Kommentar Situation bei der SRG Heidenheim: Auf Bewährung

Edgar Deibert.
Edgar Deibert. © Foto: olv
Heidenheim / Edgar Deibert 13.02.2019
Zuletzt rumorte es gewaltig in derSchiedsrichtergruppe (SRG) Heidenheim. Ein Kommentar von Edgar Deibert zur Situation bei der SRG:

Ein alter Spruch besagt, dass es im Fußball drei Dumme gebe. Die beiden Torhüter und den Schiedsrichter. Davon können die Unparteiischen der Schiedsrichtergruppe Heidenheim ein Lied singen. Doch auch abseits des Platzes waren sie zuletzt wegen hausgemachter Problemen die Dummen: Durch die zweite Führungskrise innerhalb von nur knapp zwei Jahren.

Beide Obmänner, die letztlich zurücktraten, taten dies aus privaten oder beruflichen Gründen. Dies kann natürlich passieren, da so ein Ehrenamt enorm kraftraubend und zeitaufwendig ist. Im aktuellen Fall musste man auch gar nicht unbedingt zum inneren Schiedsrichterkreis dazuzugehören, um zu merken, dass Michael Storm aufgrund seiner beruflichen Situation immer seltener vor Ort in Heidenheim sein konnte.

Der Ausschuss der Schiedsrichtergruppe Heidenheim reagierte aber richtig, weil er natürlich merkte, dass etwas im Argen liegt. Ein Boss, der die Rolle eines Ansprechpartners nicht ausfüllen kann, macht wenig Sinn. Folgerichtig wurde Storm darum gebeten, als Obmann zurückzutreten. Ein Ersatz wurde ebenfalls schnell gefunden. Beachtlich ist es, dass es mit Bernd Birkenmaier erneut einen Obmann Anfang 30 gibt.

Nun muss sich die neue Lösung bewähren, nicht nur intern sondern auch nach außen. Denn die Heidenheimer Gruppe ist ins Visier des Württembergischen Fußballverbandes geraten. Die Überlegung des Verbands, die Gruppe aufzulösen, sollten die Heidenheimer als die sprichwörtlich gelbe Karte ansehen. Sie spielen nun auf Bewährung und wissen, dass der Verband ganz genau hinschauen wird. Jetzt darf wirklich nichts mehr passieren.

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