Fußball Spitzenspiel in Ebersbach

Ebersbachs Trainer Dinko Radojevic empfängt am morgigen Samstag um 16 Uhr mit seiner Mannschaft die TSG ­Hofherrnweiler zum Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga.
Ebersbachs Trainer Dinko Radojevic empfängt am morgigen Samstag um 16 Uhr mit seiner Mannschaft die TSG ­Hofherrnweiler zum Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga. © Foto: Cornelius Nickisch
Kreis Göppingen / Andreas Böhringer 05.10.2018

Bereits im vergangenen Spieljahr zählten beide Teams zum Besten, was die Landesliga zu bieten hat und auch heuer sind der Zweite SV Ebersbach (16 Punkte aus sieben Spielen) und die TSG Hofherrnweiler (15/7) auf Rang vier ganz vorne zu finden.

„Wir haben den Schwung aus der Rückrunde mitgenommen“, freut sich Dinko Radojevic über den gelungenen Start und lobt insbesondere die jungen Akteure: „Die Jungen haben viel Potenzial, dennoch muss man immer mit Schwankungen rechnen. Bisher haben sie es aber sehr gut gemacht, sich in den letzten Wochen und Monaten zunehmend an das Landesliga-Niveau und die Physis gewöhnt und insgesamt die Chance genutzt.“

Der Coach musste wiederholt auf gestandene Spieler verzichten („In Buch war die Situation schwierig, es fehlten vier, fünf Stammspieler“), umso wichtiger sei in der jetzigen Phase der breite Kader. „Wir haben gute Alternativen und dementsprechend einen gesunden Konkurrenzkampf“, der ja bekanntlich leistungsfördernd sei, so Radojevic, der seinen Talenten eine gute Entwicklung bescheinigt, sie aber noch lange nicht am Ende ihres Weges sieht und Geduld ein­fordert.

Am Samstag werden seine Schützlinge stark gefordert sein, wenn der Tabellenvierte im Strutstadion zu Gast ist. „Hofherrnweiler ist viel unterwegs, bestreitet viele Zweikämpfe und steht defensiv sicher. Es wird schwierig, aber zuhause wollen wir unsere Siegesserie fortsetzen“, spricht Radojevic die Heimstärke an, die dem SC Geislingen die bis dato einzige Niederlage beibrachte. Der Spitzenreiter steht für den 40-Jährigen zurecht ganz oben: „Sie haben Qualität und diese schon nachgewiesen. Ich habe sie oben erwartet, die bisherige Konstanz ist aber überraschend. Sie haben die Aufstiegseuphorie mitgenommen und ich denke, dass sie an den ersten beiden Plätzen bis zum Ende dran bleiben werden.“ Ob es für einen Durchmarsch reicht, hängt für den früheren Akteur des SSV Ulm davon ab, wie die Geislinger auf längerfristige Ausfälle von Leistungsträgern reagieren werde. Dass sein Team mit diesen personellen Rückschlägen umgehen kann, hat es bereits bewiesen und in dieser Phase die perfekte Symbiose aus der sportlichen Weiterentwicklung der Nachwuchsspieler und der nötigen Punktausbeute hinbekommen. Einzig beim Remis gegen Neu-Ulm war Radojevic unzufrieden: „Da gingen wir zu lässig in die Partie, ich hoffe, das ist den Jungs eine Lehre.“ Ansonsten sieht er in Sachen Chancenverwertung noch Verbesserungsbedarf, „da treffen die Jungs nicht immer die richtige Entscheidung.“ Für Abhilfe kann Caglar Celiktas sorgen, der nach seiner Sperre wieder auflaufen darf. Daneben hofft der Coach auf die Rückkehr kranker und angeschlagener Spieler.

Der TSV Bad Boll muss dagegen weiterhin auf seinen gesperrten Goalgetter Eric Llanes verzichten. Dennoch kann für das Schlusslicht am Sonntag (15 Uhr) gegen Bonlanden das Ziel nur drei Punkte lauten, um den gordischen Knoten zu durchschlagen.

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