Göppingen / Markus Munz

Mit dem Auswärtsspiel beim FC Nöttingen am Samstag um 14 Uhr biegt der Göppinger Sportverein auf die Zielgerade der Oberliga-Saison ein. Es folgen noch zwei Heimspiele gegen den SV Oberachern und Germania Friedrichstal, ehe die Partie beim Bahlinger SC eine insgesamt schon jetzt erfolgreiche Runde beschließt.

Nun gilt es, noch das ausgegebene Saisonziel, nämlich mehr Punkte als im Vorjahr zu sammeln, zu erreichen. „Deshalb dürfen wir die Saison nicht auslaufen lassen“, fordert Chris Loser, „wir spielen für uns und wollen mehr Punkte als in der letzten Saison holen, auch wenn es speziell in Nöttingen jetzt nicht einfach werden wird.“ 51 Punkte gilt es zu übertreffen, aktuell steht die Coveli-Elf bei 50 Zählern.

Am Mittwoch beim 1:4 gegen den FSV Bissingen kam in erster Linie deshalb keiner dazu, „weil wir bei den Gegentoren naiv verteidigt haben“, analysiert der 28-Jährige: „Die Niederlage war unnötig, denn wir haben richtig gut begonnen und müssen beim Stand von 1:0 cleverer agieren. Der Ausgleich war der Knackpunkt, danach haben wir unsere Linie verloren. Der Platzverweis hätte uns eigentlich in die Karten spielen sollen, aber auf Grund der zweiten Halbzeit war die Niederlage letztlich auch verdient.“

Mit dem FC Nöttingen wartet am Ende von zwei englischen Wochen ein weiterer harter Brocken auf den Sportverein. Am 20. Spieltag stand der FCN noch auf Platz zwei des Klassements, eine anschließende Durststrecke beförderte die Badener aber zwischendurch auf Rang acht. Mittlerweile hat die vom früheren KSC-Profi Michael Wittwer trainierte Mannschaft fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen und sich wieder am Sportverein vorbeigeschoben. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 2:2. Die Partie in Nöttingen ist für den Sportverein, dem gegen Bissingen neun verletzte Spieler fehlten, das fünfte Spiel in 16 Tagen. Darunter waren die Highlights in Reutlingen und gegen die Stuttgarter Kickers, die zwei Zähler Vorsprung mit in die Endphase des Oberliga-Meisterschaftsrennens nehmen und diesmal gespannt auf das Verfolgerduell zwischen Bissingen und dem Bahlinger SC blicken.

„Das waren tolle Partien, gerade für unsere jungen Spieler wie Felix Frenz. Die vielen Spiele dürfen aber keine Ausrede für unsere Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Bissingen sein“, sagt Chris Loser. Der Allrounder gehört trotz eingeschränkter Trainingsbeteiligung durch seinen Schichtdienst bei der Polizei in dieser Saison wieder zum Stammpersonal von Gianni Coveli und kommt in der Statistik auf 28 Spiele. „Ich bin dem Trainerteam dankbar, dass sie mich trotz der beruflichen Einschränkungen unterstützen. Wenn ich da bin und spielen darf, hänge ich mich voll rein. Wenn nicht, unterstütze ich die anderen Jungs“, erklärt Loser, der im nächsten Spieljahr in seine siebte Saison beim Sportverein gehen wird.

Wenn seine Teamkollegen in der bald anstehenden Sommerpause die Füße hochlegen, wird ihn der Familienzuwachs auf Trab halten. Seine Frau erwartet in den nächsten Wochen den gemeinsamen Nachwuchs.