FCH WFV-Pokal - der FCH holt ihn zum dritten Mal

Großaspach / THOMAS GRÜNINGER 07.05.2013
Der 1. FC Heidenheim hat zum dritten Mal hintereinander den WFV-Pokal gewonnen. Vor 1500 Zuschauern in Großaspach gewann der FCH am Dienstagabend mit 3:1 gegen Landesligist Neckarsulmer Sportunion, konnte dabei aber spielerisch kaum überzeugen.
Schnatterer und Niederlechner waren die Heidenheimer Torschützen, der Neckarsulmer Rechtsverteidiger Köhler steuerte ein Eigentor zum FCH-Sieg bei. Der Außenseiter konnte in der  76. Minute durch ein Kopfballtor noch zum 3;1 verkürzen.

„Pokalmatador“ stand auf den T-Shirts, die sich die Heidenheimer Spieler nach dem Abpfiff überstreiften. Nach dem dritten Pokalsieg in Serie geht der Cup nun endgültig in Heidenheimer Besitz über. Zudem wird der FCH in der kommenden Saison am DFB-Pokalwettbewerb teilnehmen.

Der Pokal-Hattrick war allerdings nicht unbedingt das Produkt eines spielerischen Glanzstücks. Gegen den erwartet defensiv agierenden Kontrahenten fanden die Heidenheimer lange Zeit kein probates Mittel, um vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach zehn Minuten hatte „Toni“ Sailer noch Pech, als er nach einer Flanke von Schnatterer den Pfosten traf. Abermals Sailer und Marcel Titsch-Rivero hatten weitere Möglichkeiten. Aber erst in der 36. Minute war es Schnatterer, der nach Doppelpass mit Sailer für die Führung sorgte, die dann bis zur Halbzeit Bestand hatte.

Neckarsulm nach der Pause noch deutlicher unter Druck

Die wacker verteidigenden Neckarsulmer sahen sich nach der Pause noch deutlicher unter Druck gesetzt. Trainer Frank Schmidt brachte mit Strauß und Malura zwei frische Kräfte, die dem Angriffsspiel mehr Schwung gaben, doch an Ideen vor dem gegnerischen Tor fehlte es den Heidenheimern weiterhin. Der FCH war nun die klar tonangebende Mannschaft, fand aber lange Zeit keine Lücke in der dichtgestaffeten Abwehr des Außenseiters. So war es ein bisschen bezeichnend, dass ein Eigentor herhalten musste, um den zweiten Treffer zu ermöglichen. Nach einer Flanke von Malura beorderte der Neckarsulmer Köhler den Ball ins eigene Tor (69.).

Nur fünf Minuten später markierte dann der eingewechselte Florian Niederlechner den dritten FCH-Treffer – und mancher Zuschauer erwartete nun das klare Ergebnis zugunsten des Drittligisten. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen nach dem 3:0 kam der Tabellenführer der Landesliga, Staffel 1, erstmals in der zweiten Halbzeit vor das Tor von Rouven Sattelmaier – und hatte auf Anhieb Erfolg. Einen Konter schloss der eingewechselte Barini mit dem Anschlusstreffer ab. Und wenige Minuten später gelang es den Neckarsulmern erneut, gefährlich vor dem FCH-Tor auftauchen, was Frank Schmidt gar nicht gefiel. „Seid ihr wahnsinnig?“ rüttelte er seine Mannschaft wach. Niederlechner hatte in der 90. Minute noch die Chance, auf 4:1 zu erhöhen, blieb aber im Abschluss erfolglos.

Sabanov hat einen leichten Muskelfaserriss

Am Ende durften die FCH-Fußballer mit ihren Fans noch kräftig feiern. Nach dem Pflichtsieg im WFV-Pokal steht am Samstag das richtungsweisende Drittliga-Auswärtsspiel in Saarbrücken auf dem Plan. Der etatmäßige Torhüter Erol Sabanov wird allerdings im Saarland nicht zur Verfügung stehen. Eine Kernspin-Untersuchung ergab, dass sich der Routinier einen leichten Muskelfaseriss zugezogen hatte. Bei gutem Heilungsverlauf hofft er, im letzten Heimspiel gegen Offenbach wieder zur Verfügung zu stehen.

Guter Dinge ist inzwischen auch wieder Patrick Mayer. Der Torjäger verfolgte das Pokalfinale auf Krücken gestützt. Bei einem operativen Eingriff am Knie wurde eine Sehne genäht –  und damit sollten hoffentlich die chronischen Beschwerden bald Vergangenheit sein. 

 

FC Heidenheim: Sattelmaier – Scioscia (46. Malura), Göhlert (70, Wittek), Kraus, Feistle – Sirigu, Krebs, Titsch-Rivero (46. Strauß), Schnatterer (79. Müller) – Sailer (64. Niederlechner), Heidenfelder

Neckarsulm: Susser – Köhler, Romano, Schaaf, Mucan (87. Höck) – Oechsner  (73. Reinecke), Gerlach, Neupert 76. Grunwald), Pribyl (62. Olgun) – Andic, Elser (46. Barini)

Tore: 1:0 Schnatterer (36.), 2:0 Köhler (69., Eigentor), 3:0 Niederlechner (74.), 3:1 Barini (76,)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Darmsheim)

Gelbe Karte: Müller - Höck

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