Zollernalbkreis Bezirkspokal: Triumph für Erlaheim

Dank einer kämpferischen Leistung durfte A-Ligist Pfeffingen gegen Erlaheim bis zum Schluss auf den Pokalsieg hoffen. Im Elfmeterschießen machte der Bezirksligist den Sieg dann aber perfekt.
Dank einer kämpferischen Leistung durfte A-Ligist Pfeffingen gegen Erlaheim bis zum Schluss auf den Pokalsieg hoffen. Im Elfmeterschießen machte der Bezirksligist den Sieg dann aber perfekt. © Foto: Moschkon
Zollernalbkreis / Marcus Arndt 01.06.2018

Ein Klassenunterschied war auf dem Sportgelände in Frommern nicht zu sehen. Im Gegenteil: Der Kreisligist aus Pfeffingen verlangte dem klassenhöheren Erlaheim alles ab. Am Ende fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen.

In einem unglaublich intensiven Pokalfinale schaffte der favorisierte Bezirksligist aus Erlaheim am Donnerstagnachmittag nach einem 0:1-Rückstand noch die Ergebniswende. Fabio Müller verwandelte den entscheidenden Elfer zum 6:4 (1:1, 1:1, 1:1).

„Eine nervenaufreibende Geschichte“, sagte Erlaheims Trainer Gerd Schneider, „vor einer sauberen Kulisse.“ Der atmete nach dem Erfolg im Elfmeterschießen erst einmal kräftig durch: „Das war eine enge Kiste. Pfeffingen hat uns alles abverlangt, hat nicht viel zugelassen. Aber wir wussten um unsere Stärken vom Punkt.“

Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde mit leichten Vorteilen für die Eichberg-Elf steigerte sich der Kreisligist, kombinierte schnell und direkt über die starke linke Seite – wirklich gefährlich waren die Aktionen der Mannschaft von Coach Marc Haasis aber nicht. Anders die Rot-Weißen, welche sich eine ganze Reihe von Standards generierten.

Allerdings gingen die Albstädter in Führung. Einen Freistoß von Steffen Kopp aus 25 Metern fälschte die Erlaheimer Mauer unglücklich ab – und auch Keeper Stefan Schnitzler machte keine gute Figur (25. Minute). Den haltbaren Schuss lenkte er selbst in die eigenen Maschen ab. Kollektive Schockstarre beim Bezirksligisten, der in der Folge nicht mehr stattfand. Pfeffingen war nun am Drücker, investierte mehr und kam zu Möglichkeiten. Ein weiterer Freistoß von Kopp ging hauchdünn vorbei (29.). „Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen“, forderte Schneider, welcher überhaupt nicht einverstanden war mit dem ideenlosen Auftritt seiner Truppe. Diese fand gegen defensiv starke Blau-Weiße keine Lösungen, versuchte es immer wieder vergebens aus der Distanz. Auf der Gegenseite kam Pascal Schneider zweimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, vertändelte aber das Spielgerät (33., 35.).

Haasis haderte – nicht ohne Grund. Denn Erlaheim egalisierte noch in Durchgang eins. Erst jagte Fabio Müller einen Freistoß von der Strafraumgrenze weit drüber (37.) und nur 180 Sekunden später verfehlte Pascal Eith nach einer feinen Ballstafette den Pfeffinger Kasten knapp. Kurz vor der Pause dann der Ausgleich. Wiederum klärte die Defensivabteilung des Kreisligisten nicht konsequent und nach einem Kopp-Foulspiel entschied Schiedsrichter Thomas Glantz (Rottweil) auf Elfmeter. Unbeeindruckt von hitzigen Diskussionen auf dem Platz und wütenden Protesten der Pfeffinger Fans verwandelte Fabio Müller ganz souverän, narrte FCP-Torhüter Bastian Scherzinger und netzte zum 1:1 (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Erlaheim ein klares Chancenplus, doch Kevin Busch (63.) traf ebenso wenig wie seine Teamkollegen Pascal Eith (74.), Fabio Müller (72.) und Johann Ott (88.). Und so ging es bei sommerlichen Temperaturen in die Verlängerung, welche ebenfalls torlos blieb. „Wir haben über 120 Minuten sehr diszipliniert nach hinten gespielt und wenig zugelassen“, bilanzierte Haasis zufrieden. Er fügte hinzu: „Elfmeterschießen ist immer Glückssache.“ Das hatte der Ex-Landesligist vom Kleinen Heuberg, der erstmals in der Vereinsgeschichte den Bezirkspokal gewonnen hat.

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