Nattheim Nachwehen wegen eines Spielberichts

Nattheim / pm 27.11.2018
Die SG Bettringen fühlt sich und die Partie gegen die TSG Nattheim falsch dargestellt.

Das Spitzenspiel zwischen der SG Bettringen und der TSG Nattheim hat ein mediales Nachspiel. Die SG Bettringen reagiert in einer Stellungnahme auf einen von einem Mitarbeiter der TSG Nattheim verfassten und in der HZ gestern veröffentlichten Spielbericht.

„Mit der Platzwahl hat die SG Bettringen immer einmal im Jahr Probleme. Wenn die TSG Nattheim zu Gast ist und auf Kunstrasen gespielt wird“, schreibt Oliver Glass, Teammanager der SG Bettringen. Das Murren auf Nattheimer Seite sei bereits vor Spielbeginn groß gewesen. „Der Rasenplatz in Bettringen war gestreut und die Verantwortlichen der SGB hatten durchaus vor, dort auch zu spielen“, betont Glass weiter. Freitagnacht habe es allerdings in Gmünd geregnet. „Und welcher Verein oder welche Stadt würde sich Ende November einen Rasenplatz ramponieren lassen, wenn ein Kunstrasen vor Ort ist?“, fragt Glass. Der Rasenplatz sei „definitiv nicht gut bespielbar“ gewesen, wie es zunächst aus dem Nattheimer Lager hieß, so Glass.

Nicht nur bei der Platzwahl, sondern auch bei den Bettringer Toren habe der Bericht „völlig daneben“ gelegen. Seitz erzielte zum zwischenzeitlichen 1:1 kein „Kopfballtor“, wie im Spielbericht angegeben, sondern markierte seinen Treffer mit einem Gewaltschuss aus kurzer Distanz, so Glass. Zudem sei dem Treffer von Knödler (2:1) kein „unberechtigter Freistoß in halbrechter Position“ vorausgegangen.

Auch, dass „die Bettringer Bank die Gäste schlimm beschimpft habe“, könne aus Gmünder Sicht so weder geduldet noch unkommentiert gelassen werden, erklärt Glass. Vielmehr sei es so gewesen, dass Nattheim „das Fair Play auf dem Platz mit Füßen trat“. Bettringen gab einen zugesprochenen Eckball zurück, nachdem dieser vom Schiedsrichter nicht richtig erkannt wurde, so Teammanager Glass und führt aus: „Kurz darauf bekam Nattheim vom ordentlich leitenden Schiedsrichter einen Einwurf zugesprochen, der eigentlich klar für Bettringen zu werten gewesen wäre. Ein Nattheimer Spieler mimte das Unschuldslamm und führte den Einwurf aus. Darauf wurde es hitzig, jedoch nie beleidigend.“ Spieler der TSG Nattheim seien niemals durch die Bettringer Bank attackiert worden.

SG-Teammanager Glass ist der Meinung, dass man so nicht mit sportlichen Kontrahenten umgehen dürfe. Zudem sei auf Bettringer Seite weder ein Spieler noch ein Trainer des Feldes verwiesen worden. „Auf Nattheimer Seite wurde eine Person bereits zur Halbzeitpause aus dem Innenraum verwiesen“, so Glass weiter.

Der SG Bettringen gehe es nicht darum, etwaige Personen zu benennen, sondern darum, „dass man auf Nattheimer Seite wohl sehr gerne austeilt, aber nicht einstecken kann“, sagt Glass. Für die Bettringer sei das Spiel eigentlich schon abgeschlossen gewesen, weil man mit den Nattheimern nach Spielschluss sogar noch zusammengesessen sei und sich vernünftig ausgetauscht habe. „Die Nachwehen kamen dann jedoch am Montag, als der Nattheimer Bericht veröffentlicht wurde“, begründet Glass die Entscheidung, darauf öffentlich zu reagieren.

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