Das erhoffte Heimspiel bleibt aus. Die TSG Balingen trifft im Viertelfinale des WFV-Pokals auf Ligarivale VfR Aalen. Das hat die Auslosung am Freitagmittag im Stuttgarter Hauptbahnhof ergeben. In einem Waggon von Hauptsponsor DB Regio wurden die Kugeln gezogen, „Road to Waldau“ leuchtet orangefarben an der Stelle, wo normalerweise der Zielort des Zuges zu lesen ist. Der Weg ins Finale, das ist nun klar, führt für die TSG Balingen über den VfR Aalen. „Es ist natürlich eine der stärksten Mannschaften, die man hätte ziehen können“, sagt TSG-Geschäftsführer Jan Lindenmair, der es diplomatisch formuliert: „Das hat das Losverfahren an sich. Wir freuen uns, dass wir unter den letzten Acht sind.“

Sieben Spiele, sieben Siege

Die Reaktion des Gegners fiel dagegen deutlicher aus: „Als die ersten vier Mannschaften weg waren, wusste ich, was jetzt passiert...“, sagte VfR-Trainer Tobias Cramer, der für die Ostälbler vor Ort war und betont: „Wir haben Glück im Unglück und dürfen vor heimischen Fans spielen.“ Das hat dem Regionalliga-Konkurrenten aber auch in den letzten Aufeinandertreffen schon keinen Erfolg gebracht: Denn die Aalener, die nach ihrer Insolvenz und dem daraus folgenden Neun-Punkte-Abzug um den sportlichen Klassenerhalt kämpfen, liegen der TSG. In den letzten sieben Spielen ging Balingen siebenmal als Sieger vom Platz. Zuletzt im Dezember 2022 als die Kicker von der Zollernalb mit einem 4:2-Sieg die Winterpause einläuteten.
Wann das Viertelfinale gegen den Ligarivalen und Ex-Klub von Trainer Martin Braun stattfindet, steht noch nicht final fest. Regelspieltermin, den der Verband ausgegeben hatte, wäre Mittwoch, 29. März. Das würde für die beiden Regionalligisten aber bedeuten, dass sie zwei englische Wochen in Folge vor der Brust hätten.

Auslosung Viertelfinale

  • Neckarsulm (OL) – Stuttgarter Kickers (OL)
  • Weiler (LL) – Normannia Gmünd (VL)
  • VfR Aalen (RL) – TSG Balingen (RL)
  • Türkspor Neu-Ulm (VL) – Ehingen (VL)
  • Halbfinale: 3. Mai 2023
  • Endspiel: 3. Juni 2023 (Gazi-Stadion Stuttgart)