SSV Ulm 1846 Fußball Unentschieden gegen den SC Hessen Dreieich

Ulms Trainer Holger Bachthaler musste beim Spiel gegen Hessen auf einige Spieler verzichten.
Ulms Trainer Holger Bachthaler musste beim Spiel gegen Hessen auf einige Spieler verzichten. © Foto: Volkmar Könneke
Dreieich / SWP 07.10.2018
Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball muss sich bei Schlusslicht SC Hessen Dreieich mit einem 2:2 gut. Dennoch verkürzen die Spatzen den Abstand zu Tabellenführer SV Waldhof auf zwei Punkte.

Was war das nun, das 2:2 des SSV Ulm 1846 Fußball am Samstag bei Regionalliga-Schlusslicht SC Hessen Dreieich? Eine Enttäuschung, ein verdientes Resultat oder gar ein Achtungserfolg?

Die Antwort fällt nicht ganz leicht. Nimmt man die Eindrücke der ersten Halbzeit, ist das zweite Remis der Spatzen in dieser Spielzeit ganz klar eine Enttäuschung. Die Ulmer, obwohl durch das Fehlen wichtiger Spieler wie Luigi Campagna, Ardian Morina (beide gesperrt) und Kapitän Florian Krebs (krank) gehandicapt, schlossen in der ersten Spielhälfte an die guten Leistungen der letzten beiden 2:1-Siege gegen den VfB Stuttgart II und Hoffenheim II an und waren im Hahn-Air-Sportpark von Dreieich die überlegene Mannschaft.

Doch einmal mehr konnten die Ulmer ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Steffen Kienle schoss aus aussichtsreicher Position knapp daneben (3. Minute), sein Stürmerkollege Vitalij Lux hatte Pech bei einem Pfostentreffer (29.), und erneut Kienle bekam bei einem Konter den Ball nicht unter Kontrolle (31.). Die Gastgeber hatten im ersten Durchgang lediglich eine Chance, reklamierten nach eine Kopfballaufsetzer von Tino Lagator (40.) vergeblich einen Foulelfmeter. Das 0:0 schmeichelte den Hessen.

Ulmern entglitt nach und nach das Spiel

Im zweiten Durchgang entglitt den Ulmern nach und nach das Spiel, während die von Rudi Bommer trainierten Gastgeber mehr und mehr aufkamen – und durch zwei Treffer von Tino Lagator (70., 79.) in Führung gingen. Beim 1:0 beförderte der Torschütze den Ball mit der Hacke ins Ulmer Netz, das 2:0 fiel nach einem weiten Einwurf.

Ulms Trainer Holger Bachthaler reagierte und brachte mit Vinko Sapina und Thomas Rathgeber in der 80. Minute und in scheinbar auswegloser Situation zwei Offensivspieler. Beide waren entscheidend daran beteiligt, dass letztlich doch noch ein Zähler raussprang.

Rathgeber verwandelte einen an Adrian Beck verursachten, umstrittenen Foulelfmeter sicher zum 1:2 (83.), und Sapina bereitete mit einem Sololauf und einem Pass zum ebenfalls eingewechselten Aron Viventi den Ausgleich vor. Viventis Schuss von halblinks beförderte der Dreieicher Dominik Rau ins eigene Tor (89.).

Spatzen bewiesen viel Moral

„Die Stimmung in der Kabine war nicht gut. Wir hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen. Dann wäre es ein ganz anderes Spiel geworden“, sagte Bachthaler. So aber mussten die Ulmer - ein Elfmeter, ein Eigentor – am Ende jede Menge Glück in Anspruch nehmen.

Andererseits hatten die Spatzen wieder einmal viel Moral bewiesen. „Ein 0:2 in einem Auswärtsspiel aufzuholen, ist nicht alltäglich“, war Bachthaler auch stolz auf sein ersatzgeschwächtes Team. Und dass die Ulmer mit dem 2:2 sogar einen Punkt auf Tabellenführer SV Waldhof Mannheim (1:3 gegen Kickers Offenbach) gutgemacht haben, lässt ihr 2:2 sogar als Achtungserfolg erscheinen.

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