Landkreis Heidenheim / Edgar Deibert Die Fußballer aus dem Landkreis werden sich an diesen Namen noch erinnern: Eberhard. Das Sturmtief, das diesen Namen trägt, führte gestern zu Spielausfällen von der Landes- bis in die Kreisliga.

Wobei, so ganz untypisch ist es nicht, ist doch der März ein gefährlicher Monat für Fußballspiele. Hier ist es fast schon Tradition, dass Spiele ausfallen. Ein Rückblick auf die vergangene Saison genügt.

So konnte am 11. März 2018 die Bezirksliga-Partie Neresheim gegen Gerstetten nicht angepfiffen werden. Der Grund war ein einfacher: zu viel Wasser auf dem Platz. Und die Neresheimer wollten diesen nicht kaputt machen. Eine Woche später wurde es aber nicht besser. Ordentliche Schneefälle ließen am 18. März 2018 fast gar keinen Spielbetrieb im Landkreis zu. Lediglich die Schnaitheimer Bezirksliga-Fußballer stemmten sich gegen den Trend − und schlugen auf Kunstrasen Heubach mit 1:0.

Schon im Vorjahr war das Wetter mies

Ja ja, der März macht eben was er will. Dies war auch gestern der Fall. Bereits früh wusste der VfL Gerstetten, dass seine Begegnung beim SV Wört aufgrund Unbespielbarkeit des Platzes (auf deutsch: zu viel Wasser ist bäh) ausfällt. Damit sparten sich die Gerstetter die Anreise von knapp 70 Kilometern. „Wobei es schade war, denn wir hätten sehr gerne gespielt“, sagt Trainer Sebastian Knäulein.

Ähnlich war es beim Landesligisten FV Sontheim. Hier leistete Sturmtief Eberhard auch ganze Arbeit. Ein Platz sei fast schon sumpfig gewesen, auf dem anderen habe Wasser gestanden, erzählt Coach Marcus Mattick. Das Heimspiel gegen Neu-Ulm soll dabei möglichst noch vor dem Osterwochenende nachgeholt werden.

Windböen bremsen AC Milan aus

Einen anderen Grund als Wasser gab es bei der Bezirksliga-Partie AC Milan Heidenheim gegen die SG Kirchheim. Einen Kunstrasenplatz wirft schließlich nicht so leicht etwas um. Es sei denn, es handelt sich um Windböen. „Der Ball wollte einfach nicht liegen bleiben“, beschreibt Milan-Trainer Dusko Cuckovic die schwierigen Bedingungen auf den Reutenen. Auch nach einer halben Stunde Warten wurde es nicht unbedingt besser und der Schiedsrichter entschied, die Begegnung nicht anzupfeifen. Vom Winde verweht also. Dabei hätte der AC Milan Heidenheim gerne gespielt, sagt Coach Cuckovic. Die Gäste aber wiederum eher weniger. Sie hatten wohl mehr Respekt vor Eberhard. Und natürlich auch vor dessen Launen.