Oberliga Spitzenteam am Samstag zu Gast

Mit einem Brummschädel nahm Kevin Dicklhuber nach seiner Auswechslung am Mittwoch auf der Göppinger Reservebank Platz. Ob er heute im Heimspiel gegen den FC Villingen wieder spielen kann, ist fraglich.
Mit einem Brummschädel nahm Kevin Dicklhuber nach seiner Auswechslung am Mittwoch auf der Göppinger Reservebank Platz. Ob er heute im Heimspiel gegen den FC Villingen wieder spielen kann, ist fraglich. © Foto: Peter Poller
Markus Munz 06.10.2018

Ich liebe solche Spiele gegen Top-Teams“, erklärt Patrick Schwarz vor der Oberliga- Partie des Göppinger Sportvereins gegen den Tabellen­dritten FC 08 Villingen heute um 14 Uhr im Stadion an der Hohenstaufenstraße.

Zwei Mal hat Schwarz wegen einer Grippe zuletzt nicht gespielt, am Mittwoch beim Pokal-Aus gegen den SGV Freiberg stand der Mittelfeldmann wieder auf dem Platz. Und zwar schneller als eigentlich geplant, verrät der 23-Jährige: „Ich habe erst ein Mal wieder trainiert und sollte deshalb gegen Ende ins Spiel kommen, vielleicht für Oliver Stierle, der leicht angeschlagen ist.“ Doch die Verletzung von Kevin Dicklhuber warf die Pläne über den Haufen, ab der 17. Minute war Schwarz wieder im Zentrum gefordert. „Das war ein Schock, Dickl fehlt uns an allen Ecken und Enden. Auch deshalb hat uns in der ersten Halbzeit ein bisschen der Mut gefehlt, wir haben mehr kontrolliert anstatt öfter nach vorne aufzudrehen.“

Nach dem Rückstand habe die Mannschaft eine „überragende Reaktion“ gezeigt, sich häufig gut über die Seiten durchgespielt und Chancen erarbeitet. „Nach dem Ausgleich waren wir dann vielleicht zu euphorisch“, analysiert Schwarz den Spielverlauf, „vor dem 1:2 sind wir zu passiv und lassen den Gegner den Ball über die Kette spielen.“ Danach habe man alles probiert, das Manko blieb die Chancenverwertung. „Vor dem Tor waren wir leider nicht kaltschnäuzig genug, den letzten Ball hätten wir manchmal besser ausspielen können. Wir hätten auch einen Handelfmeter bekommen müssen. Aber auf der Leistung der zweiten Halbzeit lässt sich aufbauen“, findet der Gussenstadter, der in der Winterpause 2016 von Regionalligist Hannover 96 II zum Sportverein kam und seit dieser Saison mit dem Heidenheimer Michael Wende eine Fahrgemeinschaft zum Training bildet.

Das Zwischenfazit mit zwölf Punkten nach neun Spielen fällt für Schwarz gemischt aus. „Wir wollten konstanter werden, das haben wir noch nicht geschafft. Meist folgte auf einen Heimsieg eine Niederlage auswärts.“ Drei bis vier Punkte habe man liegenlassen, Grund zur Beunruhigung besteht für den kaufmännischen Auszubildenden im zweiten Lehrjahr deshalb aber nicht. Immer wieder mussten Leistungsträger wie Stierle, Dicklhuber oder Botta ersetzt werden. Schwarz ist trotz allem guter Dinge: „Wir haben einen breiten Kader, das müssen wir über die Geschlossenheit auffangen. Wenn wir unsere Leistung über 90 Minuten abrufen, können wir uns auch gegen Villingen etwas ausrechnen.“

Einsatz von Dicklhuber steht auf der Kippe

Verletzungen Nach seiner Kopfverletzung vom Mittwoch ist laut Trainer Coveli der Einsatz von Kevin Dicklhuber in der heutigen Partie offen. Ausschlaggebend sei, wie sich Dicklhuber vor dem Spiel fühle. Sechs Wochen nach seiner Knieverletzung im Spiel bei den Stuttgarter Kickers steht Keeper Kevin Rombach wieder im Kader.

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