Das Positive aus FC07-Sicht: Trotz der Niederlage bleibt die Elf von Trainer Alexander Eberhart in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen, hat nur fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

So stürmisch wie das Wetter begann der FC 07 Albstadt die Partie auf dem Kunstrasen des VfL Nagold. Konzentriert, schnell und direkt kombinierten die Albstädter in der Anfangsphase. Genau so hatten sich die vielen mitgereisten FC 07-Fans den Auftritt ihrer Mannschaft vorgestellt.

So ließ die erste Albstädter Torchance auch nicht lange auf sich warten. Knapp sechs Minuten waren gespielt, da setzte sich Hakan Aktepe auf der linken Außenbahn durch; seine punktgenaue Hereingabe schob aber Akin Aktepe aus 16 Metern knapp links am Pfosten vorbei.

Dies sollte aber zunächst die einzige Gäste-Möglichkeit bleiben. Bis kurz vor dem gegnerischen Strafraum agierten die Blau-Weißen gefällig, aber dann verpufften die Angriffsbemühungen meistens an der gut gestaffelten VfL-Abwehr.

Mitten in die ordentliche Anfangsphase fiel das überraschende 1:0 für Nagold. Einen FC07-Ballverlust im Mittelfeld nutzte Marco Quiskamp aus und schob aus abseitsverdächtiger Position eiskalt zum 1:0 ein (13. Minute).

Der FC 07 war kurz geschockt, drängte jedoch sogleich auf den Ausgleich. Wirkliche Tormöglichkeit blieben aber Mangelware. Nach einer halben Stunde schlug der Aufsteiger erneut zu: VfL-Angreifer Tim Kübel wurde außerhalb des Strafraumecks gefoult, doch Schiedsrichterin Melissa Joos entschied zur Überraschung der Albstädter auf Vorteil.

Ein Gastgeschenk das der VfL dankend annahm. Matthias Rebmann nutzte die kurze Unachtsamkeit in der Defensivabteilung der Nullsiebener und schob aus kurzer Distanz zum 2:0 für die Gastgeber ein (30.). Zwei Torchancen, zwei Treffer – so geht Effektivität. Die Nullsiebener bemühten sich zwar bis zur Halbzeit, aber es fehlte am notwendigen Durchsetzungsvermögen. So bleib es beim 2:0 zur Pause.

Die zweite Hälfte verlief über weite Strecken ausgeglichen. Zwar hatte der FCA zumeist etwas mehr Ballbesitz, aber weiterhin wenig gefährliche Offensivaktionen. Das hatte zwei Gründe: die dichtgestaffelte Nagolder Abwehr und die zu vielen Abspielfehler. Dadurch bekamen die Hausherren immer wieder die Gelegenheit, überfallartig zu kontern.

Nach einer Stunde köpfte Luca Silic aus kurzer Distanz über das FC 07-Tor. Pietro Fiorenza, der zuletzt mehrere Wochen mit Innenbandriss fehlte, hatte kurz nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer auf dem Fuß: Nicolas Gil Rodriguez hatte sich schön über links durchgesetzt; seine Hereingabe konnte VfL-Torhüter Matthias Müller nicht festhalten.

Im Nachsetzen brachte Fiorenza den Ball nicht über die Linie (71.). Auch Innenverteidiger Samed Akbaba schaltete sich in die Offensive ein, kam aber einen Schritt zu spät (83.). Kurz vor Ende hatte Fiorenza eine weitere gute Möglichkeit auf den Anschluss, aber sein Drehschuss aus 16 Metern strich knapp übers Tor (86.). So blieb es schließlich bei der 0:2-Niederlage.