Zollernalbkreis Bezirksliga-Quali: Hechingen nimmt erste Hürde

In einer intensiven Begegnung hatte Sladjan Stoilkov (links) den SV Tieringen in Führung gebracht. Erst in den Schlussminuten schaffte der FC Hechingen die Ergebniswende auf dem Lichtenbol und geht nun in die Relegation gegen den FC Winterlingen.
In einer intensiven Begegnung hatte Sladjan Stoilkov (links) den SV Tieringen in Führung gebracht. Erst in den Schlussminuten schaffte der FC Hechingen die Ergebniswende auf dem Lichtenbol und geht nun in die Relegation gegen den FC Winterlingen. © Foto: Moschkon
Zollernalbkreis / Marcus Arndt 18.06.2018

Der erste Schritt ist gemacht. Nach dem knappen 2:1(0:1)-Arbeitssieg über tapfere Tieringer trifft der FC Hechingen am kommenden Sonntag auf den FC Winterlingen, kämpft um den letzten Platz in der Fußball-Bezirksliga.

„Wir waren sehr nervös“, gesteht Jan Dehner ein, „haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden.“ In der Schlussphase schaffte der A 2-Vize noch die Ergebniswende. Der Co-Trainer des FC glich mit einem Traumfreistoß aus 20 Metern aus (83. Minute), ehe in der Nachspielzeit Ekrem Hajra mit seinem Treffer die Zollernstädter erlöste. „Kompliment an das Team“, sagt Dehner, „wir haben mehr Willen gezeigt als der Gegner.“

Die Heuberger forderten Hechingen auf dem Lichtenbol allerdings alles ab. Dennys Noll sorgte vor 300 Zuschauern für den ersten Aufreger, foulte Fabian Frigan rüde (4.). Sichtlich angeschlagen leistete sich der Tieringer nur Sekunden später einen einfachen Ballverlust, der ohne Konsequenzen für den Dritten der Kreisliga A 1 blieb. Das Team um Spielertrainer Luigi Favella befreite sich langsam aus der Umklammerung des FC, arbeitete dann aber effektiv gegen den Ball und ließ wenig zu. Nach zwölf Minuten konterte Tieringen erstmals gefährlich. Maurizio Ricciardi holte Salvatore Cerabona von den Beinen – die Freistoßchance verpuffte jedoch.

Auch in der Folge blieb es ein intensives Duell ohne große Höhepunkte. Nach einer feinen Tieringer Ballstafette hatte Cihat Korgut aus 16 Metern die Möglichkeit zur Führung, er verpasste das Gehäuse des ambitionierten Zollern-Klubs aber knapp. FC-Keeper Savvas Spyridopoulos erlebte vor-erst einen ereignisarmen Nachmittag. Auch auf der Gegenseite passierte wenig. Hechingen hatte zwar lange Ballbesitzzeiten – wirklich zwingend waren die Aktionen der Mannschaft von Coach Stefan Ermantraut aber nicht. Erst nach der Tieringer Führung – Sladjan Stoilkov hatte aus kurzer Distanz getroffen (22.) – wurde das Entscheidungsspiel besser. Hechingen riskierte nun mehr, hätte in der 33. Minute den Ausgleich machen müssen. Aus zwölf Metern kam Gianluca Wagner völlig frei zum Abschluss. Stark lenkte SVT-Torhüter Lukas Diller die Kugel noch um den Pfosten. Der FC haderte – mit sich und auch mit Schiedsrichter Alexander Wintermantel. Kurz vor dem Gang in die Kabine suchte Wagner den Kontakt mit Diller, fiel theatra?lisch – doch der erhoffte Pfiff blieb aus (44.).

33 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte der eingewechselte Bekir Bektas das 1:1 auf dem Fuß, doch Diller war erneut zwischen den Pfosten auf dem Posten. Hechingen machte nun mächtig Druck, während die Favella-Truppe nur noch reagierte. Tieringen wackelte gewaltig, kam nur noch sporadisch in die gegnerische Hälfte. Als einzig echte Spitze setzte Favella kaum noch Akzente. „Es ist immer gefährlich, wenn man nur noch verteidigt“, erklärt Tieringens Trainer, „wir hätten das Ding gerne positiv gestaltet. Doch am Ende war der Tank leer.“ Nach dem Dehner-Ausgleich suchte der FC noch in der regulären Spielzeit die Entscheidung und wurde schließlich belohnt. „Der Gegner hat alles auf eine Karte gesetzt“, so Favella weiter, „der Freistoß bringt sie am Ende zurück ins Spiel.“

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