Fußball-Landesliga Vor Gipfel erst Buch-Prüfung

Der Nigerianer Ibrahim Mohammed darf morgen erstmals auf einen Platz in der Startelf hoffen.
Der Nigerianer Ibrahim Mohammed darf morgen erstmals auf einen Platz in der Startelf hoffen. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Von Thomas Friedrich 19.10.2018

Vorigen Samstag ist es gerade nochmal gut gegangen. Beim Viertletzten TSV Neu-Ulm schlitterte der SC Geislingen beim 2:2 haarscharf an einer Niederlage vorbei. Trainer Jasko Suvalic hat dort „kein besonders gutes Spiel“ seiner Mannschaft gesehen, aber auch keinen desaströsen Auftritt. „Wir haben auch schon schlechter gespielt“, ordnet er die Vorstellung der Seinen bei einem „richtig guten Gegner“ ein. Spielen die Neu-Ulmer immer so wie gegen den SC, „werden sie nicht lange dort unten bleiben“, prognostiziert Suvalic.

Morgen um 15.30 Uhr kommt mit dem TSV Buch  das derzeit personifizierte Mittelmaß der Liga ins Eybacher Tal. Tabellenplatz neun, je drei Siege, Unentschieden und Niederlagen bei fast ausgeglichener Tordifferenz – viel mehr Durchschnitt geht nicht. Suvalic erwartet dennoch einen „sehr unangenehmen“ Kontrahenten, dessen „Laufstärke und gutes Umschaltspiel“ dem SC-Coach Respekt abnötigen.

Da passt es gar nicht ins Konzept, dass gegen diesen Gegner zwei Leistungsträger verletzt ausfallen. Abwehrchef  Tobias Müller hat seine muskulären Probleme noch immer nicht überwunden und fehlt weiter, Spielmacher Pascal Volk leistet ihm mit denselben Symptomen auf der Tribüne Gesellschaft. Immerhin ist im Mittelfeld Karlo Karlicevic wieder einsetzbar, er kehrte rechtzeitig von einem Kurztrip zurück.

Große Hoffnungen setzt Suvalic auf Stürmer Ibrahim Mohammed. Der hat für die zweite Mannschaft in der Kreisliga A schon achtmal getroffen und bei seinem Landesliga-Debüt vorige Woche in Neu-Ulm als Joker dem SC mit seinem Kopfballtor einen Punkt gerettet. Morgen kann ihn sich sein Trainer sogar in der Startelf vorstellen. Der Nigerianer habe derzeit einen Lauf und Suvalic will ihn daher „weiterlaufen lassen“. Die Auftritte des Bürgerkriegs-Flüchtlings sieht der Coach aber nicht als vorübergehend an. „Das ist kein Formhoch, der zeigt das schon lange“, lobt er den Angreifer. Eine Frage der Qualität also. Macht Mohammed so weiter, wird U 23-Trainer Björn Esslinger seinen Torjäger an den Wochenenden „so schnell nicht wiedersehen“, sagt Suvalic. Der Nigerianer hat dann in der Landesliga zu tun.

Morgen soll er mit seinen Toren den SC an der Spitze halten. Die Geislinger wollen unbedingt als Tabellenführer ins Gipfeltreffen eine Woche später beim Tabellenzweiten und Titelfavoriten TSG Hofherrnweiler gehen. Ein Sieg wäre zudem die beste Werbung für den Schlager.

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