Dank der beiden Tore von David Braig und einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hat der SSV Ulm 1846 Fußball die Partie beim VfB Stuttgart II am 27. Spieltag in der Regionalliga Südwest mit 2:0 gewonnen.

Vier Auswärtsspiele, vier Niederlagen – zuletzt hatten sich die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 in der Fremde alles anders als wohlgefühlt. Am Sonntag aber gelang die Trendwende. Die Spatzen gewannen beim VfB Stuttgart II mit 2:0 (0:0) und bereiteten ihrer Auswärtsmisere erst einmal ein Ende.

Die Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler durfte nicht nur den ersten Dreier seit dem 3. November vergangenen Jahres bejubeln, sondern verbesserte sich durch den 15. Saisonsieg überhaupt auf Tabellenplatz fünf.

David Braig, der in den letzten sechs Spielen nicht mehr getroffen hatte, war dank wiedergewonnener Abschlussstärke mit zwei Treffern der Matchwinner vor 400 Zuschauern im Gazi Stadion unter dem Stuttgarter Fernsehturm.

„Endlich ein Auswärtssieg, das tut gut. Tore sind für einen Stürmer immer wichtig, das tut uns Stürmern allgemein gut“, sagte er nach seinem Doppelpack. Das letzte Erfolgserlebnis der Ulmer Offensivabteilung (Braig, Ardian Morina) war beim 2:1-Sieg gegen Pirmasens Anfang Dezember. „Ich habe mich gefreut, wie ein kleiner Junge“, schilderte Braig die Situation nach dem Führungstreffer (48.) und der damit verbundenen Befreiung. Auf der linken Seite war Marcel Schmidts, einer der Aktivposten im Gästeteam, glänzender Vorbereiter, Braig nutzte dessen Flanke am Sechsmeter in Torjägermanier. „Ein Tor, das wir überragend herausgespielt haben“, lobte Bachthaler sein Team.

Gleichzeitig war es ein idealer Auftakt für die zweite Hälfte, nachdem der SSV-Trainer in der Pause noch deutliche Worte gebraucht hatte: „Bei fünf, sechs Spielern habe ich eine erhebliche Steigerung eingefordert“, betonte der SSV-Coach.

Tatsächlich konnte sich der SSV 46 bei seinem Torhüter David Hundertmark bedanken, dass es beim Gang in die Kabinen torlos stand. Der 21-jährige Schlussmann kehrte für den verletzten Christian Ortag (Muskelbündelriss) genauso in die Startelf zurück, wie Michael Schindele und Vitalij Lux für Kapitän Florian Krebs (fünfte Gelbe Karte) und Mittelfeldabräumer Luigi Campagna (zehnte Gelbe Karte).

„Gegen Ulm bekommst du nicht so viele Torchancen. Wir haben es versäumt, einen Treffer vorzulegen“, haderte VfB-Trainer Marc Kienle mit der Chancenverwertung seiner Elf, die in den letzten zehn Spielen nur einmal gewinnen konnte und nur sechs Punkte geholt hatte. Auch in der zweiten Halbzeit, als die Gäste weitaus engagierter und konzentrierter begannen, musste Hundertmark mehrmals mit tollen Reaktionen einen Treffer verhindern. Auf der anderen Seite versagte der Schiedsrichter einen klaren Elfmeter für die Ulmer, als Braig (62.) im Strafraum am Trikot zu Boden gerissen wurde.

Hundertmark auf der Hut

Die Belohnung für eine im zweiten Durchgang wesentlich präsentere Ulmer Mannschaft folgte spät. Abwehrspieler Schmidts kam bei einem seiner wiederholten Offensivattacken im Strafraum zu Fall. Diesmal zögerte der Referee nicht, und Braig verwandelte vom Punkte zum verdienten 2:0 (88.). Daran änderte auch ein Stuttgarter Kopfball an die Latte (90. + 2) nichts mehr.

„Wir sind natürlich sehr froh über die drei Punkte. Die Mannschaft wollte unbedingt das Spiel gewinnen, das hat man in der zweiten Halbzeit auch gesehen. Trotzdem war es nicht ganz einfach, aber wir hatten diesmal das Quäntchen Glück an der richtigen Stelle“, sagte Trainer Bachthaler, der hinsichtlich der sieben noch ausstehenden Partien freilich einräumte: „Es gibt keinen Grund zu großer Euphorie.“                 

Alle Höhepunkte des Spiels zum Nachlesen gibt es hier.

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