Fußball 55. Runde des Hohenzollernpokals steigt ab Donnerstag im Hechinger Weiherstadion

Beim Hohenzollernpokalturnier müssen sich die Teilnehmer dieses Jahr in einem neuen Spielsystem bewähren.
Beim Hohenzollernpokalturnier müssen sich die Teilnehmer dieses Jahr in einem neuen Spielsystem bewähren. © Foto: Moschkon
Hechingen / NICO PANNEWITZ 10.08.2016
Von Donnerstag bis Sonntag rollt beim Hohenzollernpokalturnier in Hechingen das Leder. Ein neuer Turniermodus soll mehr Spannung ins Geschehen bringen. Ausrichter FV Friedrichstraße ist bereit.

Sommerferien, Urlaubszeit: für die einen ein Segen, für die Veranstalter des Hohenzollernpokalturniers ein Fluch. Denn jedes Jahr fallen bei der Traditionsveranstaltung Teilnehmer aus, weil sie nicht genügend Spieler für eine Mannschaft zusammenbekommen. „Dieses Problem haben wir bereits seit Jahrzehnten“, verrät Nicklas Becker, Vorsitzender des FV Friedrichstraße, der die 55. Auflage des Turniers vom 11. bis 14. August im Hechinger Weiherstadion ausrichtet.

Während die SG Weilheim/ Friedrichstraße ihre Teilnahme vergangenes Jahr urlaubsbedingt absagen musste, hat es dieses Mal den FC Hechingen, die Sportfreunde Sickingen und den FC Thanheim erwischt. „Ich bin da keinem böse“, so Becker. „Man kann den Spielern ihren Urlaub nicht vorenthalten.“

Während sich die Funktionäre der Hohenzollernpokal-Spielgemeinschaft noch über einen eventuellen Termin vor der Urlaubszeit austauschen wollen, sind dieses Jahr neben der SG Weilheim/ Friedrichstraße zumindest die restlichen Stammteilnehmer am Start: der SV Rangendingen, der FV Bisingen, der TSV Boll, der FC Grosselfingen, der FC Killertal, der FC Wessingen, der TSV Stetten/ Hechingen sowie die neugegründete SG Stein/Boll 2.

Die Absagen haben aber vielleicht auch etwas Gutes, denn die Veranstalter ziehen deshalb einen neuen Turniermodus für den Hohenzollernpokal um ein Jahr vor – das Hechinger Weiherstadion wird zum Testlabor. Das neue System sieht keine klassischen Gruppenspiele mehr vor. Stattdessen wurde jeder der neun Mannschaften im Vorfeld eine Startnummer zugelost – sowie zwei willkürliche Gegner. Nach diesen beiden ersten Partien in der Vorrunde werden alle Ergebnisse in einer Abschlusstabelle zusammengefasst. Die ersten acht Teams kommen in die Endrunde – und müssen sich direkt K.o.-Spielen stellen. Der Tabellenerste misst sich dabei mit dem Achten, der Zweite mit dem Siebten und so weiter.

Dieses System soll die Spannung erhöhen, da es klare Favoriten ausschließt. „Selbst, wenn ein Team beide Vorrundenspiele verliert, kann es eventuell weiterkommen“, erklärt Nicklas Becker. „Und in den K.o.-Spielen kann dann sowieso alles passieren.“ Selbst Vorjahressieger FV Bisingen dürfte sich deshalb dieses Jahr seiner Sache nicht allzu sicher sein. Und die SG Weilheim/Friedrichstraße? „Wir sind ebenfalls von der Urlaubszeit gebeutelt und haben mit Ach und Krach eine Mannschaft zusammenbekommen“, verrät der Vorsitzende. Das neue Spielsystem macht ihm aber Mut: „Unser Ziel ist es, so weit wie möglich zu kommen.“

Los geht es am Donnerstag um 18.30 Uhr mit den Partien FC Steinhofen gegen FC Wessingen und SG Weilheim/Friedrichstraße gegen TSV Stetten. Am Tag darauf absolviert die SG um 18.30 Uhr bereits ihr zweites Match gegen den FC Grosselfingen, gefolgt von der Begegnung FC Killertal und SV Rangendingen. Am Samstag werden ab 13 Uhr die restlichen Vorrundenspiele ausgetragen, die Tabelle und die Spiele für das Viertelfinale werden ab 18.30 Uhr bekannt gegeben. Am Sonntag liefern sich die besten Acht dann ab 11 Uhr einen Kampf um den Einzug ins Halbfinale, das ab 14.30 Uhr stattfindet. Das Match um Platz drei ist auf 16.45 Uhr, das Endspiel auf 17.15 Uhr angesetzt.

Falls sich der neue Turnierplan in den Augen der Hohenzollernpokal-Spielgemeinschaft bewährt, könnte er möglicherweise auch in den kommenden Jahren zum Einsatz kommen. Nicklas Becker ist auf jeden Fall schon Feuer und Flamme für das neue System: „Man kann es problemlos an jede Teilnehmerzahl anpassen.“

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