Gerstetten / Thomas Grüninger Dem VfL Gerstetten würde ein Sieg gegen Tabellennachbar Kirchheim enorm helfen.

Für Trainer Sebastian Knäulein ist es „vorerst das wichtigste Spiel der Saison“: Mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn SG Kirchheim/Trochtelfingen könnte sich der VfL Gerstetten nicht nur um einen Platz verbessern und sich damit Luft im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga verschaffen. Ein Dreier wäre auch Balsam für die Moral, nachdem sich die Älbler zuletzt bei Spitzenreiter Bettringen eine 2:8-Abfuhr einfingen.

Wie ein roter Faden zieht sich das Verletzungspech beim VfL durch die Saison. Auch in der Gmünder Vorstadt musste Knäulein auf eine absolute Not-Besetzung zurückgreifen. „Da fehlen dann die Automatismen im Spiel und am Ende auch die Kraft, um so eine Partie ausgeglichen gestalten zu können“, sagte der Trainer, der wenige Tage vor dem Spiel in Bettringen sogar erwog, die Partie abzusagen: „Da hatte ich nur acht Leute im Training“, so der 37-Jährige.

Knäulein hofft nun, dass am Sonntag die zuletzt sehr vermissten Leistungsträger Marcel Kässmeyer, Markus Gentner und Meliksah Evrensel wieder zur Verfügung stehen. Zudem ist Can Daler aus dem Urlaub zurück.

Knäulein bleibt auf jeden Fall

Trotz der zuletzt unbefriedigenden Personalsituation will Knäulein dem VfL Gerstetten auch über diese Saison hinaus die Treue halten. „Ich werde definitiv bleiben. So eine Seuchensaison wie in diesem Jahr soll es nicht noch einmal geben. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Mannschaft viel Potenzial hat“, betonte er. Seine Zusage gelte auch für den Fall, dass die Ger­stetter in der kommenden Saison in der Kreisliga A spielen müssten.

Während der VfL Punkte im Abstiegskampf braucht, geht es für die TSG Nattheim am Sonntag darum, den Kontakt zu den ersten beiden Plätzen nicht abreißen zu lassen. Die Nattheimer empfangen zum Kreisderby die TSG Schnaitheim und sollten dringend drei Punkte einfahren. Von den vergangenen fünf Partien gewann Nattheim nur eine (bei Schlusslicht Ellwangen). Zuletzt beim torlosen Unentschieden gegen Waldhausen blieb auch ein Strafstoß ungenutzt.

Schnaitheim wiederum unterlag zuletzt zweimal 1:2 - im Pokal bei Hofherrnweiler II, in der Meisterschaft gegen Lauchheim. Viel passieren kann der TSG allerdings nicht mehr. Nach hinten ist der Tabellenachte ausreichend abgesichert und hat mit dem Aufstieg auch nichts zu tun.

Neresheim zurück an die Spitze?

An der Tabellenspitze stellt sich derweil die Frage, ob der SV Neresheim (Heimspiel gegen Lorch) die in der Vorwoche eingebüßte Tabellenführung zurückerobert. Dazu bräuchten die Klosterstädter aber Schützenhilfe vom SV Wört, der parallel Tabellenführer Bettringen zu Gast hat.

Der AC Milan Heidenheim hat sich mit einem 6:0 gegen Schlusslicht Ellwangen auf Platz zehn vorgearbeitet. Das müsste genügend Selbstvertrauen geben, um sich auch beim Tabellensechsten Waldhausen etwas auszurechnen. Alle Spiele beginnen am Sonntag um 15 Uhr.