Die Oberliga-Fußballer des Göppinger Sportvereins haben am Samstag um 14 Uhr ihren ersten Auftritt vor eigenem Publikum im Jahr 2019. Zu Gast an der Hohenstaufenstraße ist der Tabellenzwölfte TSV Ilshofen. Der Aufsteiger spielte eine stabile Vorrunde, besiegte unter anderem den Sportverein mit 2:0 und bewegte sich durchweg im gesicherten Tabellenbereich.

Der Start ins neue Jahr ging für Ilshofen mit drei Niederlagen allerdings daneben und gipfelte vor Wochenfrist in einer krachenden 0:5-Heimpleite gegen den SV Oberachern. „Deshalb stehen sie bei uns schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand, aber Ilshofen ist grundsätzlich eine spielstarke Mannschaft, die auch kämpfen kann“, schätzt SV-Kapitän Oliver Stierle die Gäste ein, um gleich anschließend zu betonen: „Es ist unser erstes Heimspiel und wir haben selbst etwas gutzumachen. Wir möchten unser Spiel durchbringen, das Ziel kann nur ein Dreier sein.“

Der Routinier würde am liebsten gleich die nächste Serie starten, nachdem die Göppinger beim 1:2 in Pforzheim die erste Niederlage nach zwölf ungeschlagenen Spielen hinnehmen mussten. „Dass der Lauf irgendwann reißt, war natürlich klar. Dass es jetzt in Pforzheim passiert ist, lag an mehreren Faktoren“, analysiert Stierle. Neben den katastrophalen Platzbedingungen führt der 35-jährige Abwehrchef in erster Linie den Ausfall von Nebenmann Marc Mägerle und die damit verbundene Systemumstellung an. Mägerle fiel an alter Wirkungsstätte im Zweikampf auf die Schulter und musste in der 25. Minute ausgewechselt werden. „Nach dem 2:0 waren wir eigentlich dran, aber im letzten Drittel hat der entscheidende Pass bei uns gefehlt. Letztlich sind wir zu spät aufgewacht und haben erst in der zweiten Halbzeit richtig dagegengehalten, deshalb war die Niederlage verdient“, sagt Stierle, der im ersten Spiel des neuen Jahres, dem 1:1 in Neckarsulm, krankheitsbedingt gefehlt hatte. Dort habe man eigentlich zwei Punkte liegen lassen.

Beim Hinspiel in Ilshofen hatte Stierle mit einer Zehenverletzung ebenfalls passen müssen. Im Tor stand auf Göppinger Seite Torwarttrainer Florian Mack, weil sowohl Kevin Rombach als auch Marcel Schleicher verletzt waren. Zudem leitete ein Eigentor von Iurii Kotiukov nach einer Viertelstunde die 0:2-Niederlage ein.

Die zweiwöchige Pause zwischen den Auswärtsspielen in Neckarsulm und Pforzheim wegen der Spielverlegung gegen die Stuttgarter Kickers habe keinen Einfluss auf die Mannschaft, betont Stierle: „Wir hatten eine komplette Vorbereitung mit vielen erfolgreichen Spielen. Die Ergebnisse sind zwar kein Maßstab, aber wir sind gut trainiert und im Soll.“ Auch der erfahrene Leitwolf fühlt sich körperlich in guter Verfassung und genießt es weiterhin, auf dem Platz zu stehen. Die Anhänger des Sportvereins werden ihren Publikumsliebling auch in der nächsten Saison auf dem Rasen sehen können. Stierles Spielervertrag läuft bis 2020 und den möchte er gerne erfüllen. Für die Zeit danach ist noch nichts fixiert.