Jugendfußball Stars von morgen messen ihre Kräfte

Beim EBM-Papst-Hallenmasters in Mulfingen gibt es in der Regel hochklassigen und interessanten Fußball zu sehen. Die aktuelle Ausgabe steigt Anfang Januar.
Beim EBM-Papst-Hallenmasters in Mulfingen gibt es in der Regel hochklassigen und interessanten Fußball zu sehen. Die aktuelle Ausgabe steigt Anfang Januar. © Foto: Philipp Reinhard
Mulfingen / hh 01.12.2018

Der Überraschungssieger des vergangenen Jahres hat die Ehre: Die Würzburger Kickers eröffnen das Juniorenturnier der 17. Auflage des EBM-Papst-Hallenmasters. Gegner am 5. Januar,  9 Uhr, in der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle wird der Qualifikant des RBKJ-Cups sein. Damit geben zwei Außenseiter den Startschuss. Denn die Würzburger Kickers spielen in der Bayernliga, gehören damit zu den Teams aus einer der niedrigsten Spielklassen.

Auch dieses Jahr ist das Teilnehmerfeld gespickt mit A-Jugend-Bundesligisten. Hinzu kommen zwei internationale Teams: der FC St. Gallen (U-18-Liga) und der SC Heerenveen (Ehrendivision U 19). Eine kleine Änderung gibt es beim Ticketverkauf. Karten sind lediglich online erhältlich. Und zwar ab Montag über die Internetseite des EBM-Papst-Hallenmasters.

Während die Schweizer im vergangenen Jahr in der Gruppenphase als Fünfter ausschieden, kämpften sich die Niederländer bis ins Halbfinale durch und verloren dort gegen ein weiteres Überraschungsteam, den Qualifikanten Spvgg Ansbach. „Das Turnier war etwas anderes für uns“, meinte Heerenveens Kapitän Vanja Drkusic. „Es hat viel Spaß gemacht und ist auch gut für den Teamgeist, wenn man ein Wochenende lang zusammen ist.“ Drkusic ist mittlerweile in die zweite Mannschaft des SC aufgerückt und wird nicht mehr beim Hallenmasters mit dabei sein. Trainer Paul Raveneau kommt mit seinen Jungs gerne nach Mulfingen: „So ein Turnier macht uns besser. Das ist auch ein Grund, warum wir hier sind, um mal gegen andere Gegner zu spielen“, sagt er. „Es ist für die Spieler eine Abwechslung.“

Die Abwechslung, die anderen Gegner, hat sein Team auch in diesem Jahr. Heerenveen wurde in Gruppe A mit Fortuna Düsseldorf (Bundesliga West), 1. FC Nürnberg (Bundesliga Süd/Südwest), FC Augsburg (Bundesliga Süd/Südwest), Karlsruher SC (Bundesliga Süd/Südwest) und dem Sieger des Jako-Cups gewählt. In Gruppe B treffen St. Gallen, Bayer Leverkusen (Bundesliga West), Eintracht Braunschweig (Regionalliga Nord), FC Ingolstadt (Bundesliga Süd/Südwest), Titelverteidiger Würzburger Kickers (Bayernliga) sowie der Sieger des RBKJ-Cups aufeinander.

„Das Turnier ist überragend“, lobt Würzburgs Trainer Claudiu Bozesan. Er rangiert in der Bayernliga mit seiner Mannschaft momentan auf Rang 9. „Alles ist sehr professionell. Ein Kompliment an alle“, sagt er. Gerade auf die Professionalität, auf die Atmosphäre legen die Veranstalter großen Wert.

Auch für die Schweizer ist das Turnier etwas Besonderes. „So etwas gibt es in dieser Altersstufe bei uns praktisch nicht“, sagt Trainer Brunello Iacopetta. „Ich finde es super. Das ist ein toller Vergleich.“ Er ist allerdings mittlerweile in die U 21 aufgerückt. Auch das ist es, was Jugendturniere ausmacht: Durch die Fluktuation bei Spielern und auch Trainern sind die Teams immer wieder neu und spielen erfrischend auf. Nominell, geht man nach den Tabellenplätzen in den jeweiligen Ligen, sind Augsburg, Leverkusen und Karlsruhe als stärkste Teams einzuschätzen. Gerade die Leverkusener machten in den vergangenen Jahren durch ihre starke Nachwuchsarbeit auf sich aufmerksam. Kai Havertz wurde jetzt erst zum Na­tionalspieler. Benjamin Henrichs wechselte von Bayer zum AS Monaco, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und dem Gesetz der Serie zufolge, müsste dieses Jahr der Titelgewinn in Mulfingen drin sein. Bei ihrer Premiere vor zwei Jahren wurden die Leverkusener Dritter, vergangenes Jahr Zweiter. Doch auch den fußballerisch gut ausgebildeten Niederländern aus Heerenveen ist wieder viel zuzutrauen. Trotz ihrer Tabellenränge im hinteren Mittelfeld besitzen auch die anderen Teams gut ausgebildete Fußballer.

Teilnehmer beim Aktiventurnier

TSV Ilshofen (Oberliga BW), FV Lauda (Verbandsliga Nordbaden), FSV Hollenbach (Verbandsliga Württemberg), SV Königshofen (Landesliga Odenwald), VfR Gommersdorf (Landesliga Odenwald), TSV Crailsheim (Landesliga Württemberg), Spvgg Gröningen-Satteldorf (Landesliga Württemberg), TSV Pfedelbach (Landesliga Württemberg), SSV Gaisbach (Landesliga Württemberg), TSG Öhringen (Landesliga Württemberg), Spfr. Schwäbisch Hall (Landesliga Württemberg), SV Mulfingen (Bezirksliga Hohenlohe).

Info http://www.ebmpapst-hallenmasters.de

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