Schnaitheim / Uwe Gobbers Die TSG Schnaitheim setzte sich mit 4:1 gegen die Sportfreunde Lorch durch. Dabei ging es nicht gerade zimperlich zu.

Zum Wiederbeginn setzte Schnaitheims Trainer Patrick Bartak auf eine Viererabwehr mit Wolfgang Spahr und Andreas Strahl im Zentrum und Hannes Hommel und Sven Bosch auf den Außenverteidigerpositionen.

Das zentrale defensive Mittelfeld bildeten wie schon Ende 2018 Michael Pfitzer und Michel Wegele. Auf den Außen begannen Lukas Weireter und Markus Braig. Im Sturm liefen Markus Schoger und Matthias Kolb auf.

Die Anfangsphase hatte es noch in sich. Erst vergab Weireter in der 2. Minute, dann parierte Heiko Karnisky im TSG-Tor in der 6. Minute glänzend gegen Lorchs Linksaußen Niklas Bopp. Weitere Gefahr brachte der Volleyschuss von Lorchs Yannick Ehmann in der 12. Minute.

Im Anschluss verflachte die Partie. Beide Teams neutralisierten sich, was vor allem am immensen Aufwand von Lorch lag, die läuferisch vorbildlich die Räume der TSG-Kicker zuschnürten. Deshalb dauerte es bis zur 44. Minute, ehe Schnaitheim wieder eine Torchance erspielen konnte. Und der Konter über die linke Seite, vorgetragen vom schnellen Hommel, brachte die TSG-Führung durch Schoger, der die scharfe Hereingabe des linken Außenverteidigers unhaltbar verwandelte.

Gegentreffer kurz vor der Pause

Doch statt mit einer beruhigenden 1:0-Führung in die Pause zu gehen, kassierte die TSG kurz vorher noch das 1:1 durch einen schmeichelhaften Foulelfmeter der Gäste.

Zwar ging das 1:1 aufgrund der Verhältnisse der ersten Halbzeit vollkommen in Ordnung, doch die TSG-Kicker wollten mehr und starteten stark in den zweiten Durchgang. In der 49. Minute verzog Schoger knapp aus aussichtsreicher Position. Zwei Zeigerumdrehungen später zielte Weireter zu hoch, und gleich darauf scheiterte Kolb an Lorchs Keeper Timo Hummel. Aber nur, um es in der 54. Minute besser zu machen. Der eingewechselte Sebastian Störrle setzte sich rechts durch und flankte auf Kolb, der mit dem ersten Versuch erneut an Hummel scheiterte, im Nachschuss aber die Führung für Schnaitheim erzielte.

Schnaitheim blieb optisch das bessere Team, konnte aber in den folgenden zwanzig Minuten keine Akzente mehr setzen. Erst in der 75. Minute wurde es wieder gefährlich. Erst schoss Kolb über den Querbalken, dann köpfte auch Hommel nach einem Eckball über den Kasten. Eine weitere Chance von Kolb ergab sich in der 79. Minute.

Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Schnaitheimer alles klar machen würden, als Schiedsrichter Selim Özogul in der 83. Minute zur Verwunderung der Schnaitheimer nach einem Getümmel im Strafraum durch den vorausgegangenen Eckball auf Foulelfmeter entschied. Zur Erleichterung der Hausherren traf der Lorcher Schütze jedoch nur die Latte. Schlimmer noch für die Sportfreunde aus Lorch: Kaum drei Minuten später setzte Lorchs Verteidiger Kai Kara den Ball beim Abwehrversuch gegen Kolb ins eigene Tor zum 3:1. Im Anschluss leistete sich Lorchs Tormann Hummel eine klare Tätlichkeit gegen Schoger, kam wie Schoger aber mit einer gelben Karte davon.

Platzverweis folgt auf Torjubel

Den Schlusspunkt setzte Lukas Weireter in zweierlei Hinsicht: Erst markierte der Linksaußen nach schönem Zusammenspiel mit Kolb das 4:1 (92.), dann wurde er vom Unparteiischen wegen Provokation des Gegners mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.