Scioscia will zeigen, was in ihm steckt

Aufgestiegen: Nachwuchstalent Maurizio Scioscia (Nummer 14) ist von der Verbandsliga ins Drittliga-Team des FCH aufgerückt.
Aufgestiegen: Nachwuchstalent Maurizio Scioscia (Nummer 14) ist von der Verbandsliga ins Drittliga-Team des FCH aufgerückt. © Foto: Foto: räp
Yasmin Fischer 17.07.2012
Er ist jung, er ist talentiert, und der FCH setzt großes Vertrauen in ihn: Maurizio Scioscia rückte aus der Verbandsliga-Mannschaft in den Drittliga-Kader auf und hat nun die Chance zu zeigen, was in ihm steckt.

In den beiden Testspielen gegen die Bundesligisten FC Augsburg und VfB Stuttgart wurde der 20-Jährige sogar jeweils fünf Minuten vor Schluss eingewechselt.

Scioscia kam 2008 vom TSV Neu-Ulm an die Brenz. „Durch meinen besten Kumpel“, wie er sagt. „Er hat in der B-Jugend nach Heidenheim gewechselt. In der Winterpause hat er mich immer wieder angerufen und gesagt, dass ich auch nach Heidenheim kommen sollte.“

Die anfänglichen Zweifel wegen des weiten Weges und der Zugfahrt, die er neben der Schule her in Kauf nehmen musste, hatten sich nach einem Probetraining schnell gelegt. „Das Training und die Atmosphäre in Heidenheim haben mir von Anfang an gut gefallen“, so Scioscia, der in Blaustein bei Ulm lebt.

Nach seinem Realschulabschluss absolvierte der 1,74 Meter große Verteidiger eine Lehre zum Sport- und Fitnesskaufmann. Beim FCH spielte er nach der Jugend in der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga und bekommt nun die Möglichkeit zu zeigen, ob er sich im harten Profi-Fußballgeschäft durchzusetzen vermag.

Was hat sich für ihn verändert, seit er mit der ersten Mannschaft trainiert? „Es ist alles viel intensiver als in der zweiten Mannschaft“, gesteht Scioscia: „Man kann es sich etwa so vorstellen, wie es auch im Fernsehen gezeigt wird – einfach ein Traum.“ Der Anstrengung, der Belastung und dem hohen Tempo in der 3. Liga sieht sich der Deutsch-Italiener aber gewachsen.

„Ich bin gut reingekommen, obwohl ich nur eineinhalb Wochen Pause hatte, weil ich noch in der zweiten Mannschaft gespielt habe. Am Anfang dachte ich, dass es vielleicht schwer werden könnte. Ich habe zwar schwere Beine. Das ist aber normal nach dem harten Training“, sagt der Verteidiger und lächelt dabei. „Aber ich komme gut zurecht und der Belastung, denke ich, bin ich schon gewachsen.“

Scioscia hat sich mittlerweile gut ins Drittliga-Team integriert und schätzt es auch sehr, dass seine Kameraden auf ihn zukommen, ihn motivieren, aber auch, dass sie ihn darauf hinweisen, wenn er Fehler macht. Seine Erwartungen an sich selbst hat der ehrgeizige Nachwuchsspieler, der im Drittliga-Aufgebot die Rückennummer 14 tragen würde, entsprechend hoch gesteckt. „Weiterentwickeln und gute Trainingsleistungen zeigen, damit ich möglichst häufig zu Einsätzen in den Vorbereitungsspielen komme.

Dabei wirkt Scioscia schon ein bisschen stolz auf seine Leistung. „Gegen den FC Bayern II durfte ich durchspielen, gegen Augsburg kam ich einige Minuten lang zum Einsatz und habe meines Erachtens ein gutes Spiel gemacht.“

Trainer Frank Schmidt traut es dem Nachwuchsspieler durchaus zu, Bestandteil seines Teams zu werden. „Es macht richtig Spaß, ihm zuzusehen“, sagt der Heidenheimer Chefcoach. Auch FCH-Geschäftsführer Holger Sanwald ist von dem Nachwuchstalent beeindruckt: „Er ist richtig gut“, meint Sanwald. Ob er sich durchsetzen kann? „Das kann ich im Vorfeld nicht sagen“, meint der Manager. Scioscia habe es selbst in der Hand.

Dass die Chancen, einen Stammplatz zu bekommen, natürlich nicht gerade groß sind, weiß Scioscia. „Es wird sehr schwer. Auf der Position hinten links, die ich spiele, habe ich Ingo Feistle vor mir. Der ist natürlich gesetzt und spielt schon seit Jahren beim FCH. Ich bin froh, wenn ich im Kader dabei sein darf. Das ist jetzt erst einmal das Wichtigste.“ Seine Stärken sieht Scioscia in der Technik und der Schnelligkeit. „Der Zug nach vorn ist auch da“, sagt er und grinst. Arbeiten müsse er hingegen beispielsweise noch an der Ballannahme.

Und was ist seiner Meinung nach für den FCH in der kommenden Saison möglich? „Ich sehe uns ganz weit vorne dabei, der Aufstieg muss in diesem Jahr mit dieser Mannschaft drin sein.“

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