Nach zwei Jahren im Trikot des SSV Ulm 1846 Fußball verlässt Michael Schindele die Spatzen. Der 25-jährige ehemalige Junioren-Nationalspieler setzt ab sofort nicht mehr auf die Karte (Profi-)Fußball, sondern beginnt jetzt eine Ausbildung bei der Polizei. Er wird daher die Ulmer verlassen und schließt sich dem Oberligisten Spfr. Dorfmerkingen an.

„Die Entscheidung ist im Laufe der vergangenen Saison gereift. Vor zwei Wochen habe ich die Zusage bekommen, bei der Polizei eine Ausbildung beginnen zu können. Das nehme ich nun an“, sagt Schindele.

Der in Ellwangen geborene Schindele begann mit dem Fußball beim SV Eintracht Kirchheim. Eine professionelle Ausbildung erhielt er in der Jugend des FC Augsburg und des 1. FC Kaiserslautern. Von dort aus schaffte er 2011 den Sprung in die U-18-Nationalmannschaft, für die er drei Spiele bestritt. Im Sommer 2014 unterschrieb Schindele einen Profivertrag bei den Roten Teufeln, schaffte aber nicht den Sprung zum Profi und wechselte vor zwei Jahren zum SSV Ulm 1846 Fußball.

55 Mal für die Spatzen auf dem Platz

Für die Spatzen bestritt Schindele 55 Regionalliga-Begegnungen, in denen er fünf Treffer erzielte, elf Spiele im WFV- und drei im DFB-Pokal.

Schindele, der bei den Ulmern zuletzt hinter Florian Krebs und Jo Reichert nur noch Innenverteidiger Nummer drei war, wird hingegen künftig fußballerisch eine Nummer kleiner agieren. „Wir lassen ihn schweren Herzens ziehen, haben aber vollstes Verständnis für seine Entscheidung“, sagt Sportvorstand Anton Gugelfuß. Bei den Spatzen trainieren bis auf Kapitän Florian Krebs alle Spieler unter Profibedingungen, also auch vormittags. Das kann Schindele künftig nicht mehr.

Vor Schindele hatten bereits Felix Nierichlo und Kai Luibrand den SSV 46 Fußball im Laufe der aktuellen Saison verlassen Den Kader will Gugelfuß in der letzten Woche der aktuellen Transferperiode nicht aufstocken. „Er ist immer noch groß genug. So haben wir mehr Ruhe.“

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