

Nun ist es spruchreif: Die TSG Balingen bleibt in der Fußball-Regionalliga Südwest. Das steht seit Dienstagabend fest. Da erreichte Balingens Geschäftsführer Jan Lindenmair und die Kollegen der insgesamt 18 Südwestklubs eine schriftliche Mitteilung von Sascha Döther, mit der der Regionalliga-Geschäftsführer die Vereine über den Saisonabbruch zum 30. Juni informierte. Da bis dahin aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr gekickt werden kann, ist die Saison damit faktisch jetzt schon beendet.

Wertung nach Quotientenregelung

Mit Spannung war erwartet worden, wie die Ligaleitung die Spielzeit nun sportlich werten wird. Und es kam wie erwartet: Der 1. FC Saarbrücken steigt als Meister der Südweststaffel in die 3. Liga auf. Der Tabellenerste behält diese Position auch nach Anwendung der Quotientenregelung (Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele). Vier Mannschaften aus der Oberliga dürfen zudem aufsteigen, sodass sich der Abstiegskampf zur neuen Runde nochmals verschärfen dürfte. Eintracht Stadtallendorf, KSV Hessen Kassel (beide Hessenliga), TSV Schott Mainz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) und der VfB Stuttgart 2 (Oberliga Baden-Württemberg) spielen künftig (wieder) gegen Balingen. Gleichzeitig wird der Abstieg ausgesetzt, wovon die TSG nun profitiert.

Klassenerhalt trotz magerer Ausbeute

Denn die Balinger konnten in bislang 23 Spielen lediglich elf Zähler holen, beenden die Saison damit Tabellenvorletzte. In den letzten elf Spielen hätten sie mindestens 14 Punkte aufholen müssen. Kaum zu glauben, dass dies der Mannschaft um Cheftrainer Martin Braun noch gelungen wäre. Insofern hat die Corona-Pandemie die Schwaben gewissermaßen vor dem Abstieg gerettet.
„Wir sind demütig und dankbar, dass die Entscheidung der Regionalliga GbR nun so ausgefallen ist“, sagte Lindenmair am Dienstagabend. „Wir wissen, dass es sportlich immens schwer geworden wäre, noch in der Liga zu bleiben. Wir hatten Glück.“
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Hechingen

Kapitän Nils Schuon zurück nach Nagold

Die TSG darf damit für ein drittes Jahr in der 4. Liga planen. Dies ohne Kapitän Nils Schuon, dessen Abgang zu Wochenbeginn bekannt wurde. Der 28-Jährige wird nach sechs Balinger Jahren zu seinem alten Klub VfL Nagold (Landesliga) zurückkehren. „In Balingen hatte ich sehr schöne und erfolgreiche Jahre und konnte tolle Erfahrungen sammeln“, wird Schuon auf der Nagolder Internetseite zitiert. Er habe einige Angebote gehabt, sich aber den VfL entschieden, „weil ich das Umfeld bereits kenne und der Verein seit Jahren tolle Jugendarbeit leistet“. Unterdessen betonte Lindenmair, dass bei Patrick Lauble und Marc Pettenkofer noch keine finale Entscheidung gefallen sei, wenngleich die Zeichen offenbar auf Abschied stehen. Beide Spieler liebäugeln mit einem Vereinswechsel, wollen wie auch Schuon aus beruflichen Gründen kürzertreten. Auch ist die Zukunft von Pablo Gil in Balingen noch nicht geklärt.