Staffelleiter dröselt Abstiegsfrage auf

MARKUS MUNZ 08.05.2015
In der Fußball-Landesliga hat das abstiegsgefährdete Trio SV Ebersbach, TSV Bad Boll und FC Eislingen Heimspiele. Der FC Heiningen tritt auswärts an.

In der Fußball-Landesliga geht das Fernduell um die Meisterschaft zwischen dem FC Heiningen und dem TSV Weilheim in die nächste Runde. Dieses Mal spielen die beiden Kontrahenten, die derzeit ein Punkt trennt, wobei Heiningen eine Partie mehr absolviert hat, zeitgleich am Sonntag. Der FC Heiningen tritt beim Tabellenletzten FC Germania Bargau an, der TSV Weilheim empfängt den TSGV Waldstetten. Die Anhänger dürfen gespannt sein, ob es eine Fortsetzung des Wettschießens vom vergangenen Wochenende geben wird, als Heiningen mit 9:1 und Weilheim mit 7:1 Toren die Spiele gewannen.

"Die beiden machen es unter sich aus", freut sich Staffelleiter Karl-Josef Deutelmoser über einen echten Zweikampf an der Tabellenspitze. Am 6. Juni wird er zur Wimpelübergabe entweder nach Heiningen oder nach Weilheim fahren. Beide haben zum Saisonfinale ein Heimspiel, im spannendsten Fall wird die Meisterschaft erst dann entschieden.

In der Abstiegsfrage wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erst ganz zum Schluss Klarheit herrschen. Lediglich Schlusslicht Bargau kann bei neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz bereits für die Bezirksliga planen. Deutelmoser stellt in diesem Zusammenhang klar: "Es wird vier Absteiger geben, der Fünftletzte muss in die Relegation." Zwar muss die Landesliga von derzeit 17 auf die Sollstärke von 16 Mannschaften reduziert werden, dies wird aber bereits dadurch erreicht, dass der Meister die Liga verlässt und im Gegenzug kein Absteiger aus der Verbandsliga erwartet wird. Einzig in Frage kommender Verbandsligist ist der FC Normannia Gmünd, doch für die Gmünder sieht es in Sachen Klassenerhalt gut aus. "Wäre ein Absteiger aus der Verbandsliga dabei, müsste die Verkleinerung der Landesliga über fünf Absteiger erreicht werden", erklärt Deutelmoser. Sollte sich am Ende der Relegation der Landesliga-Zweite in die Verbandsliga durchsetzen, sind der Landesligist und der Bezirksligist, die sich im Relegationsfinale gegenüberstehen, automatisch beide in der Landesliga. Dies hat aber keinen Einfluss auf die grundsätzliche Frage, ob vier oder fünf Teams absteigen. Die Zahl hänge einzig am Verbleib von Normannia Gmünd in der Verbandsliga, verdeutlicht der Staffelleiter.

Demnach stellt Platz zwölf am Saisonende das rettende Ufer dar, der Dreizehnte muss in die Relegation. Somit werden neben Bargau noch drei direkte Absteiger gesucht. In Frage kommen neun Klubs, darunter ein Trio aus dem Kreis, das dieses Wochenende in Heimspielen versuchen wird zu punkten. Der FC Eislingen unternimmt am Samstag um 15.30 Uhr gegen Bonlanden den nächsten Anlauf, die sportliche Talfahrt zu stoppen. Der SV Ebersbach würde sich mit einem Sieg über Bettringen am Sonntag um 15 Uhr der größten Sorgen entledigen. Um 16 Uhr am Sonntag empfängt der TSV Bad Boll, seit sechs Spielen ohne Sieg, Echterdingen. Ebersbach und Boll bleiben nur noch vier Spiele, um die nötigen Punkte einzufahren. Eine spannendere Schlussphase kann es für den neutralen Staffelleiter, der seit sieben Jahren die Geschicke der Liga leitet, kaum geben. "In jedem Spiel ist Pfeffer drin", bestätigt Deutelmoser.