Nach drei Minuten zeigte die Saarbrücker erstmals ihre Klasse: Fabian Eisele nahm einen lange Ball im TSG-Strafraum an, kombinierte mit Sturmpartner Sebastian Jacob und traf aus der Drehung zur 1:0-Führung. Auf der Gegenseite wurde Lukas Foelschs Schuss geblockt (8. Minute).

1. FCS lässt Chancen ungenutzt

Danach waren die Gäste das klar bessere Team. Mit Fabian Eisele, Jacob und Spielmacher Markus Mendler hatte die TSG-Defensive große Schwierigkeiten. Mendler steckte punktgenau auf Jacob durch, doch der scheiterte am Außenpfosten (15.). Mendler ließ anschließend per Freistoß aus 20 Metern die Latte zittern (23.). „Wir hätten nach 25 Minuten 3:0 führen müssen“, haderte Gäste-Trainer Dirk Lotter.

Balingen berappelte sich und hatte nach einem feinen Schuon-Pass auf Hannes Scherer die Ausgleichschance: Doch der Balinger Angreifer brauchte etwas zu lange, sodass ein Saarbrücker zur Stelle war (29.). Noch einmal war TSG-Torhüter Julian Hauser gefordert, als Jacob aus spitzem Winkel zum Abschluss kam (35.). Saarbrücken nahm nun den Fuß vom Gas – und Balingen wurde mutiger. Erst lenkte FCS-Keeper Daniel Batz einen Schuss von Tobias Dierberger um den Pfosten (40.), war allerdings anschließend beim 1:1 von Scherer machtlos (45.). „Dann war uns klar, dass das hier ein echter Fight werden wird“, meinte Lottner.

Hauser bleibt in der Kabine

Zum zweiten Abschnitt blieb Hauser, der über Übelkeit klagte, in der Kabine. Sein Vertreter Marcel Binazer musste bereits nach 90 Sekunden den Ball aus dem eigenen Netz holen: Mendler hatte die Kugel aus 18 Metern in den Torwinkel geschlenzt. Eisele tauchte erneut alleine vor Binanzer auf, der verkürzte aber geschickt den Winkel (48.).

Balingen war nun aber besser im Spiel: Marco Gaiser köpfte nach einer Schuon-Ecke an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball vor die Torlinie (50.). Nur 60 Sekunden später drückte Foelsch eine Kopfballverlängerung von Scherer über die Linie – 2:2. Wieder war ein gefährlicher Schuon-Eckball vorausgegangen.

Gäste zeigen ihre Qualität

Im Stile einer Spitzenmannschaft schlug Saarbrücken zurück: Eisele setzte sich im Laufduell gegen Carlos Konz durch, hatte den TSG-Innenverteidiger allerdings mit der Hand im Gesicht getroffen. Glaser sah kein Vergehen, Eisele war frei durch, legte quer und der mitgelaufene Jacob brauchte nur noch zum 3:2 einzuschieben (55.).

Es war nun ein offener Schlagabtausch vor 1370 Zuschauer in der Bizerba-Arena. Bei Kaan Akkayas Schuss aus 18 Metern musste sich Batz lang machen (74.). Im direkten Gegenzug scheiterte wieder Mendler an Binanzers Fußabwehr. Saarbrückens Fanol Perdedaj umkurvte in der 88. Minute den TSG-Schlussmann, schoss aber übers Tor.

Die TSG warf nochmals alles nach vorne, doch auch beim letzten Versuch von Schuon aus gut 25 Metern fehlte die Präzision (90.+1). So blieb es beim verdienten Sieg der Saarbrücker. „Es fühlen sich momentan fast alle Spiele gleich an“, sagte ein geknickter TSG-Coach Ralf Volkwein ob der fünften Niederlage in Serie, betonte aber: „Ich kann meinen Jungs aber keinen Vorwurf machen, wir sind 90 Minuten marschiert.“

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