Neresheim Bezirksliga: Spitzenspiel Neresheim gegen Nattheim

Hat noch immer einiges am Ball drauf: Thomas Lieb betreut zusammen mit Klaus Beyrle die TSG Nattheim.
Hat noch immer einiges am Ball drauf: Thomas Lieb betreut zusammen mit Klaus Beyrle die TSG Nattheim. © Foto: Markus Brandhuber
Neresheim / Edgar Deibert 06.10.2018
Es ist ein Topspiel und Wiedersehen zugelich: Die Trainer beider Teams kennen sich gut, liefen sie doch einst gemeinsam auf.

Damals, das war die Zeit beim SV Großkuchen. Ein gewisser Klaus Beyrle lief rechts im defensiven Mittelfeld auf. Thomas Lieb beackerte die linke Außenbahn. Und aus der A-Jugend kam gerade ein talentierter Spieler mit dem Namen Sven Palinkas heraus. „Man kennst sich. Ein bisschen“, sagt Beyrle rückblickend auf die gemeinsamen Einsätze. Und auch Palinkas erinnert sich. „Ich freue mich auf das Treffen. Nach dem Spiel am Sonntag werden wir sicher über alte Zeiten reden.“

Bis in Erinnerungen geschwelgt werden kann, sind die drei allerdings Gegner. Das Duo Beyrle/Lieb trainiert heute nämlich die TSG Nattheim, Palinkas betreut den SV Neresheim. Und dieser hat am Sonntag den Tabellenführer aus Nattheim zu Gast (15 Uhr).

Es ist ein Spitzenspiel und Derby zugleich. Oder etwa nicht? „Ich sehe es eher nicht so. Für mich ist Schnaitheim gegen Nattheim ein Derby. Neresheim gegen Nattheim ist für mich eher ein normales Spiel“, sagt Sven Palinkas. Aber ein Spitzenspiel sei es schon.

Mit dem Kopf schon bei Nattheim

Die Neresheimer sind gut in die Saison gestartet und belegen den dritten Platz. Besonders der jüngste 1:0-Erfolg seines Teams in Waldhausen hat Palinkas beeindruckt. „Da sind wir sehr diszipliniert aufgetreten“, lobt der 37-Jährige. Doch nur wenige Tage später folgte ein Dämpfer. Im Bezirkspokal gab's am „Tag der deutschen Einheit“ eine 2:3-Niederlage beim klassentieferen TV Straßdorf (Kreisliga A 1). „Meine Jungs hatten da wohl schon Nattheim im Kopf“, vermutet Palinkas.

Die TSG Nattheim sei dabei favorisiert, sagt der Neresheimer Coach. Allerdings habe ihm das 2:2 der TSG gegen den SV Wört – die Nattheimer kassierten dabei die ersten Gegentore der Saison – das Gefühl gegeben, dass Nattheim nicht unbesiegbar sei.

Nattheim hatte länger spielfrei

Auch Klaus Beyrle hat sich ein Spiel des Gegners herausgepickt. Der Sieg in Waldhausen werde den Neresheimern „ordentlich Selbstbewusstsein“ gegeben haben, so der Nattheimer Trainer. „Sie werden mit einer breiten Brust auftreten.“ Daher sieht der 48-Jährige keinen Favoriten.

Im Gegensatz zum SV Neresheim hatten die Nattheimer länger spielfrei. Die vorverlegte Partie gegen Wört wurde bereits am 26. September ausgetragen, im Bezirkspokal kam bereits früh das Aus. Daher gab's bei der TSG in dieser Woche eine Trainingseinheit mehr. Spielfluß oder Ruhephase, vielleicht wird auch dies eine Rolle spielen.

Gerstettens Coach angefressen

Wie Neresheim war auch der VfL Gerstetten am Mittwoch, 3. Oktober, im Bezirkspokal gefordert. Nach einer aufregenden Begegnung gab's beim Ligakonkurrenten TSG Schnaitheim eine knappe 3:4-Niederlage. Auch Tage danach war Sebastian Knäulein noch angefressen. Nach dem enttäuschenden 3:3 beim AC Milan Heidenheim hätte seine Mannschaft ein super Spiel gemacht. Dennoch kam das Pokal-Aus.

Der Fokus lag beim VfL Gerstetten aber von Saisonbeginn an auf der Liga, sagt Knäulein. In dieser belegen die Gerstetter nach zuletzt einem Punkt aus vier Spielen nur den zwölften Platz.

Der VfL ist nicht zufrieden

„Wir sind mit dem Saisonstart nicht zufrieden“, räumt Trainer Knäulein ein. Das Ziel sei es, sich ins Mittelfeld der Tabelle vorzuarbeiten. Am besten gleich mit einem Sieg am Sonntag im Heimspiel (15 Uhr) gegen die TSG Hofherrnweiler II, die über die Relegation aufgestiegen ist. Knäulein beschreibt den Gegner als „sehr junge, lauf- und spielstarke Truppe“. Für den VfL Gerstetten werde es bis zur Winterpause auch keine leichten Spiele geben.

Die beiden anderen Kreisvertreter auswärts

Am Sonntag tritt die TSG Schnaitheim (4.) beim TV Heuchlingen (7.) an. Zudem ist der Tabellenvorletzte AC Milan Heidenheim bei Mitaufsteiger SV Wört (9.) zu Gast. Beide Partien werden ebenfalls um 15 Uhr angepfiffen.

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