Heiningen / Markus Munz  Uhr

Wir wissen, dass es ganz schwer werden wird. Die Liga ist brutal stark“, sagt Trainer Denis Egger vor dem zweiten Jahr im württembergischen Oberhaus. Den Coach, der in sein viertes Jahr beim FC Heiningen geht, plagt zudem eine „sehr durchwachsene Vorb­ereitung“.

Kaum einmal hatte Egger sein gesamtes Personal zur Verfügung, spieltaktisches Arbeiten gestaltete sich deshalb schwierig. Entsprechend liefen auch die Vorbereitungsspiele nicht nach Wunsch. „Positiv war das Weiterkommen im Pokal gegen Ebersbach, da haben wir gezeigt, wie es gehen kann“, sagt Egger. Vom 0:2 im letzten Test gegen die TSV Oberensingen am Dienstag nimmt der 31-Jährige wenigstens „eine ordentliche erste Halbzeit“ mit. Insgesamt befinde sich der Kader in einem Verjüngungsprozess.

Egger muss gerade zu Saisonbeginn teilweise improvisieren. Dominik Mader ist weg, der am Kreuzband verletzte Lennart Zaglauer wird erst im Herbst zurück erwartet, und mit Mike Tausch ist eine weitere prägende Figur des Vorjahres verletzt. Der Mittelfeldmann ist erst wieder in leichtes Mannschaftstraining eingestiegen, die Verantwortlichen wollen nichts überstürzen. „Denn wir wissen, wie lang und kraftraubend eine Verbandsliga-Saison sein kann“, erklärt Egger. Das Auftaktprogramm hat es mit fünf Partien in zwei Wochen gleich in sich. Nach dem ersten Spieltag reisen die Heininger unter der Woche zur zweiten WFV-Pokal-Runde zu Ligakonkurrent TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Nach dem Auswärtsspiel in Ehingen und der Mittwoch-Partie gegen Sindelfingen geht es zum Abschluss der  englischen Wochen zum Ligaspiel noch einmal nach Hofherrnweiler.

Am Samstag gibt zunächst aber der FSV Hollenbach, Vizemeister der vergangenen Saison, seine Visitenkarte in Heiningen ab. Dass der Gegner gleich ein großes Kaliber darstellt, ist Egger indes nur recht. Offensiv fehlen allerdings mit Urlauber Gianluca D’Onofrio und Neuzugang Dogukan Dogun (Knöchel) weitere Alternativen. Der Trainer hat taktisch zwei Varianten im Kopf, die Grundausrichtung des Heininger Spiels wird sich aber nicht verändern: „Wir wollen gut gegen den Ball arbeiten und nach Ballgewinnen zu Torchancen kommen. Du musst in der Verbandsliga so lange wie möglich die Null halten, dazu braucht man die nötige Bereitschaft. Im letzten Jahr hatten wir den richtigen Spirit. Den wollen wir uns, auch über die Ergebnisse, zurückholen.“