Zollernalbkreis Bezirksliga: Dotternhausen ist Meister

Wer Meister wird, kommt um die obligatorische Bierdusche nicht drumherum.
Wer Meister wird, kommt um die obligatorische Bierdusche nicht drumherum. © Foto: Moschkon
Zollernalbkreis / Marcus Arndt 11.06.2018

Im Saisonfinale der Fußball-Bezirksliga sichert sich der SV Dotternhausen am Samstagnachmittag die Meisterschaft. Die Nullnummer (0:0) beim Verfolger SV Gruol blieb ohne Konsequenzen für das Team des Trainerduos Weiß/Mauz.

Die Fünf-Tore-Hypothek war doch zu groß für den ehemaligen Landesligisten vom Freihof, der nun am Mittwoch in die Aufstiegsspiele zur Landesliga geht. Erster Gegner für die „Blauen-Weißen“ aus der Haigerlocher Teilgemeinde ist der Vizemeister aus dem Bezirk Donau: die Sportfreunde Hundersingen.

„Wir haben eine geile Saison gespielt“, blickt Gruols Co-Trainer Andreas Kohle zufrieden zurück, „ein 5:0 wäre ein Traum gewesen. Aber ich habe den Jungs gesagt, dass sie das Ergebnis ausblenden sollen. Schade, dass Dotternhausen schon nach fünf Minuten auf Zeit gespielt hat…“

Der Meister lief in Gruol wenig zu, arbeitete effektiv gegen den Ball und konterte gefährlich. „Wir wollten nicht verlieren“, betont SVD-Spielertrainer Matthias Mauz, „wir wussten, dass es kein schönes Spiel wird.“ Ohne Zweifel investierte der Tabellenzweite mehr, ging konsequent in die Zweikämpfe. „Wir sind recht entspannt an die Sache herangegangen“, verrät der 26-Jährige, „das hat uns über die gesamte Saison hinweg ausgezeichnet.“

Obwohl Schiedsrichter Florian Guth (Riedlingen) die Partie nach starken Gewittern erst mit 60 Minuten Verspätung anpfiff, blieben die Grün-Weißen ruhig, hatten kurz vor der Pause sogar die Chance zur Führung. Geschickt setzten die Gäste ihre schnellen Angreifer ein, welche auf dem tiefen Boden die Defensivabteilung der Freihof-Kicker vor große Probleme stellten.

Doch Danny Sumser (19. Minute, 37.) sowie Julian Rontke (40.) trafen nicht. Kurz vor dem Gang in die Kabine passte David Schnekenburger präzise in die Mitte, Felix Schairer verpasste die Kugel jedoch knapp (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Gruol wieder längere Ballbesitzzeiten – wirklich zwingend waren die Aktionen der Kohle-Truppe aber nicht. „Wir hatten richtig Bock auf dieses Spiel“, so Kohle, „vielleicht wäre es noch einmal spannend geworden, wenn mal ein Ball reinfällt.“

Doch auch die zweiten 45 Minuten blieben torlos und so stand es am Ende 0:0. „Spielerisch war nicht viel möglich“, analysiert Mauz, „aber nun sind wir Meister – damit hat vor der Runde niemand gerechnet.“ Bereits Minuten vor dem Abpfiff packte Dotternhausen hellgrüne Shirts mit dem passenden Motto aus: „Plötzlich Meister…“

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