Es war eine eindeutige Angelegenheit im Hechinger Weiherstadion: Im Endspiel um den Bezirkspokal setzte sich der TSV Trillfingen am Mittwochabend gegen den klassentieferen FC Stetten/Salmendingen mit 6:0 (3:0) durch.

Die favorisierten Trillfinger legten gleich druckvoll los: Fabian Heller flankte in der dritten Minute von rechts butterweich auf Norman Vogt, der Jens Leipert im FC-Tor zu einer Glanzparade zwang. 120 Sekunden später stand wieder Leipert im Mittelpunkt, als er bei einem stramm getretenen Freistoß von Dennis Söll flink abtauchte.

Der Bezirksligist versuchte es zunächst mit Diagonalbällen, doch die Fünferkette des FC stand sicher. Auch die nächste gefährliche Aktion resultierte aus einem ruhen Ball. Fabian Singers Freistoß aus rund 20 Metern lenkte Leipert um den Pfosten (15. Minute).

Verdiente Führung für den TSV

Stetten/Salmendingen lauerte auf Umschaltmomente. Die gab es zwar zu Beginn, allerdings war die TSV-Defensive stets auf der Hut. Dennoch verdient: die Trillfinger Führung. Fast von der Mittellinie fand Söll Vogt und der Stürmer ließ per Kopf Leipert keine Abwehrchance (23.).

Nur drei Minuten nach der Führung hatte Söll das 2:0 auf dem Fuß. Leipert eilte aus seinem Kaste und riss gerade noch so den rechten Arm hoch. Der A 2-Ligist steckte nicht auf. Fabian Wütz vertändelte den Ball gegen Lukas Maichle. Der spielte Doppelpass mit Kevin Maichle, schloss ab, doch Trillfingens Kapitän Adrian Stehle rettete kurz vor der Linie. Auch der Nachschuss von Kevin Maichle fand nicht den Weg ins TSV-Gehäuse (31.).

Singer verschießt Elfmeter

Auf der Gegenseite parierte wieder Leipert gegen Vogt (32.). Den spielenden Co-Trainer des TSV brachten die Älbler kaum unter Kontrolle.

Unnötig: Jörg Straubinger nahm nach einer Singer-Flanke im eigenen Fünfmeterraum den Arm zur Hilfe. Schiedsrichter Kadir Yagci zeigte sofort auf den Punkt. Singers schwach getretenen Elfmeter wehrte Leipert zunächst ab, Heller schaltete aber schneller als die Spieler in Rot und tunnelte den FC Schlussmann 2:0 (43.). Noch vor der Pause sorgte Kai Krause mit einer tollen Volleyabnahme für das 3:0 und damit für die Vorentscheidung (45.+2).

Die Geschehnisse des zweiten Abschnitts sind schnell erzählt: Kai Krause machte nach Kopfball-Verlängerung von Vogt mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 endgültig alles klar (50.). Danach gab es viel Leerlauf. Vogt traf aus nächster Nähe den Ball nicht richtig, sodass sich Leipert die Kugel sicher krallte (59.).

Sein Gegenüber Niklas Krause erlebte einen geruhsamen Abend. Seine Vorderleute ließen nichts zu, arbeiteten mit der komfortablen Führung im Rücken weiter gut gegen Ball und waren dem 5:0 näher als Stetten/Salmendingen dem Anschlusstreffer.

TSV schraubt Ergebnis auf 6:0

Heller fand in Leipert zunächst noch seinen Meister (81.). Der eingewechselte Tim Weinmann war fünf Minuten danach auf und davon und schraubte das Ergebnis auf 5:0. Sekunden vor dem Schlusspfiff besorgte Söll mit einem 16-Meter-Freistoß-Hammer den 6:0-Endstand.

FC Stetten/Salmendingen: Jens Leipert; Timo Hummel, Riedinger, Schmid, Kai Heinzelmann, Riechel (70. Heiko Hummel), Kevin Maichle, Arnold, Lukas Maichle (90. Nikolai Schäfer), Michael Schäfer, Straubinger (46. Kim Heinzelmann).

TSV Trillingen: Niklas Krause; Reto Kolb, Adrian Stehle, Wütz, Levi Kolb, Heller (86. Dürr), Kai Krause (81. Weimann), Vogt (84. Hauke), Bogenschütz, Söll, Singer.

Tore: 0:1 Vogt (23.), 0:2 Heller (43.), 0:3, 0:4 K. Krause (45.+2, 50.), 0:5 Weinmann (86.), 0:6 Söll (90.).

Besonderes Vorkommnis: Leipert (S.) hält Elfmeter gegen Singer (T./43.).

Schiedsrichter: Kadir Yagci (Seitingen-Oberflacht).

Zuschauer: 600.

Die Trainerstimmen

„Es war ein souveräner Sieg, wir haben die Sache spielerisch gelöst“, resümierte Trillfingens Trainer Markus Helber, der nach dem 6:0 selbstredend vollauf zufrieden war: „Ich ziehe den Hut und mache den Jungs ein großes Kompliment, dass sie das heute so durchgezogen haben.“

Sein Pendant Martin Schroft gab zwar zu, dass eine Finalniederlage „natürlich immer besonders wehtut“, doch bei dem Coach des FC Stetten/Salmendingen überwog der Stolz, „als A-Ligist mit einer so jungen Mannschaft in ein Finale einzuziehen“, so der 31-Jährige weiter. Seine Spieler seien zwar genau wie er enttäuscht, „aber das wird sie in Zukunft weiterbringen. Wir werden die Köpfe nicht hängen lassen und versuchen, die Mannschaft weiter zu verbessern.“

Für Helber war „der Wille und die spielerische Klasse ausschlaggebend für den deutlichen Finalsieg. Am Anfang habe der Torwart von Stetten/Salmendingen zweimal überragend gehalten, lobte der TSV-Kommandogeber den gegnerischen Schlussmann Jens Leipert. „Danach haben wir es eigentlich auch clever runter gespielt, nichts zugelassen und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, so Helber, „deshalb ist es zwar ein hohes Ergebnis, aber auch nicht ganz unverdient.“