Wie etliche andere Dritt- und Viertligisten hat auch der SSV Ulm 1846 Fußball auf die Corona-Krise reagiert und seine Spieler und Angestellten in Kurzarbeit geschickt. Der Antrag ging bereits an das Arbeitsamt und soll rückwirkend ab dem Zeitpunkt gelten, an dem kein Spiel- und Trainingsbetrieb möglich war.

Einstimmige Zustimmung

Der Vorstand habe sich für diesen Schritt entschieden, „um die Existenz des Vereins und aller Aktiven, die den Verein tragen, nicht zu gefährden“, heißt es in einer von den Vorständen Thomas Oelmayer, Alexander Schöllhorn und Anton Gugelfuß gezeichneten Erklärung. Spieler, Betreuer und Angestellte haben der Kurzarbeiterregelung einstimmig zugestimmt. Zudem hätten Übungsleiter und Minijobber, die nicht unter diese Regelung fallen, angeboten, teilweise auf die gesamte Vergütung  zu verzichten.

Kündigungen kein Thema

„Wir hoffen, dass die Corona-Krise bald überstanden ist und alles glimpflich ausgeht“, sagte der für die Finanzen zuständige Schöllhorn auf Nachfrage. Die Gehälter für März seien zu hundert Prozent ausbezahlt worden, Kündigungen für Spieler und Angestellte momentan kein Thema. Es gibt Überlegung, wie sich die Spieler karitativ engagieren können und wie Fans helfen können.

1,2 Millionen Euro durch Investoren?

Schöllhorn hat auch positive Nachrichten. Im Rahmen der erfolgten Ausgliederung des Lizenzspielerbereiches in eine Kapitalgesellschaft gibt es weit fortgeschrittene Gespräche mit zwei regionalen Investoren, die 20 Prozent der Anteile übernehmen sollen. Sollte dies wie geplant in den nächsten Tagen geschehen, könnte der SSV 46 mit einer Investitionssumme von etwa 1,2 Million Euro rechnen.