Göppingen / ANDREAS BÖHRINGER  Uhr
Die Winterpause hat erst begonnen, da hat der SV Göppingen bereits zwei Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der Vierte der Fußball-Verbandsliga verpflichtete Philip Kühnert und Gent Cerimi.

Vor wenigen Wochen äußerte Mike Krannich, Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV Göppingen, noch den Wunsch, dass sich im Personalbereich in der Winterpause etwas tue, denn das Aufgebot der Rot-Schwarzen sei dünn besetzt. Mit den beiden Neuverpflichtungen Philip Kühnert und Gent Cerimi wurde der Kader nun qualitativ und quantitativ gleichermaßen verstärkt, Krannich hat fortan mehr Alternativen, so dass etwaige verletzungsbedingte Ausfälle besser kompensiert werden können.

Vom Liga-Konkurrenten SV Böblingen wurde Philip Kühnert (22) bis 2014 verpflichtet. "Philip hatte ich schon im Sommer im Kopf", so der SV-Coach, "aber damals kam es nicht zustande, und er ging nach Böblingen." Kühnert, der aus der Jugend der Stuttgarter Kickers stammt und danach beim SSV Reutlingen aktiv war, ist im Mittelfeld universell einsetzbar. "Ich bin froh, dass er sich für uns entschieden hat", bekennt Krannich, der Kühnert als qualitativ hochwertigen Verbandsliga-Akteur mit starkem linken Fuß beschreibt. "Auch charakterlich passt er voll rein", ist der Trainer überzeugt.

Ebenfalls variabel einsetzbar ist Gent Cerimi, der in der Viererkette alle Positionen bekleiden kann. Der 19-Jährige ist aus der Jugend des SSV Ulm 1846, wo er einen Vertrag für die Regionalliga-Mannschaft angeboten bekam. Cerimi absolvierte ein Probetraining bei einer zweiten Mannschaft eines Bundesligisten, ein Wechsel zerschlug sich aber auf Grund einer Verletzung, so dass er in Ulm blieb, wo er aber zuletzt nur noch in der Reserve auflaufen durfte.

Der gebürtige Geislinger, wohnhaft in Amstetten, wusste beim Probetraining zu überzeugen. "Er ist beidfüßig und ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent", urteilt Krannich über seinen neuen Defensivakteur.

Doch damit nicht genug: Sportdirektor Uli Haug und Krannich würden gerne noch in der Offensive nachlegen. Die Verantwortlichen haben mögliche Kandidaten im Visier und die Verhandlungen bereits aufgenommen. Hier könnte es in Kürze weitere Vollzugsmeldungen geben. Daneben bleibt Philipp Schuler (26), den es beruflich eigentlich nach München ziehen sollte, nun doch beim SV. "Er ist für mich wie ein weiterer Neuzugang", so Krannich über die Flügelspieler, der nach einem Kreuzbandriss die komplette Vorrunde ausfiel.