Rottenacker / Maurice Glienke Die beiden Bezirksligisten haben Selbstvertrauen getankt und fühlen sich gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte gewappnet.

Klare Rollenverteilung am Sonntag um 15 Uhr in Rottenacker: Die TSG empfängt den Tabellenvierten SV Uttenweiler und ist der Außenseiter. Doch so deutlich wie es noch Mitte der Hinrunde ausgesehen hat, ist es jetzt nicht mehr. Damals steckte die Mannschaft von Trainer Timm Walter schon im Abstiegskampf, der Konkurrent rangierte jedoch ohne Niederlage an der Spitze der Tabelle. Mittlerweile fiel der frühere Landesligist auf Platz vier ab und hat zuletzt gegen den FC Krauchenwies beim 2:2 nicht so recht überzeugt. Die Verletzungsprobleme, die so viele Teams plagen, erwischten auch den SVU.

Rettendes Ufer in Sicht

So fällt Spielertrainer Michael Wiest durch eine schwere Schulterverletzung seit der Winterpause aus. Mit einem positiven Gefühl und großem Selbstvertrauen geht die Elf aus Rottenacker in die Partie. In den vergangenen fünf Spielen holten sie neun Punkte und kassierten, bis auf den Ausrutscher gegen die SF Hundersingen (2:6), lediglich zwei Gegentore. Damit fand die TSG-Defensive zur Stabilität zurück.

„Bisher ging unser Blick immer auf die direkten Abstiegsplätze, aber durch die Ergebnisse zuletzt haben wir der gesamten Liga gezeigt, das wir zurück sind. Jetzt, wo wir in Schlagdistanz zum rettenden Ufer sind, wollen wir das auch erreichen“, sagte Trainer Timm Walter. Vor allem die Moral seines Teams hat sich deutlich verbessert. Nach Gegentoren bauen sie sich gegenseitig auf und niemand lässt mehr den Kopf hängen. „Kompliment an mein Team, wie es das nach der Winterpause macht und die Situation angenommen hat“, lobte Walter.

Erstmals in dieser Saison grüßt die TSG Ehingen von der Tabellenspitze und erwartet Kellerkind SV Sigmaringen zum Heimspiel. Der letzte Erfolg der Sigmaringer liegt inzwischen ein halbes Jahr zurück. Mit erst zwölf Punkten steckt der SVS auf einem Abstiegsplatz fest und scheint so langsam den Anschluss verlieren. Für die Ehinger, die nach sechs Siegen in Folge großes Selbstvertrauen haben, ist Sigmaringen ein nicht zu unterschätzender Gegner, den es zu schlagen gilt. Dank des Patzers von FV Bad Schussenried wurde die Mannschaft von Roland Schlecker zum Spitzenreiter. Trotz einer absolvierten Partie mehr wollen die Ehinger diesen Platz nicht mehr abgeben.

Schnelles Umschaltspiel

Die SG Altheim verbesserte sich durch den jüngsten, torreichen 5:4-Erfolg gegen die Sporfreunde Altshausen gleich um zwei Plätze nach oben und eroberte Rang elf. Dass jeder Sieg enorm wichtig ist, das ist der Mannschaft um Trainer Joachim Oliveira seit Monaten bewusst. Doch dieser beinahe noch verspielte Dreier gibt moralisch einiges an Kraft, um sich aus dem Abstiegskampf befreien zu können. „Vor allem die erste Halbzeit war sehr stark und wohl unsere beste Leistung in dieser Saison“, lobte Trainer Oliveira. Der ehrgeizige Kommandogeber der SGA durfte sich über gutes Zweikampfverhalten und schnelles Umschaltspiel freuen. Beteiligt am fünften Treffer waren insbesondere seine beiden Söhne. Die kommenden Partien im April werden kein Zuckerschlecken, so dass es jedes mal einer solchen Leistung bedarf, um Zählbares zu holen. Am Sonntag geht’s gegen den Fünften TSV Riedlingen, wo die Altheimer in der Hinrunde mit 2:6 unter die Räder kamen, dann gegen Topteam Neufra und in Liga sowie Pokal jeweils gegen Hundersingen. Es bleibt also dabei: Jeder Punkt ist wichtig.

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