Harthausen Bezirksliga: Abbruch nach dramatischem Zwischenfall

Ein dramatischer Zwischenfall führte in der Partie zwischen dem TSV Harthausen und der SG Nusplingen/Obernheim zum Spielabbruch. Jonas Henne (links) hatte die Heuberger in der 45. Minute in Front gebracht.
Ein dramatischer Zwischenfall führte in der Partie zwischen dem TSV Harthausen und der SG Nusplingen/Obernheim zum Spielabbruch. Jonas Henne (links) hatte die Heuberger in der 45. Minute in Front gebracht. © Foto: Eibner
Harthausen / Matthias Zahner 27.08.2018
Die Partie zwischen dem TSV Harthausen und der SG Nusplingen/Obernheim vom Sonntag wird wohl wiederholt.

So einen Ausgang wünscht sich niemand. Harthausens Philipp Schuth lag in der 65. Minute regungslos auf dem Spielfeld. „Seine Lippen sind blau angelaufen“, berichtete TSV-Trainer Wolfram Ringwald sichtlich schockiert von der Situation.

Ohne Fremdeinwirkung ging Schuth plötzlich zu Boden, streckte krampfend die Beine in die Höhe, die Spieler auf dem Platz verlangten sofort nach einem Krankenwagen – eine dramatische Szene. Sein Zustand stabilisierte sich, wenig später war er wieder ansprechbar, wurde aber mit dem Hubschrauber nach Tübingen geflogen. Beide Teams hatten sich zunächst darauf geeinigt, weiterzuspielen. „Aber weil der Hubschrauber kommen musste, hat der Schiedsrichter das Spiel abgebrochen“, erzählte Ringwald. Nun entscheidet das Schiedsgericht, wie es sportlich weitergeht. „Wir gehen davon aus, dass das Spiel neu angesetzt wird“, sagte Gästetrainer Thomas Essigbeck, dessen Team bis zum Spielabbruch mit 1:0 in Front lag.

Jonas Henne hatte nach einer starken Einzelaktion von Martin Siber den Treffer für Nusplingen/Obernheim erzielt. Die Heuberger setzten von Beginn an Harthausen unter Druck. Die Hausherren ließen sich aber nicht beeindrucken und waren in den ersten 20 Minuten das bessere Team. „Wir waren am Anfang nicht so aggressiv“, wusste Essigbeck. Die Folge: Der TSV gewann mehr Zweikämpfe und hatte in der zehnten Minute die erste nennenswerte Aktion, als Philipp Koch das SG-Tor knapp verfehlte. Die Harthausener Routiniers Ralf Baur und Mario Gläsel kombinierten sich über die rechte Seite durch, letzterer verzog allerdings (17. Minute). Bei Nusplingen/ Obernheim lief nicht viel zusammen, Einzelaktionen prägten das Spiel der Gäste. Nach einem Baur-Eckball bekam Gläsel frei stehend nicht genügend Druck hinter das Leder (22.). „Wir waren viel besser als gegen Ebingen (0:4-Pleite Anm. d. Red)“, so Ringwald. Thomas Rösch schloss anschließend zu zentral ab (27.).

Auf der Gegenseite tauchte Marvin Butz plötzlich frei vor Manuel Rapp auf, sein Lupfer flog dem TSV-Goalie aber direkt in die Arme (28.). Das war die Initialzündung für die Essigbeck-Elf. SG-Angreifer Steffen Moser vergab kurz darauf die bis dato dickste Möglichkeit des Spiels. Nusplingen/Obernheim bekam nun zusehends Oberwasser, kombinierte ansehnlich in die Spitze. Henne scheiterte nach einem Doppelpass mit Steffen Moser am Keeper der Hausherren (41.). Für den Aufwand belohnten sich die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff. Siber nahm es gleich mit drei Gegenspielern auf, zog aus 16 Metern ab, Rapp ließ den Ball vor die Füße von Henne prallen und der brauchte nur noch einzuschieben (45.). „So ein Tor darf man in der Bezirksliga nicht bekommen“, meinte Ringwald.

Besser aus der Kabine kamen die Gäste, Marvin Butz steckte auf Steffen Moser durch, der spielte seinen Schnelligkeitsvorteil gegenüber der TSV-Abwehr aus, hatte aber sein Visier nicht richtig eingestellt (47.). Nur 60 Sekunden später führte wieder eine Kombination über Moser und Siber zum Torabschluss. Das war die letzte gefährliche Situation des Spiels, das nun höchstwahrscheinlich wiederholt wird.

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