Neresheim Ende eines Derbys: Rangelei nach Schlusspfiff

Neresheim / Wolfgang Gentner 08.10.2018
Nach dem 1:0-Heimsieg des SV Neresheim im Spitzenspiel gegen die TSG Nattheim kam es zu einer Rudelbildung auf dem Platz.

Der insgesamt verdiente Sieg des SV Neresheim im Spitzenspiel gegen die TSG Nattheim trat am Ende in den Hintergrund. Als der ansonsten gut leitende Schiedsrichter im Starkregen von Neresheim fast gänzlich auf eine angebrachte längere Nachspielzeit verzichtete, lagen die Nerven beider Teams blank. Die Gastgeber feierten direkt vor der Gäste-Bank etwas provozierend ihren 1:0-Erfolg und dies ließ einige Nattheimer ausrasten.

Es folgte ein Getümmel mit absolut unschönen Szenen und einem Karatetritt eines Nattheimer Teammitglieds an einen Neresheimer Spieler, der keinesfalls geduldet werden sollte.

In der Anfangsviertelstunde hatte der Tabellenführer aus Nattheim zwar viel Ballbesitz, doch konnte er damit so gut wie nichts anfangen. Die Hausherren dagegen lauerten auf Konter, doch auch hier wurde der letzte Pass oft zu ungenau gespielt.

Dedic erzielt das Tor des Spiels

So dauerte es über zwanzig Minuten zum ersten Höhepunkt der Partie, denn die Gastgeber wurden nun zunehmend mutiger und hatten durch den Schuss von Denis Werner, sowie den Kopfball durch Sven Lukina zwei gute Möglichkeiten zu verzeichnen.

In der 23. Minute setzte sich Nenad Dedic über links durch und seine scharfe Hereingabe köpfte Werner zur vielumjubelten Führung für den SVN in die Maschen. Die Neresheimer zeigten sich danach auch weiterhin sehr zweikampfstak und so stießen die Gäste oft an ihre spielerischen Grenzen. Viel zu oft versuchten sie es mit langen Bällen, die jedoch allesamt keinerlei Gefahr brachten. Stattdessen hätte Werner per Seitfallzieher kurz vor der Pause die Führung für sein Team fast noch ausgebaut, doch das Leder rauschte knapp am Tor vorbei.

Auch nach dem Wechsel änderte sich erstmal nichts an dem Geschehen, die Neresheimer verteidigten weiterhin geschickt und die Gäste versuchten es immer wieder erfolglos durch die Mitte. Es dauerte bis zur 59. Minute, ehe der Spitzenreiter endlich einmal über außen spielte, doch die Flanke des eingewechselten Jens Baamann jagte TSG-Torjäger Patrick Brümmer volley knapp über das Gehäuse.

Dies sollte der Startschuss für die beste Phase der TSG sein, denn innerhalb kürzester Zeit scheiterten Brümmer sowie Maximilian Frank nur äußerst knapp. Dies sollte jedoch nur ein kurzes Strohfeuer bleiben, denn die Hausherren bekamen danach wieder mehr Sicherheit in ihr Spiel und konnten sich so aus der Umklammerung lösen.

Die Schlussviertelstunde war dann von vielen Wechseln sowie aufkommender Hektik geprägt. Die Gastgeber spielten nun auch vermehrt auf Zeit, dazu brach in den letzten zehn Minuten ein Unwetter herein.

Brümmer wird abgeblockt

In der 88. Minute hatte Brümmer nach einer Ecke den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde noch kurz vor der Torlinie abgeblockt, auf der Gegenseite kam Nattheims Florian Horsch nach seiner Notbremse an Ersin Coban noch glimpflich davon.

Als sich alle Beteiligten auf eine lange Nachspielzeit einstellten, machte der Unparteiische dem Ganzen ein Ende und beendete die Partie.

Zahlen und Daten zur Begegnung

SV Neresheim: Franke – Jakobschy, Lukina, Camic, Hajtic – Catura, (78. Feidel), Wanner, Dedic, Kurz (67. Coban), Cay (61. Kraus) – Werner

TSG Nattheim: Nannt – Lankes, Lunz, Fabian Horsch, Florian Horsch – Prater (80. Gentner), Frank, Schürrle, Hochholzner (73. Staud) – Fischer (42. Baamann), Brümmer

Schiedsrichter: Alexander Wille aus Laichingen

Zuschauer: 300

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