Traditionsvereine als Rivalen

Keeper Florian Hekele fängt den Ball, Donzdorfs Kapitän Matthias Riegert (Nummer 3) hat das Nachsehen. Foto: Peter Poller
Keeper Florian Hekele fängt den Ball, Donzdorfs Kapitän Matthias Riegert (Nummer 3) hat das Nachsehen. Foto: Peter Poller
SWP 28.04.2014
Mit einem in dieser Höhe kaum erwarteten 5:2-Sieg über Nürtingen bereitete der FC Donzdorf das Feld. Er kämpft nun gegen den FC Eislingen zumindest um die Vize-Meisterschaft der Bezirksliga.

FC Donzdorf - Nürtingen 5:2

(jn). In einem sehr kurzweiligen Spiel ging es hin und her. In der 4. Minute brachte Rothweiler die Gäste in Führung. Donzdorf war keineswegs geschockt und hätte in der 10. Minute beinahe den Ausgleich erzielt, Skrobic verfehlte um Haaresbreite. Fortan war der Gastgeber die überlegene Mannschaft, ohne hochkarätige Chancen zu kreieren. In der 24. Minute setzte sich Skrobic durch und traf zum 1:1. Der FCD spielte weiter mutig nach vorne und belohnte sich drei Minuten vor der Pause. Nach tollem Spielzug tauchte Szenk frei vor dem Tor auf und schoss überlegt zum 2:1 ein.

Nürtingen kam mit Wut im Bauch aus der Kabine und hatte gleich zwei gute Chancen, aber Glück und Torhüter Czeisz bewahrten den FC vor dem Ausgleich. Der erste Vorstoß in Hälfte zwei brachte das 3:1, als Simperl aus 20 Metern abzog (52.). Die Gäste steckten nicht auf und keine zwei Minuten später erzielte Klingenfuß den Anschlusstreffer. Kurz darauf hätte Benjamin Vetter beinahe den alten Abstand wieder hergestellt, nach einer schönen Einzelleistung strich sein Schuss knapp am Ziel vorbei. In der 65. Minute bewahrte Czeisz die Seinen mit einer phantastischen Reaktion gegen Gaygusuz vor dem Ausgleich. Nürtingen hatte mehr vom Spiel und der Gastgeber verlegte sich auf Konter, die brandgefährlich waren. In der 78. Minute luchste Simperl seinem Gegenspieler den Ball ab, lief aufs Tor und markierte das 4:2. Selbst jetzt gaben die Gäste noch nicht auf, Czeisz rettete mehrfach. Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute Riegert, der sich in der eigenen Hälfte den Ball schnappte, auf dem Weg Richtung Nürtinger Tor seine Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvte und zum Endstand einschoss.

FC Donzdorf: Czeisz - Häcker, Riegert, Wagenblast (87. Kaißer), Andres, Skrobic, Simperl, Szenk (87. Bolisbekov), Kqiraj (81. Gairing), Benjamin Vetter, Felix Vetter.

RSK Esslingen - FC Eislingen 0:5

(tr). Bei strömendem Regen begann der FCE hochkonzentriert und ging bereits nach sechs Minuten in Führung. Nach einer Ecke von Yannik Kögler traf Abwehrspieler Robin Reichert. Gleiches Strickmuster auch nach 20 Minuten: Ecke Kögler, Kopfball Reichert und es hieß 2:0 für eine blendend aufgelegte Eislinger Mannschaft, die Ball und Gegner laufen ließ. Gefahr für das Eislinger Tor drohte nur bei Standards. Den Freistoß von Till Augner lenkte der aufmerksame Eislinger Torhüter Michael Bantle über die Latte. Noch vor dem Pausenpfiff machten die Blau-Weißen den Sack zu. Nach erneuter Ecke von Kögler war Alexander Müller erfolgreich (40.).

Auch nach Wiederbeginn dominierte Eislingen. In der 47. Minute verwandelte Kögler einen Foulelfmeter zum 4:0. Nach 76 Minuten senkte sich ein Kopfball von Esslingens Julian Beutter auf die Latte. Weitere Gefahr ging von Esslingen nicht aus. Nach einem gekonnten Spielzug über Lukas Brügger und Nico Bilitsch besorgte Kögler den Endstand. Kurz vor Schluss traf Eislingens Deniz Ercetin den Innenpfosten. Insgesamt überzeugte Eislingen in allen Mannschaftsteilen. Herauszuheben dieses Mal beim FCE der zweifache Torschütze Robin Reichert, Nico Bilitsch mit einer grundsoliden Partie im Mittelfeld sowie der souveräne Kapitän Steffen Dangelmayer.

FC Eislingen: Bantle - Dangelmayer, Reichert, Bilac - Bilitsch, Ercetin, Müller (74. Brügger), Unger, Bächle (62. Frank), Tobias Latzko (74. Kostidis) - Kögler.

Neckartailfingen - Faurndau 0:1

(ms). In einer kampfbetonten Partie nahm der FV Faurndau von Beginn an das Heft in die Hand und wollte die zuletzt schwachen Auftritte korrigieren. Zwei gute Einschussmöglichkeiten von Haug und Getto blieben in Hälfte eins ungenutzt. Die Heimelf war stets durch Konter und Standards gefährlich, der FVF konnte sich nie zu sicher fühlen. Nach Wiederbeginn rannte Faurndau weiter an, hatte aber nie die zündende Idee, die vielbeinige Neckartailfinger Abwehr auszuhebeln. Die beste Chance für die Heimelf ließ Bezirgianidis in der 65. Minute fahrlässig liegen, als er nach einer schönen Hereingabe freistehend den Ball über das Tor bugsierte. In der 74. Minute zahlte sich die beherzte Leistung des FVF aus. Smith setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und bediente mustergültig den mitgelaufenen Haug, der den Ball mühelos zum 0:1 über die Torlinie bugsierte. In der Schlussphase beschränkte sich der FVF nur noch aufs Verteidigen und ließ dabei nichts mehr anbrennen.

FV Faurndau: Skrzypiec - Dangelmayer, Telci, Holdenried - Helmer, Getto (63. Smith), Hänßler (78. Kirizakis), Baar, Baum - Haug, Moll (80. Zimmermann).