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TSG Ehingen Sportverein
Göppingen / ANDREAS BÖHRINGER  Uhr
Die Fußball-Verbandsliga nimmt an diesem Freitag, 17. August, ihren Spielbetrieb auf. Neben dem Göppinger Sportverein sind drei weitere Klubs aus dem Bezirk Neckar/Fils am Start.

Oberliga-Absteiger VfL Kirchheim und Neuling TSG Ehingen läuten bereits am Freitag die Saison 2012/13 in der Fußball-Verbandsliga Württemberg ein. Normalerweise wird an Sams- und Sonntagen gespielt, doch haben die Vereine einige abweichende Begegnungen terminiert, wie das Eröffnungsspiel zeigt.

Anfang Dezember geht es in die Winterpause, im neuen Jahr wird der Spielbetrieb am 9. März wieder aufgenommen, Saisonschluss ist am Samstag, 8. Juni 2013. Nachdem es zuletzt kein bezirksinternes Derby mehr gegeben hat, können sich die Fans des Göppinger Sportvereins nunmehr auf sechs dieser reizvollen Vergleiche freuen.

Die 16er-Staffel wurde kräftig durchgemischt, die Hälfte der Teams sind neu im württembergischen Fußball-Oberhaus. Neben den Absteigern VfL Kirchheim, SV Bonlanden und Normannia Gmünd sind dies die Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach II, VfB Bösingen, FC Frickenhausen, TSG Ehingen und Hellas Bietigheim.

Göppingens Trainer Mike Krannich erwartet eine "deutlich ausgeglichenere" Liga als in der vergangenen Spielrunde. "Ich schätze die Absteiger Bonlanden und Gmünd sehr stark ein. Mein Topfavorit ist allerdings der FV Ravensburg, sie haben sich gut verstärkt", erklärt er. Außerdem hat er Heidenheim II und Großaspach II auf der Rechnung, "je nachdem wie ihre internen Ziele sind, denn sie haben die großen Kader ihrer ersten Mannschaften im Rücken".

"Unter die ersten Acht", lautet die Zielsetzung der SV-Verantwortlichen. "Trotz Platz drei im vergangenen Jahr ist das ist kein Understatement", betont Krannich. "Wir hatten eine hohe Fluktuation mit 13 Neuen, darunter vielen jungen Akteuren. Ich möchte aus den alten und neuen Spielern eine Mannschaft formen und den Teamgedanken fördern. Jeder Einzelne muss seine persönlichen Interessen zurückstellen und mit der Situation umgehen können, auch wenn er mal auf der Bank sitzt." Daneben will der Übungsleiter bei den Neuen eine hohe Identifikation mit den Rot-Schwarzen erreichen. "Sie sollen gerne beim SV sein." Krannich hat klare Vorstellungen davon, wie die sportlichen Ziele zu erreichen sind und das Göppinger Spiel aussehen soll: "Wir wollen agieren statt zu reagieren. Die Grundlage ist taktische Disziplin, schnelles Umschalten und ein variables Angriffsspiel."

In seiner Funktion als Trainer hat er sich persönlich zum Ziel gesetzt, die Neuzugänge, die größtenteils von unterklassigen Klubs kamen, "schnell an das Verbandsliga-Niveau heranzuführen und ein leistungsstarkes Team zu entwickeln". Mit der Zielvorgabe des Vereins sei er einverstanden, so Krannich, der von seinen Schützlingen vollen Einsatz erwartet: "Außenstehende sollen sehen, dass die Jungs mit Leidenschaft ihrem Hobby nachgehen. Wir wollen leidenschaftlichen und attraktiven Fußball bieten." Hierzu kündigt er an, nicht unbedingt die besten Einzelspieler aufzustellen, sondern das "willensstärkste Kollektiv" auf den Platz zu schicken. Dies könne dazu führen, dass Akteure nicht nur auf ihrer angestammten Position zum Einsatz kommen werden.

Einen besonderen Bezug hat Krannich zu den Ligarivalen Neckarrems und Großaspach: "In Neckarrems habe ich viele Freunde und Bekannte", erklärt er und hofft, dass Milan Jurkovic bei Großaspach im Tor stehen wird. "Milan ist ein Freund", bekennt Krannich, der den Torhüter in Stammheim betreute. Der ehemalige U18-Nationaltorwart stammt aus der Jugend des VfB Stuttgart und war für die Schwaben auch in der dritten Liga aktiv. Daneben spielte er auch für den VfR Aalen und Großaspach, wohin er in der vergangenen Saison zurückkehrte, in der Hoffnung, die Nummer eins im Regionalliga-Team zu werden. Doch er verlor den Konkurrenzkampf und hütet deshalb regelmäßig in der Reserve das Tor.