SC Trainer Haug sieht SC Geislingen für Liga-Auftakt gewappnet

Uli Haug (Trainer SC Geislingen) hebt trotz guter Testspielergebnisse warnend den Zeigefinger. Noch passt nicht alles, findet der Trainer.
Uli Haug (Trainer SC Geislingen) hebt trotz guter Testspielergebnisse warnend den Zeigefinger. Noch passt nicht alles, findet der Trainer. © Foto: SchwabenPress
THOMAS FRIEDRICH 26.02.2016
Einmal muss Fußball-Landesligist SC Geislingen noch nachsitzen. Am Samstag wird die Tabelle begradigt, der SC will um 16 Uhr beim heimschwachen Vorletzten SV Ebnat endlich mal wieder gewinnen.

Das Langzeitgedächtnis funktioniert noch. "Ich glaube in Echterdingen, irgendwann im Oktober", beantwortet Trainer Uli Haug die Frage nach dem letzten Sieg seines SC Geislingen ziemlich korrekt. Am 16. Oktober gewann der SC 2:1 beim TV Echterdingen und gehörte zu den Top Drei der Liga.

Sechs sieglose Spiele später ist die Spitze weit enteilt, die Geislinger wollen nur noch eine anständige Rückrunde hinlegen und sogar schon "ein paar Dinge ausprobieren", die in der nächsten Saison dann passen sollen. Nach vorne hat Haug "keine Ambitionen mehr", dafür seien Ebersbach und Calcio Echterdingen "zu stark und zu konstant".

Immerhin durfte sich Haug mal über eine vernünftige Wintervorbereitung freuen - da der SC vorsorglich gleich den Kunstrasen an der Michelberghalle gebucht hat. Im Eybacher Tal wäre trotz des milden Winters der Übungsbetrieb wieder weitgehend brach gelegen. So dürften sich die Geislinger auf dem morgigen Untergrund auf Anhieb zurechtfinden. Da der SV Ebnat ebenfalls über keinen eigenen Kunstrasen verfügt, muss der Vorletzte am Samstag nach Aalen-Westhausen umziehen.

Mit der Arbeit seiner Schützlinge ist der Trainer zufrieden, die Mannschaft hat mitgezogen und verfügt jetzt über die nötige Fitness, in den Testspielen habe sie "hintenraus immer zugelegt". Das war nach dem ersten Vorbereitungsspiel noch nicht abzusehen. Das verloren die Geislinger bei Bezirksligist TV Nellingen glatt 0:3, Haug war über die Probleme der Seinen "ein bisschen erschrocken". Seitdem haben sie deutliche Fortschritte gemacht, der Coach sieht sie jetzt auch taktisch und spielerisch voll auf der Höhe.

Von gelungenen Tests lässt sich beim SC niemand mehr blenden. Haug erinnert an den Sommer, als die Seinen in den Vorbereitungsspielen alles vom Platz geschossen und dann mit nur einem Sieg aus den ersten vier Ligapartien einen Fehlstart hingelegt haben. Von daher wissen die Geislinger, "was auf uns zukommen kann", sagt Haug. Auf den ersten Blick nichts Bedrohliches. Ebnat ist mit vier Zählern aus acht Spielen das schwächste Heimteam der Liga. In insgesamt 15 Partien brachten die Ostälbler nur 16 Treffer zustande, neun davon gehen auf das Konto von Simon Fischer. Schaltet die SC-Abwehr ihn aus, kann Haug Torhüter Jonas Gebauer fast zu Hause lassen.

Die Winterpause hat das Lazarett ausgedünnt. Mit Ausnahme von Yasin Ceküc, der nach Schulter-Operation noch aussetzen muss, hat der Trainer die freie Auswahl. Von 22 Akteuren sind 21 einsatzfähig, freut sich Haug. Einer sprang im letzten Test noch auf den Zug für die erste Elf. Da Nicola Orlando ausfiel, beorderte Haug Benjamin Klement in den Angriff, und der nutzte seine Chance. Klement "hat es richtig gut gemacht", lobt Haug und stellt ihn am Samstag neben Pascal Volk erneut in den Angriff.

Die guten Testspiele haben den miserablen Vorrundenausklang bei Weitem nicht überstrahlt. Jetzt wollen die Geislinger alles tun, damit ihr Trainer bei der Frage nach ihrem letzten Sieg nicht wieder sein Langzeitgedächtnis strapazieren muss.