Fußball Sportverein als Außenseiter

Isaac Houssou (rechts), hier gemeinsam mit  Coach Gianni Coveli (links) und Domenico Botta, erledigte seine Aufgabe zuletzt im Heimspiel zur Zufriedenheit seines Trainers.
Isaac Houssou (rechts), hier gemeinsam mit Coach Gianni Coveli (links) und Domenico Botta, erledigte seine Aufgabe zuletzt im Heimspiel zur Zufriedenheit seines Trainers. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Markus Munz 18.05.2018

Ihrem ausgegebenen Ziel, die eigene 50-Punkte-Marke aus dem Vorjahr zu übertreffen, sind die Oberliga-Fußballer des Göppinger Sportvereins durch die 1:2-Heimniederlage gegen clevere Ravensburger vor Wochenfrist nicht näher gekommen.

„Wir haben zwei sehr ärgerliche Gegentore kassiert und vorne hat uns die Effizienz gefehlt“, beurteilt Trainer Gianni Coveli den eigenen Auftritt bei der erst zweiten Heimniederlage der Saison, „in der ersten Halbzeit gab es jeweils zwei gute Chancen auf beiden Seiten, wobei Ravensburg ein leichtes optisches Übergewicht hatte.“ Im zweiten Durchgang sei seine Elf „besser in die Endzone reingekommen“, aber letztlich habe das berühmte Quäntchen gefehlt. „Das ist sehr schade, die Niederlage hatten wir nicht verdient“, findet Coveli.

In der Innenverteidigung erhielten mit Nils Staiger (19) und Isaac Houssou (22) zwei junge Spieler eine Bewährungschance über neunzig Minuten. Linksverteidiger Staiger kam in den letzten Wochen wenig zum Zug, weil sich Iurii Kotiukov auf seiner Position in beständig guter Form präsentiert und auch gegen Ravensburg das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. „Bei Nils wollte ich auf dieser Position sehen, ob er perspektivisch in die Rolle von Oliver Stierle hineinwachsen kann“ erklärt Coveli die Aufstellung. Der Kapitän plagt sich mit anhaltenden Rückenbeschwerden herum und verfolgte die Heimniederlage auf der Tribüne. Ob Stierle in den ausstehenden zwei Partien nochmal aufläuft, ist fraglich. „Nur so können die Jungen Erfahrung sammeln und besser werden. Beide haben es gut gemacht. Schade, dass wir am Ende nicht belohnt wurden“, sagt Coveli.

180 Minuten bleiben seiner Mannschaft nun noch, um die avisierten 50 Punkte zu knacken. Im Württemberg-Derby beim FSV Bissingen dürfte es am Samstag um 15.30 Uhr allerdings schwer werden. Der Tabellenvierte wird sich in seinem letzten Heimspiel erfolgreich von den eigenen Fans verabschieden wollen. Durch das 0:4 bei Tabellenführer Balingen besteht für den Ex-Klub von Gianni Coveli keine Chance mehr auf Platz zwei, den der FC Villingen und die SGV Freiberg unter sich ausmachen. Die TSG Balingen steht als Meister fest. Der Sportverein beschließt die Saison eine Woche später mit einem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Astoria Walldorf II.

Schon jetzt geht der Blick aber auch auf die im August startende 40. Jubiläumssaison der Oberliga. Dann sind die Stuttgarter Kickers das große Zugpferd. Zusätzliche Bedeutung für die Region erfahren die „Blauen“ durch die Verpflichtung von Tobias Flitsch als Trainer. Der langjährige FC-Heiningen-Coach bestreitet am Pfingstmontag in seinem neuen Stadion auf der Waldau mit dem SSV Ulm 1846 das WFV-Pokal­finale gegen den TSV Ilshofen.

Info Es besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt ist um 12.30 Uhr am SV-Stadion.

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