Länderspiel Deutsche U 21 spielt in Heidenheim

Hat bislang viel Grund, seinem Team Beifall zu klatschen: U-21-Bundestrainer Stefan Kuntz hofft am Dienstag in Heidenheim gegen Irland auf einen erfolgreichen Abschluss der Qualifikation zur Europameisterschaft, die 2019 in Italien und San Marino ausgetragen wird.
Hat bislang viel Grund, seinem Team Beifall zu klatschen: U-21-Bundestrainer Stefan Kuntz hofft am Dienstag in Heidenheim gegen Irland auf einen erfolgreichen Abschluss der Qualifikation zur Europameisterschaft, die 2019 in Italien und San Marino ausgetragen wird. © Foto: Eibner
Heidenheim / Von Thomas Grüninger 10.10.2018
Die deutsche U-21-Nationalmannschaft trifft am Dienstag, 16. Oktober, in der Voith-Arena auf die Auswahl Irlands. Möglicherweise ist bis dahin die Qualifikation schon geschafft.

Länderspiel-Atmosphäre gab's schon einige Male in der Heidenheimer Voith-Arena (U 20, U 19, U 17, Frauen). Aber die Partie am Dienstag (18.30 Uhr) ist sicherlich etwas Besonderes. Die von Stefan Kuntz betreute U 21 gilt als Sprungbrett für die A-Nationalmannschaft und besteht zu weiten Teilen aus Spielern, die sich schon in der Bundesliga oder gar auf internationaler Ebene profilierten. Zudem ist die Partie am Dienstag ein Qualifikationsspiel zur U-21-Europameisterschaft 2019 in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni).

Ob's im Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Irland in Heidenheim aber tatsächlich noch um etwas geht, wird sich bereits am Freitag zeigen. Da trifft die Auswahl von Stefan Kuntz (20 Uhr in Ingolstadt) auf Norwegen, dem einzigen Team, dem man sich während der Quali bisher geschlagen geben musste (1:3). Holen die Deutschen, die derzeit mit fünf Punkten die Tabelle anführen, wenigstens einen Zähler, dann ist ihnen Platz eins und damit die Direkt-Qualifikation für Italien nicht mehr zu nehmen. Das Spiel in Heidenheim hätte für die DFB-Elf dann nur noch statistische Bedeutung.

Einige spielten schon bei Löw

Allerdings geht's bei der U 21, die übrigens bei der EM als Titelverteidiger antreten würde, immer auch um mehr als um den Mannschaftserfolg. Wer im Team von Stefan Kuntz überzeugen kann, empfiehlt sich zugleich für höhere Aufgaben und hat gute Chancen, demnächst von Bundestrainer Joachim Löw eingeladen zu werden.

Einige der Spieler im aktuellen Aufgebot von Stefan Kuntz durften bereits Erfahrungen in der A-Nationalmannschaft sammeln und stehen sicher auch am Dienstag in Heidenheim im Fokus. Der Leverkusener Jonathan Tah und der inzwischen für AS Monaco spielende Benjamin Henrichs wurden jeweils schon dreimal von Jogi Löw berufen. Tah ist aktuell in einer starken Form, das Fachblatt „Kicker“ kürte den Abwehrchef vergangenen Sonntag beim 0:0 der Leverkusener in Freiburg zum „Spieler des Spiels“.

Andere Akteure, die am Dienstag zu sehen sind, konnten sich in der Bundesliga zuletzt ebenfalls in den Vordergrund spielen: der Gladbacher Florian Neuhaus beispielsweise, der mit vier Torvorlagen im Ranking der Assists augenblicklich Platz zwei im Fußball-Oberhaus einnimmt. Starke Leistungen gab's zuletzt auch von Maximilian Eggestein zu sehen, der von Kuntz für den verletzten Augsburger Marco Richter nachnominiert wurde. Mit Johannes „Jojo“ Eggestein, der für Bremen jetzt sein erstes Bundesligator erzielte, gehört auch Maximilians Bruder dem DFB-Aufgebot für Ingolstadt und Heidenheim an.

Skarke-Debüt vor einem Jahr

Erstmals im Kader stehen der Freiburger Robin Koch, Berlins Verteidiger Maximilian Mittelstädt und der Ex-Nürnberger Abdelhamid Sabiri vom Premier-League-Klub Huddersfield Town. Der Mainzer Levin Öztunali, Enkel von HSV-Legende Uwe Seeler, kehrt nach Verletzung in die Auswahl zurück.

Übrigens: Vor gut einem Jahr hatte auch der 1. FC Heidenheim einen U-21-Nationalspieler. Tim Skarke debütierte bei der 1:2-Niederlage gegen Ungarn in der Auswahl von Stefan Kuntz.

Nach mehreren Verletzungen in der Rückrunde der vergangenen Saison kämpft der aus Nattheim stammende Mittelfeldspieler momentan um seinen Platz in der Heidenheimer Stammelf. Skarke ist aktuell der einzige Spieler im Zweitliga-Kader des FCH, der schon U-21-Erfahrung sammeln durfte.

Der DFB-Kader für die Spiele in Ingolstadt und Heidenheim: Torhüter: Nils Körber (VfL Osnabrück), Moritz Nicolas (Borussia Mönchengladbach), Alexander Nübel (Schalke 04) – Abwehr: Timo Baumgartl (VfB Stuttgart), Benjamin Henrichs (AS Monaco), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Robin Koch (SC Freiburg), Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) , Felix Uduokhai (VfL Wolfsburg) – Mittelfeld: Maximilian Eggestein (Werder Bremen), Marcel Hartel (Union Berlin), Eduard Löwen (1. FC Nürnberg), Arne Maier (Hertha BSC), Florian Neuhaus (Mönchengladbach), Philipp Ochs (Aalborg BK), Levin Öztunali (FSV Mainz), Luca Waldschmidt (SC Freiburg) – Sturm: Johannes Eggestein (Werder Bremen), Abdelhamid Sabiri (Huddersfield Town), Janni Serra (Holstein Kiel), Cedric Teuchert (Schalke 04).

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