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SSV Ulm 1846 Fußball
Ulm / Winfried Vogler

Im Donaustadion hat’s dreizehn geschlagen. Der SSV Ulm 1846 Fußball hat seine stolze Heimbilanz in der Fußball-Regionalliga fortgesetzt und zum 13. Mal in der laufenden Saison gewonnen. Vier Tage nach der 1:2-Niederlage in Homburg hat die Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler auf seine Art zurückgeschlagen: nicht unbedingt spektakulär, dafür effektiv.

Nach langer Mühsal hatten die Spatzen m Ende ein wenig das Glück auf ihrer Seite. Ein lichter Moment des nur wenige Minuten zuvor eingewechselten Felix Higl reichte zum 1:0-Sieg. Der erst im Winter vom Bahlinger SC zum SSV 46 gekommene Neuzugang köpfte bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz eine Flanke von Tino Bradara in der 83. Minute zum Tor des Tages ein. Und das nach einem über weite Strecken dürftigen Auftritt.

Bachthaler freut sich für seinen Torschützen

Als nichts mehr voranging, zog der SSV-Coach seinen Joker de luxe, der sich als Trumpf erwies. „Das hat er sich verdient. Er hat im Training angedeutet, dass er Qualität hat“, freute sich Bachthaler für seinen Torschützen. „Die Erleichterung ist jetzt groß, nach den Niederlagen zuletzt“, räumte der SSV-Coach ein. Die Gäste aus Elversberg kamen mit einer beeindruckenden Bilanz nach Ulm: In der Fremde waren sie seit Jahresbeginn ungeschlagen, die vergangenen fünf Spiele hatten sie allesamt gewonnen.

So waren vor allem zu Beginn die Warnungen berechtigt: Die Ulmer mussten mit einigem Aufwand bleibenden Schaden abwenden, als sie bei Kontern der Saarländer durch deren zwei Torjäger Koffi und Suero einige Mal in Bedrängnis gerieten. Diese Situationen waren vorhersehbar, da die Spatzen zuletzt bei der 1:2-Niederlage in Homburg bei beiden Gegentreffer ausgekontert worden waren. Auch deshalb hatte Bachthaler seine im Saisonverlauf bevorzugte und erfolgreiche Grundformation mit einer Mittelfeldraute geopfert, um mit zwei zentralen defensiven Mittelfeldspielern, Nico Gutjahr und Luigi Campagna, etwas mehr Absicherung zu gewährleisten.

Von Anfang an eine intensive Begegnung

Die Englische Woche, die am Samstag mit der Auswärtspartie bei Astoria Waldorf abgeschlossen wird, führte bei den Hausherren zu naheliegender Konsequenz: Rotation. Bachthaler wechselte, um so kräfteschonend wie möglich über die Runden zu kommen, fünf Akteure im Vergleich zur Anfangsformation von Homburg aus. Für David Braig, der wegen Rückenproblemen verletzt ausfiel, stürmte Ardian Morina. Tino Bradara, Luigi Campagna, Nicolas Jann und Vinko Sapina ersetzten Michael Schindele, Lennart Stoll, Lukas Hoffmann und Vitalij Lux.

Es war von Beginn an eine intensive Begegnung, „die hart umkämpft war“, wie Gäste-Trainer Horst Steffen feststellte. „Für uns war es schwer, gegen einen konsequent verteidigenden Gegner zu mehr Ballbesitz zu kommen“, betonte Steffen. Ulm fand fast immer ein Rezept, um die auf Gegenangriffe lauernden Gäste zu zähmen. Allerdings leisteten sich die Gastgeber bei guter Ballkontrolle doch einige Ballverluste, die Angriffsversuche endeten häufig mit wenig gefährlichen Torabschlüssen. Auch die Elversberger Bemühungen scheiterten an fehlender Durchschlagskraft, ihre beiden Torjäger waren bei der aufmerksamen Ulmer Abwehr fast abgemeldet.

So war der Ulmer Sieg, wie er zustande kam, ein wenig glücklich gegen einen zumindest gleichwertigen Gegner, aber nicht unverdient, was auch Gästetrainer Steffen feststellte. „Gegen Ulm verlieren ist möglich, auch wenn man ein gutes Spiel gemacht hat.“

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