Themen in diesem Artikel

Sportverein
Göppingen / Markus Munz  Uhr

Beim vorletzten Auftritt der Saison im eigenen Stadion an den Hohenstaufenstraße kostete den Fußball-Oberligisten Sportverein Göppingen eine Unzulänglichkeit in der Abwehr zehn Minuten vor Schluss den Sieg. Nach einem Pressschlag segelte eine Bogenlampe in den Strafraum, für die sich kein Göppinger zuständig fühlte. Der eingewechselte Adel Sylvain Daouri wurstelte den Ball irgendwie an Marcel Schleicher vorbei.

„Ich bin grundsätzlich zufrieden, wie die Jungs sich bewegt haben und der Ball gelaufen ist, aber wir müssen lernen, diese Konzentrationsfehler abzustellen“, sagte Trainer Gianni Coveli, „vorne hatten wir gute Chancen und müssen mit mehr Kaltschnäuzigkeit so ein Spiel eigentlich in trockene Tücher bringen.“

Unmittelbar vor Beginn der Begegnung musste Coveli kurzfristig Pavlos Osipidis aus der Startelf streichen, der nach dem Warmmachen wieder über Oberschenkelprobleme klagte. Chris Loser rückte dafür ins Team. Youngster Felix Frenz agierte in der Innenverteidigung, Marvin Leonhardt rechts in der Viererkette. Loser bereitete in der 36. Minute die verdiente Göppinger Führung über die linke Seite vor, Kevin Dicklhuber vollendete aus der Drehung zu seinem mittlerweile 24. Saisontor.

„Die erste Halbzeit ging an Göppingen, deshalb haben wir zur zweiten umgestellt“, erklärte Gästetrainer Marc Lerandy, „es war dann besser von uns, so dass wir den einen Punkt gerne mitnehmen, der wichtig für uns ist. Allerdings muss man zugeben, dass Göppingen beim Stand von 1:0 weitere gute Chancen hatte“. Der eingewechselte Max Ziesche hatte in der 58. Minute bei einem Flugkopfball nach Flanke von Morgan Fassbender Pech, dass der Ball an den Pfosten klatschte. Nach einem langen Ball von Leon­hardt spekulierte Oberachern in der 66. Minute vergeblich auf Abseits. Dicklhuber stürmte allein auf Torhüter Xaver Pendinger zu, verpasste allerdings den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss. Beim anschließenden Versuch von Ziesche rettete ein Gästespieler auf der Linie.

In der deutlich lebhafteren zweiten Halbzeit suchte auch der SV Oberachern verstärkt den Weg nach vorne, so dass Marcel Schleicher mehr in den Blickpunkt rückte und bis zum unnötigen Ausgleich alles bereinigte. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit reagierte Pendinger bei einem Dicklhuber-Abschluss stark.

Die Schlussphase geriet turbulent. Zunächst sah Oberacherns Demarveay Sheron nach einem Scharmützel mit Iurii Kotiukov Gelb-Rot. Die siebenminütige Nachspielzeit brachten die dezimierten Gäste mit zahlreichen Spielunterbrechungen über die Bühne. „Letzte Woche in Nöttingen waren wir bei wenigen Chancen sehr effektiv, heute bei mehr Chancen nicht“, erklärte Gianni Coveli, der in der 86. Minute immerhin Oliver Stierle nach sechs Wochen Verletzung wieder einwechseln konnte.

Göppinger SV: Schleicher – Kotiukov, Frenz, Mägerle, Leonhardt (86. Stierle), Renner (78. Serour), Schwarz, Cerimi (53. Ziesche), Loser (75. Frank), Dicklhuber, Fassbender.

SV Oberachern: Pendinger – Sheron, Leberer, Fritz, Dörflinger (86. Zwick), Muto, Decherf, Schwenk (46. Giardini), Huber, Erius (68. Daouri), Gallus (90.+1 Armbruster).

Schiedsrichter: Dürr (Rohrdorf).

Tore: 1:0 Dicklhuber (36.), 1:1 Daouri (80.).

Gelb-Rot: Sheron (90.).

Zuschauer: 200.